aLF
Konzept und
Datenstruktur
Das
Ausleihen mit aLF
kann erst beginnen, wenn einige Vorbereitungen getroffen sind.
1.
Exemplardaten
Wer
zunächst mit allegro nur die
Katalogisierung betrieben hat, besitzt
lauter Titeldatensätze, die so aussehen:
#00 013539
#20 ¬Der¬ Fall des Baumeisters : Roman
#22 Hawksmoor <deutsch>
#39 Peter Ackroyd. Aus d. Engl. von Hans Wolf
#40 Ackroyd, Peter
#74 Reinbek bei Hamburg
#75 Rowohlt
#76 1988
#77 367 S.
#87 3-498-00024-1
#90 ABC 123
#902DEF 234
Für aLF
müssen in diesem Fall zwei sog. Exemplarsätze
hinzukommen, für jedes Exemplar eines, getrennt gespeichert
vom Titelsatz.
Diese Exemplarsätze sehen folgendermaßen aus, und
man kann sie sich automatisch
erzeugen lassen (aLF-Menü: "Exemplarsätze anlegen",
die Arbeit macht
der FLEX a-ex.flx):
#00
e00567
#9DF013539
#9DG0²sABC
123²e1²a000040
#00
e00568
#9DF013539
#9DG0²sDEF
234²e2²a000041
Die
Exemplarsätze sind über die blaue Nummer in
#9DF mit dem Titelsatz verknüpft. Die Exemplare werden je
Titel automatisch
laufend numeriert: e1, e2, ..., und diese Nummern werden auch in den
Titelsätzen als ²e1,
²e2 ... an die
jeweilige
#90 angehängt. Daran erkennt das System, daß zu
diesen Signaturen schon
Exemplarsätze angelegt wurden.
In rot sieht
man die Barcodenummern. Sie können
nicht automatisch erzeugt werden, sondern man muß so
vorgehen, daß man die
Bücher mit vorfabrizierten Barcode-Labels ausstattet und deren
Nummern dann
erfaßt - natürlich ist das ein logistisches Problem.
Dies kann auch vorher
geschehen,
ENTWEDER:
indem man jeweils an das Feld #90 das
Unterfeld ²a mit
der Nummer anhängt. Dann wird der FLEX a-ex.flx diese
Unterfelder in die neuen
Exemplarsätze übernehmen.
ODER man
läßt zuerst die Exemplarsätze alle
erzeugen, also ohne ²a, und
erfaßt die Nummern erst nachträglich (Titelsatz
laden, Exemplar anklicken,
Formular mit Alt+# öffnen, Barcode eingeben). Dies
könnte dann auch bei Bedarf
im laufenden Ausleihbetrieb geschehen, wodurch am Anfang
natürlich das
Entleihen noch nicht so flott gehen kann.
Die
Exemplarsätze können noch weitere Angaben
enthalten. Welche, das sieht man, wenn man einen Exemplarsatz anzeigen
läßt und
Alt+# drückt - dann erscheint das Eingabeformular mit vielen
leeren
Unterfeldern.
Außer
den Exemplarsätzen wird für jeden Leser (=
Benutzer) ein Leserdatensatz gebraucht. Ein solcher
besteht nur aus dem
Feld #9B mit einigen Unterfeldern (hier nur die
wichtigsten Angaben, es
kann weitere geben):
#00 -
#9B
0789654²A19980315²nMerkel,
Angela²uw²a20081231²k5
Das Ausleihen
geht im Prinzip so vor
sich: (FLEX a-chkout.flx)
1. Einscannen
des Leserausweis-Barcodes
Dann
prüft das Programm, ob der Leser erfaßt und
ausleihberechtigt ist. Wenn ja:
2.
Einscannen der Barcodes aus den Medien, die der Leser
ausleihen will
Dann
holt das Programm jeweils den Exemplarsatz und speichert darin die
Nummer des
Lesers und das aktuelle Datum sowie das errechnete
Rückgabedatum sowie auch
schon das erste Mahndatum - falls das Exemplar wirklich ausleihbar ist!
Wenn im
Exemplarsatz das Unterfeld ²vp
steht, handelt es sich um ein Präsenzexemplar.
Beim Zurückbuchen
(FLEX a-chkin.flx)
wird der Leserausweis nicht gebraucht. Dabei werden nur die Barcdodes
der
zurückgegebenen Medien eingescannt. Das Programm
prüft jedesmal mehrere Dinge:
War das Exemplar überhaupt verbucht? Wurde die Leihfrist
überschritten? (Wenn
ja, welche Gebühr ist in Rechnung zu stellen?) Liegt eine
Vormerkung für dieses
Exemplar vor oder eine allgemeine Vormerkung auf den Titel? Wenn ja,
dann kommt
der Hinweis, welcher Leser vorgemerkt hat und die Aufforderung, das
Exemplar
ins Warteregal zu stellen. Gibt es mehrere Vormerker, dann kommt der
erste zum
Zuge.
Vormerkungen
stehen in eigenen Datensätzen, den
sog. Vormerksätzen, die so ähnlich aussehen wie
Exemplarsätze - siehe unten.
Damit das alles funktioniert, und zwar mit flexiblen Möglichkeiten der Steuerung, braucht man noch einige zusätzliche Daten, die in sog. Systemsätzen gespeichert sind.
Folgende
Typen von
Systemsätzen gibt es: (Beispiele dafür kann man sich
jeweils in der DemoBank
anschauen, man findet dort typische Fälle im Register 1 unter
zz ..., ansonsten
findet man alle Systemsätze im Register 11 unter SYS... bis auf die
Leserstammsätze.)
Tip: Wenn man
einen solchen Satz
sieht, dann eingeben: X cfga. Man
sieht die Liste der Unterfelder mit ihren Bedeutungen.
Alle diese
Sätze kann man über das aLF-Hauptmenü
anlegen und nachträglich jederzeit bearbeiten.
1. Kalendersätze [ zz
alf-kalendersatz, Reg. 11: SYSR... ]
Ein
Kalendersatz enthält 365 (oder 366) Ziffern,
für jeden Tag des Jahres entweder eine 0 (= Bibliothek zu)
oder eine 1 (=
Bibliothek offen).
2. Leserklassensätze [ zz benutzerklassensatz,
Reg. 11: SYSC... ]
Für
jede Leserklasse (z.B. 1=Student, 2=Dozent,
3=Schüler, 4=Lehrer, ...) muß es einen solchen Satz
geben, in dem die
Bedingungen (Leihfrist, Gebühren ...) der betr. Lesergruppe
stehen, siehe dazu
aber auch 5.
3. Leserstammsätze [ zz benutzer-stammsatz;
Reg. 10: name, vorname und
Bausweisbarcodenummer ]
Jeder Leser,
siehe oben, muß erfaßt sein in einem
solchen Satz.
4. Medientypsätze [ zz medientypsatz, Reg.
11: SYSE... ]
Wenn die
Bibliothek nicht nur Bücher hat, sondern
auch noch andere ausleihbare Gegenstände (CD, DVD, Spiel),
kann sie diese in
Typen einteilen und für jeden Typ andere Bedingungen
festsetzen. Dazu braucht
zunächst jeder Typ einen Medientypsatz, und auf dieser
Grundlage erstellt man
dann die
5. Medientypstammsätze [ zz medientyp-stammsatz,
Reg. 11:
SYSD... ]
Zu jeder
Kombination Leserklasse+Medientyp (also
z.B. Student+Buch oder Schüler+DVD) kann man einen solchen
Satz anlegen, in dem
die Bedingungen (vor allem die Leihfrist und die
Verzugsgebühr) für diese
Kombination stehen. Fehlen solche Sätze, werden die
Bedingungen ersatzweise aus
dem Leserklassensatz genommen.
Alle diese
Sätze kann man über das aLF-Hauptmenü
anlegen und nachträglich jederzeit bearbeiten.
3. Betriebsdaten
Automatisch
entstehen dagegen im laufenden Betrieb folgende Sätze:
6. Vormerksätze [ zz vormerk..., Reg. 10:
Vm... ]
Ein solcher
sieht so aus:
#00 -
#9DF028149
#9DGV²OALF²e1²a000005
#9DH²udk004²D20050528/12:37:45²V20050629
Das V
in #9DG bedeutet
"Vormerksatz". Er wird gelöscht, sobald die Vormerkung
erledigt ist.
7. Gebührensätze [Reg. 11: G... ]
In
einem Gebührensatz stehen alle Angaben, die zur Produktion
einer Mahnung
gebraucht werden: wer muß zahlen, wieviel und warum, wann
entstand diese
Gebührenschuld etc.
8. Statistikdaten
(dies sind keine Datensätze in der Datenbank!)
Wenn
man Statistiken will, kann man dies in alf.flx einstellen. Es entstehen
dann
eigene Dateien, in denen alle zu zählenden Vorgänge
aufgezeichnet werden. Wie
dies funktioniert, erklärt ein anderer
Text : in a99 h statist eingeben.
2007-10-25