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Allegro C Ausleihfunktionen Version 05.12
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Technische Referenz
Die Datenstrukturen sind auch für die Windows-Programme gültig.
dessen Funktionen sind nur zu einem kleinen Teil noch nicht ganz vollständig,
vorwiegend im Bereich Gebühren.
2008-10-13
1. Übersicht
1a. Installation und Start des Windows-Systems
2. Übersicht der Funktionen
3. .cfg Datei [nur f. DOS relevant]
4. Konfiguration
5. Struktur der Datensatztypen
6. Indexierung der Datensatztypen
7. Mahnungen
8. Gebühren
9. Statistik
10. Quittungsdruck
11. Ergänzende Themen
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1. Übersicht
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Diese 'Technische Referenz' enthält Informationen zu den Themen, die für die
Verwaltung des Ausleihsystems notwendig sind und richtet sich an diejenigen
Mitarbeiter, die für die Installation, Einrichtung und Wartung des Programms
zuständig sind.
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1.1 Programmoptionen
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DOS-Programm alf.exe
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Für den Aufruf des Ausleihprogramms werden die Optionen für das Programm PRESTO
durch einige eigene Optionen ergänzt.
-T
Schaltet die Überprüfung der Tagesstatistik ab. Normalerweise wird beim
Programmstart jeweils für die letzten 5 Öffnungstage die Existenz entsprechender
Tagesstatistiken überprüft. Normalerweise sollte es genügen, diese Aufgabe einer
ausgezeichneten Arbeitsstation zu überlassen.
-N
Beschleunigt den lesenden Zugriff auf den Index im Netz, indem bei diversen
'sicheren' Leservorgängen davon ausgegangen wird, daß sich der entsprechende
Abschnitt des Registers während des Lesens nicht ändert.
Das ist z.B. 'sicher', wenn das Konto eines Lesers für das Verlängern
zusammengestellt wird, wenn man davon ausgehen darf, daß derselbe Leser nicht
gleichzeitig entleiht oder zurückgibt.
-Zn : n = 0,1,2
Setzt die Zugriffsprivilegstufe (vgl. Kap. 'Ergänzende Themen'). Stufe '1' ist
die Defaultstufe, die auch angenommen wird, wenn diese Option fehlt. Stufe '0'
schränkt die Funktionen ein, Stufe '2' ist die Supervisorstufe.
-H
Hiermit kann zu 'Testzwecken' das Tagesdatum gesetzt werden, z.B. durch
-H20050703
Dadurch kann z.B. das Produzieren von Mahnungen simuliert werden. Denselben
Effekt erzielt man durch das Setzen der Umgebungsvariablen HEUTE, z.B.
set HEUTE=20050703
vor dem Programmaufruf.
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Ein beispielhafter Aufruf des Programms in einer Batchdatei unter Verwendung von
Umgebungsvariablen könnte folgendermaßen aussehen.
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set -P=c:\allegro
set -l=alf
set HEUTE=20050703
alf -f1 -a3 -n1 -kalf -pd-alf -ealf/quittung -dc:\allegro\daten -N -T -Z2
set -P=
set -l=
set HEUTE=
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Mindestens eine Exportparameterdatei für den Quittungsdruck muß angegeben
werden. Eine weitere Datei ist möglich.
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1a. Windows-Programm a99
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Installation:
Alle zum Paket aLF gehörigen Dateien (FLEXe, Parameter, RTF-Texte) werden in
das eigene Datenverzeichnis entpackt!
Das Programm wird mit Zugriffsberechtigung 5 gestartet (mindestens),
d.h. in der INI-Datei steht:
access=5
Die Ausleihfunktionen werden dann so aktiviert:
h alf eingeben im Schreibfeld
Dann Klick auf "Initialisierung"
Dadurch werden auch einige Flip-Buttons belegt.
Mit h alfh erhält man Information über die Funktionen.
>>> Besonders wichtig:
Mit Alt+3 erhält man jeweils ein Menü, das genau diejenigen
Funktionen enthält, die mit dem aktuellen Datensatz möglich sind.
Ist es ein Leser-Stammsatz, dann findet man auf dem Alt+3-Menü z.B. die
Funktionen "Konto (Entleihungen etc.)" und "Forderungen"
In der Datei a-init.flx stehen Kommentare, die auf ein paar Einstellungen
hinweisen, z.B. zum Quittungsdruck.
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2. Übersicht der Funktionen
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Zur Konfiguration der Fristen und Grenzen vergleiche man das Kapitel
'Konfiguration'.
Die Funktionen sind in der Regel über Menüs im Anzeigebildschirm zu erreichen.
Man aktiviert ein vom Typ des aktuell angezeigten Datensatzes abhängendes Menü
mit der Taste <Tab>.
Die Auswahl der Funktionen geschieht in der Regel durch Aktivieren des
entsprechenden Menüpunktes, indem man den Steuerbalken auf den Menüpunkt setzt
oder die zugeordnete Nummer eingibt.
Man recherchiert ein Exemplar oder einen Leser, um das passende Menü aktivieren
zu können, entweder über den Barcode oder über ein Register. Der Barcode kann
dabei auch direkt eingelesen werden.
Titelsätze werden über die Register wie in der Katalogisierung recherchiert.
Folgende Funktionen stehen zur Verfügung.
(x = auch schon im Windows-System vorhanden)
Leihverkehr
x Ausleihe
x Rückgabe
x Rückgabe ohne Barcode
x Vormerkung eines Titels
x Vormerkung eines Exemplars
x Vormerkung aufheben
x Reservierung
x Reservierung aufheben
x Verlängern nach Leserkonto
x Verlängern per Barcode
x Gebühren per Hand erfassen
x Gebühren implizit erfassen
x Gebühren tilgen
x Gebühren stornieren
x Kontoauszug drucken
x Mahnungen registrieren
x Mahnbriefe exportieren
x Tagesstatistik erstellen
Selbstbedienung (f. alcarta, später auch per Web)
x Nutzerkonto abrufen
x Verlängern
x Paßwort ändern
x Reservierung aufheben
x Vormerkung tilgen
Inventarisierung
x Ex.-Daten erfassen
x Ex.-Daten ändern
x Ex. freigeben
x Ex. auf Verlust setzen
x Ex. löschen
x Ex. und Titel zuordnen
Leserverwaltung
x Leser anmelden
x Leser abmelden
Leserausweis wechseln
x Leser sperren
x Leser freigeben
x Leserdaten ändern
x Leserdaten löschen
Recherche
x Titel zum Exemplar
x Ex. zum Titel per Auswahl
x Ex. allgemein per Barcode
x Leser per Barcode
x Leser per Register
Sonstiges
Supervisor Paßwort ändern
Warnton und Quittungsdruck an/aus
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2.1 Leihverkehr
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1. 'Ausleihe' geschieht durch Einlesen des Barcodes auf einem Leserausweis
oder alternativ Recherche des Lesernamens im Register und anschließendes
Einlesen sämtlicher Exemplarbarcodes, die entliehen oder verlängert
werden sollen.
Wird zu dem betreffenden Barcode kein Exemplardatensatz gefunden, kann
das Exemplar 'provisorisch' erfaßt und sofort entliehen werden.
Es wird geprüft, ob ein Leser gesperrt oder abgemeldet oder ob sein
Ausweis abgelaufen ist. Außerdem wird geprüft, ob Gebühren ausstehen.
Leihfrist und Mahndatum werden nach den Angaben im Medientypsatz zur
betreffenden Leserklasse errechnet. Existiert kein Medientypsatz, werden
die Angaben direkt aus dem Leserklassensatz entnommen (vgl. Kap.
'Konfiguration).
Außerdem hat die 'Verfügbarkeit' des Exemplars Einfluß auf die
Leihfrist, indem z.B. bei einem als 'Kurzleihe' gekennzeichneten
Exemplar die entsprechende Frist für 'Kurzleihe' ausgewertet wird. Bei
'Präsenzexemplaren' wird die Leihfrist erfragt und kann ausnahmsweise
gestattet werden.
Das grundsätzliche Entleihen mit per Dialogbox eingegebener
Ausnahmefrist ist möglich.
Das FSK Feld ('Freiwillige Selbstkontrolle') wird gegebenenfalls
ausgewertet und mit dem Geburtsdatum des Lesers verglichen.
Grenzen für die Anzahl der entleihbaren Medien insgesamt und für jeden
Medientyp, abhängig von der Klasse des Lesers, werden geprüft.
Ausnahmsweises Entleihen bleibt möglich.
Pro entliehenem Exemplar und nach dem Verlassen der Dialogbox zur
Eingabe des Exemplarbarcodes, also beim Wechsel des Lesers, werden
Teilquittungen exportiert.
Dabei werden maximal zwei unterschiedliche Exportparameterdateien
abgearbeitet.
Sind Gebühren für die Entleihung eines Exemplars vorgesehen, werden
diese registriert.
Stehen Gebühren aus oder fallen während des Leihvorgangs Gebühren an,
kann direkt in den Dialog zum Tilgen der Gebühren verzweigt werden.
Während des Entleihens ist das Verlängern sowohl durch Einlesen des
Barcodes als auch durch Auswahl aus dem Leserkonto möglich.
2. 'Rückgabe' geschieht in der Regel durch Einlesen des Exemplarbarcodes.
Anschließend wird ein Export der Rückgabequittung durchgeführt.
(falls Einstellung #uqQ 1 in a-init.flx)
Ist das Exemplar 'provisorisch', also während des Leihvorgangs ohne
Zuordnung zu einem Titel erfaßt und auch inzwischen nicht einem Titel
zugeordnet worden, wird dies gemeldet.
Das Exemplar kann weiterhin ohne Titelzuordnung entliehen werden.
Allerdings stehen dann keine Informationen aus dem Titel zur Verfügung,
z.B. für den Quittungsdruck.
Es wird geprüft, ob Verzugsgebühren, abhängig vom Medientyp und/oder der
Leserklasse des Entleihers, angefallen sind. Gegebenenfalls wird dies
gemeldet und die Gebühren werden registriert.
Es wird geprüft, ob auf das zurückgegebene Exemplar oder auf den Titel
dazu eine Vormerkung liegt. Ist dies der Fall, wird das Exemplar
reserviert. Exemplarvormerkungen werden vor Titelvormerkungen
berücksichtigt.
Eventuell werden jetzt Gebühren für die Reservierung registriert.
3. 'Rückgabe ohne Barcode' geschieht, indem zuvor das gemeinte Exemplar
recherchiert wird. Der Ablauf ist danach derselbe wie in [2.].
4. 'Vormerkung eines Titels' geschieht nach dem Recherchieren des
gewünschten Titels.
Anschließend wird ein eigener Datensatz angelegt, der die notwendigen
Informationen enthält.
Dieser 'Vormerksatz' wird beim Erfüllen der Vormerkung durch
Reservierung bei der Rückgabe eines Exemplars zu diesem Titel gelöscht.
Die Vormerkung enthält ein Ablaufdatum. Vormerkungen, deren Ablaufdatum
älter als das Tagesdatum ist, werden bei der Reservierung nicht mehr
berücksichtigt.
Die Frist bis zum Ablauf der Vormerkung hängt vom Medientyp und/oder der
Leserklasse ab.
Es wird geprüft, ob derselbe Leser denselben Titel oder ein Exemplar zu
diesem Titel bereits vorgemerkt hat. Gegebenenfalls wird eine weitere
Vormerkung verhindert.
Eine Grenze für die Anzahl der Vormerkungen für einen Leser insgesamt
abhängig von der Leserklasse wird berücksichtigt. Ausnahmen sind
zugelassen, müssen aber bestätigt werden.
Eine Grenze für die Anzahl der Vormerkungen pro Titel wird
berücksichtigt. Die Grenze wird abhängig gemacht von der Zahl der
Exemplare zu diesem Titel im Bestand. Ausnahmen sind möglich.
Es wird geprüft, ob es mindestens ein verfügbares Exemplar gibt und
gegebenenfalls gemeldet.
Es wird geprüft, ob es mindestens ein entliehenes Exemplar gibt.
5. 'Vormerkung eines Exemplars' geschieht durch Recherchieren des
gewünschten Exemplars, z.B. über die Exemplarauswahl zum Titel, und
Auswahl des Menüpunktes.
Es wird geprüft, ob das Exemplar verfügbar ist.
Begrenzungen der Anzahl der Vormerkungen pro Leser bzw. pro Exemplar
werden analog [4.] geprüft.
Die Vormerkung auf das Exemplar wird bei der Reservierung vor der
Vormerkung auf den Titel berücksichtigt.
6. 'Reservierung' geschieht implizit bei der Rückgabe. Das Aufheben der
Reservierung geschieht durch Recherchieren des betreffenden Lesers und
Auswahl des Menüpunktes. Es wird geprüft, ob zu dem freigegebenen
Exemplar oder Titel eine Vormerkung vorliegt, wie bei Rückgabe.
Angefallene Gebühren werden nicht automatisch storniert.
7. 'Verlängern' geschieht implizit durch Einlesen des Exemplarbarcodes beim
Entleihen oder durch Anzeige des Leserkontos entweder beim Entleihen
oder nach Recherche des betreffenden Lesers.
Eine Grenze für die Anzahl der Verlängerungen abhängig von Leserklasse
und/oder Medientyp wird geprüft. Ausnahmen sind möglich.
Bei einer Verlängerung, die einer verspäteten Rückgabe entspräche,
werden eventuell anfallende Verzugsgebühren registriert und nicht
verworfen.
Die Verlängerungsfrist wird nach Leserklasse und/oder Medientyp
festgelegt.
8. 'Gebühren' werden in der Regel implizit erfaßt nach Maßgabe der
Festsetzungen im Leserklassensatz und/oder Medientypsatz.
Besondere Gebühren können per Dialog erfaßt werden, indem der Leser
recherchiert wird und der Menüpunkt dazu ausgewählt.
Gebühren werden getilgt, indem man entweder während des Leihdialogs in
den Dialog 'Gebühren tilgen' verzweigt oder vorher den Leser
recherchiert.
Im Dialog 'Gebühren tilgen' besteht die Möglichkeit, einzelne Gebühren
zu stornieren.
Es ist möglich einen Teilbetrag zu tilgen und den gesamten oder einen
Teilbetrag zu stunden.
Nach dem Beenden des Dialogs wird eine Gebührenquittung exportiert.
Automatisch erfaßt werden Gebühren für verspätet zurückgegebene
Exemplare, für Mahnungen bzw. Mahnbriefe, Anmeldung, Rückmeldung und
Ausweisersatz, Entleihung pro Exemplar, Verlängerung pro Exemplar und
Vormerkung bzw. Reservierung (vgl. Kap. 'Struktur der Datensatztypen').
9. Es kann jederzeit ein 'Kontoauszug' gedruckt bzw. exportiert werden,
indem man den Leser recherchiert und den entsprechenden Menüpunkt
auswählt.
Der Kontoauszug enthält eine Liste der entliehenden Exemplare, der
vorgemerkten Titel, der bereits zurückgelegten, also reservierten Titel
und der ausstehenden, sowie der zum Tagesdatum getilgten Gebühren.
Das Format der Liste hängt von der Parametrierung ab.
10. Mahnungen werden zunächst registriert und anschließend exportiert.
Die Registrierung muß dabei nur einmal erfolgen.
Der Export kann mehrfach erfolgen und kann sich auch auf ein anderes
Registrierungsdatum beziehen als das aktuelle Tagesdatum.
Mahngebühren werden erst beim Export registriert. Gebühren, die sich auf
einen Export zu demselben Registrierungsdatum beziehen, werden
überschrieben.
Die Mahngebühren richten sich nach den Angaben zu Leserklasse und/oder
Medientyp.
Die Mahnfristen für Medien unterscheiden sich nach Medientyp und/oder
Leserklasse des gemahnten Lesers, sowie danach ob es sich um eine 1.
Mahnung oder eine Folgemahnung handelt.
Das Format der Mahnbriefe hängt von der Parametrierung ab.
Insbesondere können auch 'Erinnerungen' berücksichtigt werden, d.h.
Medien und/oder Gebühren, die bereits gemahnt wurden, aber noch nicht
wieder zur erneuten Mahnung anstehen.
Pro Mahnbrief bzw. 'Mahnexport' wird pauschal die Gebühr 'Mahnporto'
berücksichtigt, falls diese vorgesehen ist (vgl. Kap. 'Konfiguration').
Reine Gebührenmahnungen können von einer Gebührenschwelle abhängig
gemacht werden (vgl. Kap. 'Konfiguration').
Es kann eine 'letzte' Mahnstufe angegeben werden, ab der keine weiteren
Mahnungen mehr registriert werden. Nach Ablauf der letzten Mahnung kann
dieser Fall in ein besonderes Verfahren übernommen werden.
11. Die Tagesstatistik wird erstellt, indem man den entsprechenden Menüpunkt
aktiviert.
Alternativ kann eine Prüfung aktiviert werden, die beim Programmstart
das Vorhandensein der die Tagesstatistik enthaltenden Datensätze für die
letzten 5 Öffnungstage feststellt und gegebenenfalls die entsprechenden
Statistiken erstellt.
Win-aLF: Statistikdaten werden nicht in der Datenbank aufgezeichnet,
sondern in Statistikdateien, die beliebig kumuliert werden können.
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2.2 Inventarisierung
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Unter Inventarisierung sei das Erfassen des Bibliotheksbestandes in eigenen von
den Titeldatensätzen getrennten 'Exemplardatensätzen' verstanden.
1. Das Erfassen der Exemplardaten geschieht durch Recherchieren des
zugeordneten Titels oder eines beliebigen bereits erfaßten Exemplars zu
diesem Titel und Auswahl des Menüpunktes.
Enthält der Titeldatensatz ein dem System bekanntes Medientypkürzel,
wird dieses übernommen. Andernfalls muß zunächst der Medientyp
ausgewählt werden.
Anschließend erscheint das Formular zur Eingabe der Exemplardaten.
Um das Exemplar nach der Erfassung ausleihen zu können, muß zumindest
ein Barcode eingetragen werden.
Exemplar und Titel sind einander zugeordnet durch die eindeutige
Titelidentifikation.
Es muß keine Medientypen geben. Für die Ausleihfunktionen muß es aber
mindestens einen Leserklassensatz geben.
Es muß keinen Titel zum Exemplar geben.
2. 'Ändern der Exemplardaten' geschieht durch Recherchieren des Exemplars
und Aufruf des entsprechenden Menüpunktes.
Bei momentan entliehenen Exemplaren dürfen für die Ausleihe relevante
Daten nicht geändert werden.
3. Das 'Freigeben' eines Exemplars, d.h. das Kennzeichen des Exemplar als
'entleihbar', nachdem es vorher nicht verfügbar - aber nicht entliehen -
war, geschieht nach dem Recherchieren des Exemplars.
Dabei wird geprüft, ob eine Vormerkung auf das Exemplar oder den
dazugehörigen Titel vorliegt und das Exemplar gegebenenfalls reserviert.
4. Analog kann ein Exemplar auf 'Verlust' gesetzt werden.
5. Nur der Supervisor kann einen Exemplardatensatz 'löschen' im Sinne des
aus der Katalogisierung bekannten Löschens.
6. Wurde während des Entleihens ein Exemplar provisorisch erfaßt, kann
dieses anschließend dem richtigen, inzwischen erfaßten oder als bereits
erfaßt erkannten Titel zugeordnet werden.
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2.3 Leserverwaltung
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1. Das Anmelden des Lesers geschieht durch Auswahl des entsprechenden
Menüpunktes. Vor der Eingabe der Leserdaten in das erscheinende
Formular, muß der Leser zunächst einer Klasse zugeordnet werden. Dies
kann nur eine dem System bekannte Leserklasse sein.
Bevor an diesen Leser etwas entliehen werden kann, muß zumindest ein
eindeutiger Barcode vergeben werden.
Wird das Geburtsdatum nicht angegeben, kann auch keine Prüfung der FSK
Altersgrenze erfolgen.
Sind Gebühren für die Anmeldung vorgesehen, dann werden diese jetzt
registriert.
Bei Bedarf kann ein provisorischer Leserausweis exportiert werden.
Empfohlen wird die Verwendung von Blankoausweisen, auf denen sich außer
einem maschinenlesbaren Code keine Leserdaten befinden.
2. Das Abmelden eines Lesers geschieht durch Recherchieren des betreffenden
Lesers und Auswahl des entsprechenden Menüpunktes. Abmelden ist nur
möglich, wenn das Leserkonto weder durch Gebühren noch durch entliehene
Medien belastet ist.
Der Leser muß in der Regel nie abgemeldet werden, weil stattdessen die
Gültigkeit des Leserausweis begrenzt wird.
3. Das Wechseln des Leserausweis geschieht ebenso. Ist für den Ersatz des
Leserausweis eine Gebühr vorgesehen, so wird diese jetzt registriert.
Danach existieren zwei Leserdatensätze für diesen Leser zu zwei
verschiedenen Barcodes.
Entsprechend werden solange zwei verschiedene Leserkonten geführt, bis
das alte Leserkonto leer ist.
4. Das Sperren eines Lesers geschieht ebenso. Dabei kann ein Grund
angegeben werden. Ausleihen an einen gesperrten Leser ist nicht möglich.
5. Ein gesperrter Leser kann ebenso wieder freigegeben werden.
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2.4 Recherche
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Neben den im folgenden beschriebenen Recherchemöglichkeiten aus den Menüs der
Ausleihe heraus, gibt es weiterhin die Möglichkeit der Recherche über die
Register wie in der Katalogisierung.
1. Zum Titel eines Exemplars gelangt man, falls dieser als Datensatz erfaßt
worden ist, durch Auswahl des entsprechenden Menüpunktes, wenn sich in
der Anzeige das Exemplar befindet.
2. Das oder die Exemplare zu einem Titel erreicht man durch Auswahl des
entsprechenden Menüpunktes, wenn sich in der Anzeige der Titelsatz
befindet. Gibt es mehr als ein Exemplar, erscheint zunächst eine Auswahl
der vorhandenen Exemplare.
3. Man recherchiert ein Exemplar, dessen Barcode verfügbar ist durch
Auswahl des entsprechenden Menüpunktes und Eingabe oder Einlesen des
Barcodes in die erscheinende Dialogbox.
4. Analoges gilt für die Recherche eines Lesers, dessen Barcode via
Leserausweis verfügbar ist.
5. Die Recherche nach einem Leser, dessen Name bekannt ist, geschieht durch
einen Sprung aus den Menüs der Ausleihe ins Register, wo wie in der
Katalogisierung vorgegangen werden kann.
Nach der Suche kehrt das Programm in die Ausleihfunktion zurück.
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2.5 Sonstiges
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1. Wird das Programm mit der Privilegstufe 'Supervisor' gestartet, kann
durch Auswahl des entsprechenden Menüpunktes das Supervisor Paßwort
geändert werden.
Solange dies nicht geschieht, lautet das Paßwort "alf", wobei die
Kleinschreibung zu beachten ist.
Ein Paßwort kann 3 - 8 Zeichen lang sein.
2. Warnton und Quittungsdruck können an- oder ausgeschaltet werden. Man
erkennt den Status an den dazugehörigen Menüpunkten.
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3. .cfg Datei [Nur im DOS-SYSTEM relevant]
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Um die enthaltenen Funktionen für die Ausleihe nutzen zu können, muß die
Struktur der eigenen Datenbank angepaßt werden. Dazu gehört, daß die .cfg Datei
ergänzt und angepaßt wird.
Das Ausleihprogramm erwartet zu den verwendeten speziellen Datensatztypen wie
Exemplar-, Leser-, Gebühren-, Statistik- und Systemdatensätzen Zugriffsschlüssel
in einem genau vorgeschriebenen Format. Dafür muß die bisher verwendete
Indexparameterdatei geändert und ergänzt werden (vgl. Kap. 'Indexierung der
Datensatztypen').
Soll das Programm die bisherige Ausleihpraxis z.B. hinsichtlich Fristen und
Gebühren widerspiegeln, müssen entsprechende Systemdatensätze angelegt werden
(vgl. Kap. 'Konfiguration').
Unbedingt notwendig ist es, die Liste der erlaubten Kategorienummern um
diejenigen zu ergänzen, aus denen die in der Ausleihe angelegten Datensatztypen
bestehen. In der Regel genügt es, die Liste um die folgende Zeile zu ergänzen
(vgl. Kap. 'Struktur der Datensatztypen').
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#9A"Systemdaten"
#9B"BenutzerDaten"
#9D"ExemplarDaten"
#9G"Gebühren"
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Es ist möglich, wenn auch kaum je sinnvoll, die verwendeten Kategorienummern zu
ändern (vgl. Kap. 'Optionen'). In jedem Fall dürfen die in der Ausleihe
verwendeten Kategorienummern nicht auch in anderen Datensatztypen vorkommen.
Die folgenden in der .cfg Datei einzustellenden Optionen müssen mit sinnvollen
Werten gefüllt sein (vgl. Kap. 'Optionen').
>>> Nicht notwendig beim Windows-System
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aM#770 : Kategorie 'Medientypkürzel'
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Hier wird diejenige Kategorie des Titels angegeben, in der das Medientypkürzel
eingetragen wird. Beim Erfassen eines Exemplars zu diesem Titel wird dann der
Medientyp aus dieser Kategorie übernommen. Fehlt die betreffende Zeile in der
.cfg Datei, muß der Medientyp des Exemplars beim Erfassen explizit angegeben
werden.
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aC#90 : Kategorie 'Signatur'
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Legt diejenige Kategorie des Titels fest, in der die Signatur gefunden werden
kann. Diese wird beim Erfassen eines Exemplars übernommen. Fehlt die betreffende
Zeile, wird keine Signatur in den Exemplarsatz eingetragen.
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aT#00 : Kategorie 'Identifikationsnummer'
-------------------------------------------------
Gibt diejenige Kategorie des Titelsatzes an, die die eindeutige Nummer zur
Identifikation des Titels enthält. Über diese Nummer werden Exemplar und Titel
einander zugeordnet. Fehlt die betreffende Zeile, dann wird angenommen, daß die
ID des Titels sich in der Kategorie #00 - bzw. #000 für dreistellige Schemata -
befindet.
-------------------------------------------------
ci9.alf?6
-------------------------------------------------
Gibt das Format einer automatisch nachträglich erzeugten Titel ID an (vgl.
Handbuch 'Katalogisierung'). In der Regel sollte bereits bei der Erfassung des
Titels eine sinnvoll formatierte eindeutige ID Nummer vergeben werden.
Die folgenden Anpassungen werden empfohlen, sind aber nicht unbedingt notwendig.
-------------------------------------------------
ao38304 Wolfenbüttel
-------------------------------------------------
Gibt Standardpostleitzahl und Standardort an, die bei der Anmeldung eines Lesers
erscheinen sollen. Zwischen PLZ und Ortsnamen muß genau ein Leerzeichen stehen.
Die Liste der erlaubten Kategorien sollte um diese weiteren Zeile ergänzt werden:
-------------------------------------------------
#J0a
#J1a
...
#J9a
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Die hiermit angemeldeten Kategorienummern werden dann als 'lokale' Sprungmarken
in den Parameterdateien verwendet. Insbesondere in der Beispielparametrierung
ist das der Fall.
Die Ausleihverwaltung ist ein Aufsatz auf der Katalogisierung. Mit den folgenden
Einstellungen des Arbeitsspeichers in der .cfg Datei werden ca. 500 kB freier
Arbeitsspeicher benötigt (vgl. Handbuch 'Katalogisierung').
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beim Windows-System nicht notwendig
mr256 : Ergebnismenge
mk256 : Anzahl Kategorien
mb128 : Anzahl Kategorien 'Hintergrund'
mB4096 : Größe 'Hintergrund'
mP4096 : größe 'Phrasenspeicher'
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Bem.:
1. Die Anzahl der Kategorien im Hintergrund bzw. die Größe des
Hintergrundspeichers sind relevant für die Anzahl der z.B. beim Export
von Mahnbriefen benutzten Variablen einerseits und die Größe des in
ihnen gespeicherten Textes z.B. bei 'Textbausteinen' andererseits.
2. Der Puffer für den 'Phrasenspeicher' ist u.a. wichtig für eine eventuell
verwendete Codierungstabelle zu einem Druckertreiber.
Den Status des Arbeitsspeichers kontrolliert man mit <Alt-F7> im
DOS-Anzeigebildschirm.
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Unter Umständen nützlich bei der Benutzung eines Barcodelesers sind die
folgenden Einstellungen.
Nicht beim Windows-System
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aBBAA999 : Barcodeformat 'Leserausweis'
aBE999999 : Barcodeformat 'Exemplar'
aBD0 : Verzögerung (Standard : 2000)
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Hiermit werden nacheinander ein zu überprüfendes Format für den Barcode des
Leserausweises (aBB), den Barcode des Exemplars (aBE) und eine Verzögerung des
gepufferten Schreibens nach dem Lesen festgelegt.
Fehlt die entsprechende Option, findet keine Überprüfung statt.
Bei der Festlegung des Formats bedeutet
'A' { A,...,Z,a,...,z }
'9' { 0,...,9 }
'N' 'A' ODER '9'
'X' ein beliebiges Zeichen, z.B. '$'.
Das Format für den verbreiteten 'Code 39' könnte z.B. durch
-------------------------------------------------
999X9999999A
-------------------------------------------------
geprüft werden, wobei z.B. '123$5060121H' als korrekt angenommen würden. Eine
mögliche Überprüfung im Barcodeleser selbst bleibt davon unberührt.
Die Mindestlänge des Barcodes wird durch die Anzahl der Zeichen festgelegt. Zu
kurze Barcodes werden abgewiesen. Die Verzögerung des Schreibens ist u.U.
hilfreich, um auf langsamen Rechnern zu verhindern, daß das Programm die mit dem
Barcodeleser via serieller Schnittstelle einkommenden Daten nicht schnell genug
liest.
-------------------------------------------------
f100 : Füllzeichen
-------------------------------------------------
Setzt die Anzahl der Füllzeichen hoch und stellt sicher, daß z.B. ein
Exemplarsatz, der durch Leihdaten ergänzt wurde, dafür nicht an das Ende der
Datendatei verschoben werden muß.
Wird diese Einstellung geändert, muß anschließend die Datenbank 'entlüftet'
werden.
Farben werden ebenfalls in der .cfg Datei eingestellt. Dabei werden die aus der
Katalogisierung bekannten Optionen auf die Elemente in der Ausleihe übertragen,
z.B.
----------Nur bei DOS relevant ------------------
we107
ws070
wb007
-------------------------------------------------
Damit werden nach einander die Farben in einem Fenster mit einer Fehlermeldung,
in allen anderen Fenstern (Meldungen, 'normaler' Text in Eingabemasken und
Menüs), sowie der Eingabefeldern und des jeweils aktuell ausgewählten
Menüpunktes festgelegt.
Die folgenden Einstellungen erscheinen in der Regel nicht in der .cfg Datei. Es
wird dringend empfohlen diese nur aus zwingenden Gründen zu ändern.
-------------------------------------------------
aW9 : Register Titelidentifikation
aV11 : Register Systemschlüssel
aU10 : Register Leserschlüssel
-------------------------------------------------
Hiermit können die von der Ausleihe verwendeten Register geändert werden.
Angegeben sind die Standardeinstellungen.
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ab220 : Dateinr. Leserdaten
av229 : Dateinr. Vormerkungen
ae230 : Dateinr. Exemplardaten
as249 : Dateinr. Systemdaten
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Diese Dateinummern werden nur bei jeweils neu erzeugten Datensätzen
berücksichtigt. Das 'Mischen' der Datensatztypen in einer Datei ist ebenso
möglich. Angegeben sind die Standardeinstellungen.
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bA#9B : Kategorieanfang Leserdaten..
bS#9A : ..Systemdaten bzw. Statistik
bE#9D : ..Exemplardaten
bR#9G : ..Gebühren
-------------------------------------------------
Hiermit werden die ersten beiden Zeichen der verwendeten Kategorien geändert. Es
wird dringend empfohlen, diese Einstellung nicht zu ändern. Das erreicht man am
einfachsten, indem man diese Optionen ignoriert. Angegeben sind die
Standardeinstellungen.
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4. Konfiguration [DOS]
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4.1 Übersicht
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Die Konfiguration des Ausleihprogramms geschieht mit dem Hilfsprogramm 'AlfS'.
Windows: Das aLF-Menü enthält diese Funktionen zum Anklicken (h alf).
Für das Bearbeiten der Systemdatensätze dient die Funktion Alt+3.
Das Programm dient dazu, Leserklassen-, Medientypstamm- und Medientypsätze,
sowie Kalendersätze anzulegen.
Damit das Ausleihprogramm 'Alf' überhaupt startet, muß es einen minimalen Set
von Systemdatensätzen geben, und zwar
1. Kalendersätze für das laufende, vergangene und kommende Jahr,
2. mindestens einen Leserklassensatz.
Soll das Ausleihprogramm 'Alf' ihre Ausleihpraxis korrekt widerspiegeln, ist es
allerdings in der Regel notwendig, weitere Systemdatensätze anzulegen und die
darin enthaltenen Einstellungen anzupassen.
Zu jeder Leserklasse, zu der mindestens ein Leser gehört, muß es einen
Leserklassensatz geben.
Zu jedem Medientyp, der vom Programm erkannt werden soll, muß es einen
Medientypstammsatz geben.
Für jeden Medientyp, für den für eine bestimmte Leserklasse andere Fristen,
Gebühren und Begrenzungen gelten sollen, als die im Leserklassensatz vermerkten,
muß es einen dieser Leserklasse zugeordneten Medientypsatz geben.
Insbesondere für diesen Medientyp muß es dann auch einen Medientypstammsatz
geben.
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4.2 Aufruf des DOS-Programms aLFS
-------------------------------------------------
Das Programm kennt dieselben Kommandozeilenoptionen wie die Katalogisierung.
Eine Exportparameterdatei wird nicht benötigt (vgl. Kap. 'Referenzdatenbank').
Bevor das Programm aufgerufen wird, müssen die notwendigen Anpassungen in der
.cfg Datei nachvollzogen worden sein.
Bsp.:
alfs -N -f1 -a3 -n1 -kalf -pd-alf -dc:\allegro\daten -Pc:\allegro
-------------------------------------------------
4.3 Leserklassen anlegen
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Nach dem Programmstart wechselt man in die Titelanzeige und aktiviert mit der
Taste <Tab> das folgende Menü.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #59 |--- Menü Systemverwaltung -------|
| Konfiguration... |
TITELSATZ |*1. Leserklassen |
------------------------------ | 2. Medientypstämme |
Achmatova, Anna: | 3. Medientypen |
Poem ohne Held : [aus d. Russischen] / A? 4. Kalender |
Göttingen: Steidl, 1989. - 366 S. |---------------------------------|
ISBN 3-88243-113-X | Statistik... |
------------------------------ | 5. Monatsstatistik |
EXEMPLARE | 6. Jahresstatistik |
|---------------------------------|
[2] 000036 BM | Protokolle... |
[1] 000071 | 7. Auswählen » |
| 8. Starten |
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>>> poem ohne held aus d russisch |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ---|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach der Auswahl von [1.] erscheint ein weiteres Menü, dessen Inhalt davon
abhängt, welche Leserklassen bereits angelegt wurden.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei - Datei: ALF_1 - Sa?-------- Leserklasse wählen ----------------|
| N. Neue Leserklasse |
TITELSATZ |--------------------------------------------|
-----------------------------| 1. Erwachsener |
Achenbach, Reinhard K.: | 2. Kind |
Gesunde und kranke Haut : Fun? |
Stuttgart ; New York: Thie? |
ISBN 3-13-673301-0 | |
-----------------------------| |
EXEMPLARE | |
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[2] 000016 BM | |
[1] 000022 | |
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>>> gesunde und kranke haut funkt?- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen --------------|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Mit [N.] aktiviert man das Formular zur Erfassung einer neuen Leserklasse.
|------------------ Leserklasse anlegen ---------------------------------------|
| Code >3 |
| Name >Schüler
| --------------------- Gebühren --------------------------------------------- |
| Anmeldung > 0.00 1. Mahnung > 0.00 |
| Rückmeldung > 0.00 Folgemahnung > 0.00 |
| Ausweisersatz > 0.00 Porto > 0.00 |
| Entleihung > 0.00 Verzug > 0.00 |
| Verlängerung > 0.00 Intervall > 5 |
| Vormerkung > 0.00 Kulanz > 0 |
| --------------------- Fristen ---------------------------------------------- |
| Leihen normal > 20 Reservierung > 20 |
| Leihen kurz > 10 1. Mahnung > 10 |
| Verlängerung > 20 Folgemahnung > 10 |
| Vormerkung > 20 |
| --------------------- Grenzen ---------------------------------------------- |
| Entleihungen > 256 Vorm. Medium > 5 |
| Verlängerungen > 2 Gebührenschwelle > 1.00 |
| Vorm. Leser > 10 Max. Mahnstufe > 9 |
| -------------------- Sonstiges --------------------------------------------- |
| Ausweis bis >@4
| Lesermaske >11111111111111111 |
| --------------- F10 Speichern/ESC Abbrechen -------------------------------- |
| Eindeutigen Code eingeben! |
|------------------------------------------------------------------------------|
-------------------------------------------------
4.3.1 Bedeutung der einzelnen Felder
-------------------------------------------------
Die Felder sind von vornherein mit Standardwerten gefüllt.
Sofern die Bedeutung nicht aus der Beschriftung im Formular hervorgeht, wird sie
im folgenden erläutert.
"Code"
Bezeichnet ein einzelnes Zeichen, das die Leserklasse identifiziert. Demnach muß
der Code eindeutig sein. Empfohlen wird, die Zeichen '0', '1', ..., '9' für
eigene Leserklassen zu vergeben. Mit Einschränkungen sind aber auch die Zeichen
'a',...,'z', sowie 'A',...,'Z' erlaubt.
Folgende Codes sind mit einer bestimmten Bedeutung vorbelegt und dürfen nicht
mit anderer Bedeutung verwendet werden :
-------------------------------------------------
'g' Geschäftsgang
'a' Ausstellung
'b' Buchbinder
'f' Fernleihe
'v' Verlust
'l' Entliehen
'V' Vormerkung
'W' Reserviert
-------------------------------------------------
"Name"
Klartext für die Leserklasse, z.B. 'Erwachsener'. Erscheint z.B. im Auswahlmenü.
-------------------------------------------------
"Anmeldung" / "Rückmeldung" / "Ausweisersatz"
Gebühr für die erste Anmeldung eines Lesers, die Verlängerung der Gültigkeit des
Leserausweis bzw. den Ersatz des Leserausweis in 'EUR'.
"Entleihung" / "Verlängerung"
Pro Exemplar in 'EUR'. Diese Angaben werden nur ausgewertet, wenn es für das
betreffende Exemplar keinen passenden Medientypsatz gibt.
"Vormerkung"
Gebühr pro Exemplar ohne Medientypsatz in 'EUR', die fällig wird, wenn das
Exemplar reserviert wird. Wird regelmäßig eine Benachrichtigung verschickt, kann
hier z.B. das Briefporto enthalten sein.
"1. Mahnung" / "Folgemahnung" / "Porto"
Wenn es für ein zu mahnendes Exemplar keinen Medientyp gibt, werden die Angaben
für die 1. bzw. eine Folgemahnung hieraus entnommen.
Eine pauschale Gebühr für einen Mahnbrief an einen Leser dieser Klasse kann
unter 'Porto' eingetragen werden.
"Verzug" / "Intervall" / "Kulanz" / "Gebühr pro Intervall"
(Angabe ²u im Medientypsatz bzw. Benutzerklassensatz:
²uint/kul/gebhr, z.B. ²u5/4/1.50 )
Alle drei Angaben beziehen sich auf eine eventuell fällige Verzugsgebühr, die
jedoch nur aus den hier eingetragenen Angaben errechnet wird, wenn es für das
verspätet zurückgegebene Exemplar keinen Medientypsatz gibt.
Die Gebühr vg errechnet sich bei n Öffnungstagen Verzug mit einer Gebühr g pro
Intervall von i Öffnungstagen bei Berücksichtigung von k Öffnungstagen Kulanz
folgendermaßen.
-------------------------------------------------
n kleiner oder gleich k?
Keine Gebühr.
vg := (((n - k) - 1) / i) + 1) x g
-------------------------------------------------
Dabei wird ganzzahlig dividiert und ein Rest ignoriert.
Bsp.:
Eine Verzugsgebühr von 0,50 EUR, bei einem Intervall von 5 Öffnungstagen und 5
Öffnungstagen Kulanz führt bei 7 Öffnungstagen Verspätung zu der Rechnung :
vg := (((7 - 5) - 1) / 5) + 1) x 0.50 := -,50 EUR
Dieses Beispiel realisiert also eine Gebühr von -,50 EUR für jede vollendete
Woche Verzug, sofern die Bibliothek an 5 Tagen in der Woche geöffnet ist.
Eine Kulanz von 0 Öffnungstagen würde einer Gebühr von -,50 EUR für jede
begonnene Woche Verzug entsprechen.
Weniger oder mehr als 5 Öffnungstage pro Woche werden entsprechend eingetragen.
-------------------------------------------------
"Leihen normal" / "Leihen kurz" / "Verlängerung" ------------------
Leihfrist bzw. Verlängerundsfrist in Öffnungstagen für ein Exemplar 'normaler'
Verfügbarkeit, sowie Leihfrist für ein Exemplar der Verfügbarkeit 'Kurzleihe'.
Diese Angaben werden nur ausgewertet, wenn es keinen Medientypsatz gibt.
Eine 'Kurzleihverlängerunsgfrist' existiert nicht.
"Vormerkung" / "Reservierung" -------------------------------
Frist in Öffnungstagen bis zum Ablauf der Gültigkeit einer Vormerkung bzw. einer
Reservierung für ein Exemplar ohne Medientypsatz.
Nach Ablauf der Gültigkeit einer Vormerkung wird diese bei der Rückgabe
ignoriert, d.h. es wird keine Reservierung vorgenommen.
Nach Ablauf der Gültigkeit der Reservierung eines Exemplars wird diese
Reservierung bei der Entleihung ignoriert, d.h. die Entleihung an einen anderen
Leser als den Reservierenden ist möglich.
"1. Mahnung" / "Folgemahnung" -------------------------------
Frist in Öffnungstagen bis zur Registrierung der 1. bzw. einer Folgemahnung für
ein Exemplar ohne Medientypsatz.
Für die Registrierung der Gebührenmahnung gilt die Angabe 'Folgemahnung' hier im
Leserklassensatz.
"Entleihungen" ----------------------------------------
Gibt die Anzahl der Medien insgeamt an, die an einen Leser dieser Klasse
entliehen werden dürfen bzw. sollen. Ausnahmen sind möglich, müssen aber
jedesmal explizit bestätigt werden.
"Verlängerungen" --------------------------------------
Pro Exemplar, wenn es keinen Medientypsatz gibt. Ausnahmen sind möglich.
"Vorm. Leser" / "Vorm. Medium" ------------------------------
Gibt die Anzahl der Vormerkungen insgesamt für einen Leser dieser Klasse an,
bzw. die Anzahl der Vormerkungen für ein Exemplar ohne Medientypsatz.
Bei den 'Vormerkungen pro Leser' werden nur Angaben von 0,..,20 geprüft. Höhere
Grenzen gelten als 'ohne Beschränkung'.
Bei den 'Vormerkungen pro Medium' werden nur Angaben von 0,..,5 geprüft. Höhere
Eintragungen gelten als 'ohne Beschränkung'.
Bei Vormerkungen auf einen Titel wird diese Angabe zunächst mit der Anzahl der
vorhandenen Exemplare multipliziert. Diese Angabe dient dazu 'aussichtslose'
Vormerkungen zu vermeiden.
"Gebührenschwelle" ------------------------------------
Bevor eine reine Gebührenmahnung exportiert wird, wird geprüft, ob die
Gesamtsumme der für einen Leser dieser Klasse aufgelaufenen Gebühren die
angegebene Schwelle überschreitet.
So soll verhindert werden, daß geringe Gebührensummen durch den
Verwaltungsaufwand eines Mahnbriefes künstlich erhöht werden.
"Maximale Mahnstufe" ------------------------------------
Nach Erreichen dieser Mahnstufe, werden keine weiteren Mahnungen registriert,
sondern das Exemplar wird gekennzeichnet.
Nach Ablauf der letzten Mahnung ohne Reaktion kann das betreffende Exemplar in
einen besonderen Verwaltungsgang übernommen werden.
Der Standardwert '9' ist zugleich der höchstmögliche.
"Ausweis bis" ---------------------------------------
Gibt den Ablauf des Leserausweises an, wenn ein Leser dieser Klasse neu
angemeldet wird.
Das Feld kann in der Form 'JJMMDD', z.B. '961231', für ein festes Datum oder in
der Form @n, n=1,2,4, für das Ende des Viertel-, Halb- oder ganzen Jahres oder
in der Form $d, d=1,...,999 für eine entsprechende Anzahl an Tagen - nicht
Öffnungstagen - gefüllt werden.
Das Format ist streng einzuhalten.
Das systematische Auslaufen des Leserausweises kann benutzt werden, um z.B.
Jahresgebühren zu registrieren oder auch nur für statistische Zwecke, um Zahl
und Namen der aktiven bzw. nicht mehr aktiven Benutzer festzustellen.
Das 'Rückmelden' des Lesers kann außerdem dazu benutzt werden, um die
Leserklasse zu wechseln.
"Lesermaske" ----------------------------------------
Im Formular zur Erfassung der Leserdaten können diverse Eingabefelder
unzugänglich gemacht werden. Dies wird hier durch '1' oder '0' codiert.
Zum Editieren dieses Feldes betätigt man Taste <F1>. Es erscheint ein weiteres
Menü. Mit der Eingabetaste blendet man das enstprechende Feld ein oder aus. Ein
vorangestelltes '»' kennzeichnet ein gültiges Eingabefeld.
-------------------------------------------------
|----------------- Leserklasse anlegen ----------------|---- Maskenfelder -----|
| Code >3 | » Name |
| Name >Schüler
| --------------------- Gebühren ----------------------| » Ort |
| Anmeldung > 0.00 1. Mahnung | » PLZ |
| Rückmeldung > 0.00 Folgemahnung | » Telefon |
| Ausweisersatz > 0.00 Porto | » Geschlecht |
| Entleihung > 0.00 Verzug | » Geburtsdatum |
| Verlängerung > 0.00 Intervall | » (o. Bedeutung) |
| Vormerkung > 0.00 Kulanz | » Fachgebiet |
| --------------------- Fristen -----------------------| » (o. Bedeutung) |
| Leihen normal > 20 Reservierung | » Tätigkeit |
| Leihen kurz > 10 1. Mahnung | » 2. Name |
| Verlängerung > 20 Folgemahnung | » 2. Strasse |
| Vormerkung > 20 | » 2. Ort |
| --------------------- Grenzen -----------------------| » 2. PLZ |
| Entleihungen > 256 Vorm. Medium | » 2. Telefon |
| Verlängerungen > 2 Gebührenschwe? » Ansprechpartner |
| Vorm. Leser > 10 Max. Mahnstuf? |
| -------------------- Sonstiges ----------------------| |
| Ausweis bis >@4
| Lesermaske >11111111111111111 | |
| --------------- F10 Speichern/ESC Abbrechen ---------| |
| Eingabefelder ausblenden; F1 = Auswahlmenü | |
|------------------------------------------------------|-- ENTER An/Aus -------|
-------------------------------------------------
4.4 Medientypstammsätze anlegen
-------------------------------------------------
Wenn ein Medientyp z.B. bei der Inventarisierung bekannt sein soll, muß es einen
passenden Medientypstammsatz geben.
Andernfalls können z.B. keine Grenzen für das Entleihen bestimmter Medien
überprüft werden. Außerdem kann keine nach einem unbekannten Medientyp
aufgeschlüsselte Statistik erstellt werden.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #59 |--- Menü Systemverwaltung -------|
| Konfiguration... |
TITELSATZ | 1. Leserklassen |
------------------------------ |*2. Medientypstämme |
Achmatova, Anna: | 3. Medientypen |
Poem ohne Held : [aus d. Russischen] / A? 4. Kalender |
Göttingen: Steidl, 1989. - 366 S. |---------------------------------|
ISBN 3-88243-113-X | Statistik... |
------------------------------ | 5. Monatsstatistik |
EXEMPLARE | 6. Jahresstatistik |
|---------------------------------|
[2] 000036 BM | Protokolle... |
[1] 000071 | 7. Auswählen » |
| 8. Starten |
| |
| |
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| |
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| |
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| |
>>> poem ohne held aus d russisch |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ---|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach Auswahl des Menüpunktes [2.] im Hauptmenü erscheint ein Menü, dessen Inhalt
von Zahl und Namen der bereits erfaßten Medientypstammsätzen abhängt.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei?--------- Medientyp wählen ----------------------|
|*N. Neuer Medientyp |
TITELSATZ |-------------------------------------------------|
------------------------| 1. CD Unterhaltung CD-U |
Achmatova, Anna: | |
Poem ohne Held : [aus d.? |
Göttingen: Steidl, 19? |
ISBN 3-88243-113-X | |
------------------------| |
EXEMPLARE | |
| |
[2] 000036 BM | |
[1] 000071 | |
| |
| |
| |
| |
| |
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| |
| |
| |
>>> poem ohne held aus d rus?------- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen -------------|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
-------------------------------------------------
Nach Auswahl von [N.] in diesem Menü, erscheint das Formular zur Erfassung eines
neuen Medientypstammsatzes.
-------------------------------------------------
|----------------- Medientyp neu anlegen --------------------------------------|
| Code >2
| Kürzel >CD-E
| ---------------------------------------------------------------------------- |
| Name >CD Klassik
| Exemplarmaske >111111111111000010101 |
| |
| |
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| --------------- F10 Speichern/ESC Abbrechen -------------------------------- |
| Eindeutigen Code vergeben! |
-------------------------------------------------
-------------------------------------------------
4.4.1 Bedeutung der einzelnen Felder
-------------------------------------------------
"Code" / "Kürzel" -------------------------------------
Muß eindeutig sein und identifiziert den Medientyp sowohl hier, als auch in den
Medientypsätzen, die einer Leserklasse zugeordnet sind.
Der 'Code' ist ein einzelnes Zeichen. Erlaubt sind '0',...,'9',
'a',...,'z','A',...,'Z'.
Das "Kürzel" muß ebenfalls eindeutig sein und muß der Angabe entsprechen, die in
der betreffenden Kategorie eines Titels zu diesem Medientyp auftaucht.
"Name" --------------------------------------------
Klartext z.B. für die Anzeigeparametrierung.
"Maske" -------------------------------------------
Analog der Angabe in einem Leserklassensatz können hier Felder in der
Eingabemaske für die Exemplare dieses Medientyps unzugänglich gemacht werden.
Mit <F1> erhält man ein Menü zum Editieren dieses Feldes (vgl. 4.3.1).
-------------------------------------------------
|----------------- Medientyp neu anlegen --------------|---- Maskenfelder -----|
| Code >2 |[ » Titel ID-Nr. ]?
| Kürzel >CD-E
| -----------------------------------------------------|[ » Ex.-Barcode ]?
| Name >CD Klassik
| Exemplarmaske >111111111111000010101 | » Verfügbarkeit |
| | » Ex.-Leihfrist |
| | » Ex.-Nummer |
| | » Signatur |
| | » Medientyp |
| | » Standort |
| | » Sigel |
| | » Zugangsdatum |
| | Band Bez. |
| | Band Nr. |
| | Jahr |
| | Auflage |
| | » Bestand |
| | S.-Standort |
| | » Wartezeit |
| | Kommentar |
| | » FSK |
| --------------- F10 Speichern/ESC Abbrechen ---------| |
| Eingabefelder ausblenden; F1 = Auswahl | |
|------------------------------------------------------|- ENTER An/Aus ------|
-------------------------------------------------
4.5 Anlegen von Medientypsätzen
-------------------------------------------------
---------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #59 |--- Menü Systemverwaltung -------|
| Konfiguration... |
TITELSATZ | 1. Leserklassen |
------------------------------ | 2. Medientypstämme |
Achmatova, Anna: |*3. Medientypen |
Poem ohne Held : [aus d. Russischen] / A? 4. Kalender |
Göttingen: Steidl, 1989. - 366 S. |---------------------------------|
ISBN 3-88243-113-X | Statistik... |
------------------------------ | 5. Monatsstatistik |
EXEMPLARE | 6. Jahresstatistik |
|---------------------------------|
[2] 000036 BM | Protokolle... |
[1] 000071 | 7. Auswählen » |
| 8. Starten |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
>>> poem ohne held aus d russisch |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ---|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
-------------------------------------------------
Nach Auswahl von Punkt [3.] im Hauptmenü erscheint zunächst ein Menü zur Auswahl
einer bereits existierenden Leserklasse, d.h. vor dem Erfassen von
Medientypsätzen muß diejenige Leserklasse existieren, der dieser Medientypsatz
zugeordnet werden soll.
Demnach kann die Leihfrist für 'CD Unterhaltung' für 'Schüler' eine andere sein
als für 'Erwachsene', wenn es jeweils einen Medientypsatz für beide Leserklassen
gibt.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF |-------- Leserklasse wählen ----------------|
|*1. Erwachsener |
TITELSATZ | 2. Kind |
-----------------------------| |
Blondie: | |
The best of Blondie : heart o? |
o. O.: Chrysalis Records, | |
-----------------------------| |
EXEMPLARE | |
| |
[1] 000030 CD-U | |
[2] 000031 CD-U | |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
>>> the best of blondie heart of |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ----------|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach der Auswahl einer existierenden Leserklasse, z.B. [1.] erscheint eine
weitere Auswahl und zwar die der bereits erfaßten Medientypen, d.h. der
existierenden Medientypstammsätze.
Das heißt es können nur Medientypen berücksichtigt werden, zu denen es bereits
Medientypstammsätze gibt.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei?--------- Medientyp wählen ----------------------|
|*1. CD Unterhaltung CD-U |
TITELSATZ | |
------------------------| |
Bach, Johann Sebastian: | |
Johannes-Passion / Johan? |
Hamburg: Deutsche Gra? |
------------------------| |
EXEMPLARE | |
| |
[2] 000037 MC-E | |
[1] 000072 MC-E | |
| |
| |
| |
| |
| |
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| |
>>> johannes-passion |------- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen -------------|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach der Auswahl eines Medientyps erscheint das Formular mit den Angaben zu
Medientyp und zugeordneter Leserklasse.
-------------------------------------------------
|------------------ Medientyp editieren ---------------------------------------|
| Code 1 Kürzel CD-U |
| Code Leserklasse 1 |
| --------------------- Gebühren --------------------------------------------- |
| Entleihung > 0.00 1. Mahnung > 0.00 |
| Verlängerung > 0.00 Folgemahnung > 0.00 |
| Vormerkung > 0.00 Verzug > 0.00 |
| Intervall > 5 |
| Kulanz > 0 |
| --------------------- Fristen ---------------------------------------------- |
| Leihen normal > 20 Reservierung > 20 |
| Leihen kurz > 10 1. Mahnung > 10 |
| Verlängerung > 20 Folgemahnung > 10 |
| Vormerkung > 20 |
| |
| --------------------- Grenzen ---------------------------------------------- |
| Entleihungen > 256 Vorm. Medium > 5 |
| Verlängerungen > 2 |
| |
| |
| |
| |
| --------------- F10 Speichern/ESC Abbrechen -------------------------------- |
| Pro Entleihung eines Mediums |
Die ersten drei Felder sind durch die vorangegangene Auswahl festgelegt und
können nicht mehr geändert werden.
Die übrigen Felder bilden eine Untermenge der Felder aus der Maske für den
Leserklassensatz und werden dort beschrieben.
Ein Leserklassensatz enthält alle diese Angaben für den Fall, daß zu einem
Exemplar kein Medientypsatz existiert.
Die Angaben, die sich auf den Leser und nicht auf das Exemplar beziehen wie z.B.
die Anzahl der Vormerkungen pro Leser insgesamt, fallen hier naturgemäß weg.
-------------------------------------------------
4.5 Anlegen von Kalendersätzen
-------------------------------------------------
Das Ausleihsystem benötigt jeweils einen Kalendersatz für das vergangene, das
laufende und das kommende Jahr.
Im Windows-System werden die Sätze auf andere, selbsterklärende Art präsentiert
und bearbeitet, dafür gibt es Funktionen auf dem Hauptmenü.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #59 |--- Menü Systemverwaltung -------|
| Konfiguration... |
TITELSATZ | 1. Leserklassen |
------------------------------ | 2. Medientypstämme |
Achmatova, Anna: | 3. Medientypen |
Poem ohne Held : [aus d. Russischen] / A?*4. Kalender |
Göttingen: Steidl, 1989. - 366 S. |---------------------------------|
ISBN 3-88243-113-X | Statistik... |
------------------------------ | 5. Monatsstatistik |
EXEMPLARE | 6. Jahresstatistik |
|---------------------------------|
[2] 000036 BM | Protokolle... |
[1] 000071 | 7. Auswählen » |
| 8. Starten |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
>>> poem ohne held aus d russisch |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ---|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach Auswahl des Menüpunktes [4.] wird zunächst das Jahr erfragt, dessen
Kalendersatz angelegt bzw. editiert werden soll.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #74 294 - 101
TITELSATZ
------------------
Achenbach, Reinhard K.: MED 880 Ach
Gesunde und kranke Haut : Funktion u. Pf / Reinhard K. Achenbach. -
Stuttgart ; New York: Thieme, 1986. - XIII, 219 S.
ISBN 3-13-673301-0
------------------
EXEMPLARE
|------------------- Welches Jahr? --------------------------------------------|
| |
| |----------------------------------------------| |
| | Bitte Jahreszahl eingeben >2005 | |
| |----------------------------------------------| |
| |
| ENTER Bestätigen/ ESC Abbrechen |
|------------------------------------------------------------------------------|
>>> gesunde und kranke haut funkt
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach der Eingabe einer Jahreszahl erscheint das Formular zum Anlegen oder Ändern
des Monats Januar des betreffenden Jahres. Ob dieser Kalendersatz bereits
existierte oder jetzt neu angelegt wird, erkennt man an der Formularüberschrift.
|--------------- Kalendersatz Monat neu anlegen -------------------------------|
| |
| Januar 2005 |
| |
| ---------------------------------------------------------------------------- |
| |
| Mo Di Mi Do Fr Sa So |
| |
| 1. 0 |
| |
| 2. 1 3. 1 4. 1 5. 1 6. 0 7. 1 8. 0 |
| |
| 9. 1 10. 1 11. 1 12. 1 13. 1 14. 1 15. 0 |
| |
| 16. 1 17. 1 18. 1 19. 1 20. 1 21. 1 22. 0 |
| |
| 23. 1 24. 1 25. 1 26. 1 27. 1 28. 1 29. 0 |
| |
| 30. 1 31. 1 |
| |
| |
| |
| ------------- F10 Fertig/F9 Weiter/Esc Abbruch ----------------------------- |
| |
|------------------------------------------------------------------------------|
Das Formular ist von vornherein so gefüllt, daß die Wochentage von Montag bis
Samstag Öffnungstage sind, während an den Sonntagen nicht geöffnet ist.
Feiertage werden berücksichtigt, allerdings wird nicht zwischen katholischen und
evangelischen Feiertagen unterschieden.
Für jeden Öffnungstag muß das betreffende Feld mit einer '1' gefüllt werden, für
jeden Tag, an dem die Bibliothek geschlossen bleibt mit einer '0'.
Mit <F9> blättert man zum nächsten Monat.
Bricht man die Bearbeitung mit <Esc> ab, werden sämtliche Änderungen verworfen.
Nachdem man alle Monate des Jahres durchgeblättert hat, oder nachdem man <F10>
eingegeben hat, wird der Kalendersatz in geänderter Form gespeichert.
-------------------------------------------------
5. Struktur der Datensatztypen
-------------------------------------------------
Die Datensätze, die in den Ausleihfunktionen benutzt werden, haben grundsätzlich
das gleiche Format wie die in der Katalogisierung benutzten Datensätze.
Darüber hinaus wird ausgiebig von Teilfeldern Gebrauch gemacht. Ihre Bedeutung
kann man im a99 so erfahren: Wenn ein Systemdatensatz, Exemplarsatz o.a.
angezeigt wird, dann Alt+4. Sogar bearbeiten kann man den Satz in diesem Zustand
und mit Alt+8 wieder speichern. (Voraussetzung: aLF inst initialisiert und
die Datei a.cfl existiert, denn darin stehen die Teilfeldbedeutungen.)
Die verwendeten Kategorienummern müssen eine eindeutige Bedeutung haben, d.h.
sie dürfen nicht außerdem in der Katalogisierung verwendet werden.
Es gibt formale Beschränkungen für Feldbreite und Feldformat, die bei der
Eingabe über Formulare implizit berücksichtigt werden. Bei der Manipulation der
Datensätze über den Editor der Katalogisierung sind diese Beschränkungen
strengstens zu beachten.
Die maximale Breite eines Textefeldes ist in den folgenden Tabellen in der Regel
hinter der Bedeutung vermerkt, z.B Klartext [39].
Bem.:
Insbesondere von Bedeutung ist das auch für den Fall, daß Angaben aus Titelsätze
in Exemplarsätze übernommen werden wollen. Weder die Titelidentifikation, noch
Medientypkürzel oder Signatur dürfen eine bestimmte feste Länge überschreiten.
Das folgt auch aus den Vorschriften für das Format der aus den Datensätzen der
Ausleihe zu bildenden Zugriffsschlüssel.
Schlüssel können maximal 254 Zeichen lang sein. Um diese maximale Länge
ausnutzen zu können, muß der entsprechende Indexparameter gesetzt werden und das
Register anschließend neu aufgebaut.
-------------------------------------------------
Datumsfelder haben das Format 'JJJJMMDD', z.B. '20060923'.
(bis 1998 war die Jahreszahl 2stellig!)
-------------------------------------------------
5.1 Systemdatensätze
-------------------------------------------------
Systemdatensätze enthalten nur eine Kategorie mit relevanten Daten.
Bsp.:
#9A M1²CCD²BMusik CD²D1111111111000000000
-------------------------------------------------
Das 1. Zeichen des Kategorietextes kennzeichnet den Typ (Typcode).
Bsp.:
'M' : Medientypstammsatz
-------------------------------------------------
Der Rest des Hauptteils kennzeichnet den Satz (Satzcode).
Bsp.:
'1' : Medientyp mit Code '1'
-------------------------------------------------
Die eigentlichen Daten folgen in den Teilfeldern, deren Bedeutung durch die
Teilfeldkennung festgelegt wird.
Bsp.:
²CCD : Medientyp mit Kürzel 'CD'
²BMusik CD : Klartext des Medientyps
²A255 : Berechtigungsstufe für Operator 'alf'
-------------------------------------------------
5.1.1 Leserklassensatz
-------------------------------------------------
Ein Leserklassensatz hat den Typ 'C'.
Ein Leserklassensatz ist eindeutig gekennzeichnet durch den Satzcode.
--------------------------|--------------------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|--------------------------------
|
Kopf: |
C1 | Code Identifikation [1]
²CErwachsener | Klartext [39]
²D111111111111111111 | Maske Leserdatenerfassung [19]
|
Grenzen: |
²A20061231 | Gültigkeit Leserausweis Datum
²A@4 |
²A$360 |
|
²G1.00 | Schwelle f. reine Gebührenmahnung
²X100 | Medien insgesamt pro Leser
²Y3 | Verlängerungen pro Exemplar o. MT
²Z10 | Vormerkungen pro Leser
²S3 | Max. Mahnstufe
²U2 | Vormerkungen pro Exemplar
|
Gebühren: |
²b2.50 | Ausweisersatz
²a5.00 | Anmeldung
²c0.00 | Neuanmeldung nach Ablauf ²A
²f0.00 | Leihvorgang Exemplar o. MT
²e0.00 | Verlängerung Exemplar o. MT
²v1.00 | Reservierung o. MT
²n0.00 | 1. Mahnung Exemplar o. MT
²m0.00 | Folgemahnung Exemplar o. MT
²u5/5/1.00 | Intervall/Kulanz/Verzugsgeb pro Interv. o. MT
²p1.00 | Mahnporto
| o.MT heißt: wenn kein Medientypsatz da ist
Fristen: |
²L20 | Leihen normal o. MT
²K10 | Leihen kurz o. MT
²E20 | Leihen Verlängerung o. MT
²V60 | Vormerkung gültig o. MT
²R20 | Reservierung gültig o. MT
²N5 | 1. Mahnung o. MT
²M10 | Folgemahnung o. MT; Gebühren
Bem.:
1. Zur Bedeutung der Teilfelder vgl. auch Kap. 'Konfiguration'.
2. 'o. MT' bedeutet 'ohne Medientypsatz' für das betroffene
Exemplar.
-------------------------------------------------
5.1.2 Medientypsatz
-------------------------------------------------
Ein Medientypsatz hat den Typ 'D'.
Es soll pro Leserklasse+Medientyp genau einen Medientypsatz geben, denn er
regelt die Bedingungen der Leserklasse für den betr. Medientyp, konkret die
Fristen und Gebühren. Wenn es für eine Kombination Leserklasse+Medientyp
keinen Medientypsatz gibt, tritt der Default in Kraft (Frist bzw. Gebühr), der
im Leserklassensatz definiert ist (5.1.1).
Ein Medientypsatz ist eindeutig gekennzeichnet durch den eigenen Satzcode, der
mit dem Satzcode eines Medientypstammsatzes übereinstimmen muß, und den
Satzcode der zugeordneten Leserklasse in ²B.
Code und gleichwertiges Kürzel sind in einem Medientypstammsatz definiert
(s. 5.1.3).
Zur Bedeutung der Teilfelder vgl Kap. 'Konfiguration'.
--------------------------|--------------------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|--------------------------------
|
Kopf: |
D1 | 1 = Medientypcode Identifikation [1]
²CCD | Kürzel Identifikation [15]
²B1 | Code Leserklasse Identifikation [1]
|
Grenzen: |
²X5 | Entleihungen pro Medientyp
²Y1 | Verlängerungen pro Exemplar
²U2 | Vormerkungen pro Exemplar
|
Gebühren: |
²f0.00 | Leihen pro Exemplar
²e0.00 | Verlängerung pro Exemplar
²v1.00 | Reservierung pro Exemplar
²n0.50 | 1. Mahnung pro Exemplar
²m0.50 | Folgemahnung pro Exemplar
²u5/6/1.00 | Intervall/Kulanz/Verz.gebhr pro Expl
|
Fristen: |
²L10 | Leihen normal
²K5 | Leihen kurz
²E5 | Leihen Verlängerung
²V30 | Vormerkung gültig
²R10 | Reservierung gültig
²N5 | 1. Mahnung
²M5 | Folgemahnung
--------------------------|--------------------------------
-------------------------------------------------
5.1.3 Medientypstammsatz
-------------------------------------------------
Ein Medientypstammsatz hat den Typ 'M'.
Diese Sätze beantworten die Frage, welche Medientypen unterschieden werden.
Wichtig ist das nur, wenn man mit unterschiedlichen Fristen und/oder Gebühren
bei unterschiedlichen Medien operieren will. Jeder Medientyp ist durch einen
eindeutigen Code und ein gleichwertiges Kürzel gekennzeichnet. Das Kürzel wird
in Exemplarsätzen verwendet (#9DG$m), beides in den Medientypsätzen (5.1.2).
Ein Medientypstammsatz ist eindeutig gekennzeichnet durch seinen Satzcode, aber
auch durch das Kürzel in ²C. Dieses Kürzel stellt die Verknüpfung zu einem
Titelsatz her, wenn die passende Kategorie des Titelsatzes mit demselben Kürzel
gefüllt ist (vgl. Kap. '.cfg Datei').
--------------------------|--------------------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|--------------------------------
|
Kopf: |
M1 | Code Identifikation [1]
²CCD | Kürzel Identifikation [15]
²BCD Musik | Klartext [29]
²D1111111111111111111 | Maske Inventarisierung [29]
--------------------------|--------------------------------
-------------------------------------------------
5.1.4 Kalendersatz
-------------------------------------------------
Ein Kalendersatz hat den Typ 'R'.
Ein Kalendersatz ist eindeutig gekennzeichnet durch den Satzcode.
--------------------------|--------------------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
----------------|--------------------------------
|
Kopf: |
R2007 | Code Jahr [4]
²11111001111100... | 1 = Öffnungstage, 0 = geschlossen
--------------------------|--------------------------------
Das Feld der Nullen und Einsen hat keine Kennung.
Andere Zeichen als '1' für 'geöffnet' und '0' für 'geschlossen'
werden ignoriert und dienen nur der Lesbarkeit. Der Satz hat also 365
bzw. in Schaltjahren 366 Ziffern.
-------------------------------------------------
5.1.5 Textbausteine
-------------------------------------------------
Ein Textbaustein hat den Typ 'X'.
Ein Textbaustein ist eindeutig gekennzeichnet durch seinen Satzcode.
Textbausteine werden in der Parametrierung benutzt (vgl. Kap.
'Referenzdatenbank'), um z.B. den Text eines Mahnbriefs von der Klasse des
Lesers abhängig zu machen, z.B. 'Kind' im Gegensatz zu 'Erwachsener'.
--------------------------|--------------------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|--------------------------------
|
Kopf: |
XMLK1 | Code Baustein
²ASehr geehrter Herr | Baustein 'Anrede männlich'
²... | ...weitere Teilfelder
--------------------------|--------------------------------
Der Satzcode, Struktur und Bedeutung der Teilfelder können beliebig vom
Systemverwalter festgelegt werden. Bindend ist lediglich der Typcode 'X', um
andere Zeichen für künftige Erweiterungen freizuhalten.
-------------------------------------------------
5.2 Leserdatensatz
-------------------------------------------------
Ein Leserdatensatz besitzt nur eine relevante Kategorie #9B (Standard).
Bsp.:
#96e20050909/10:58:07²ALF
#9B 0ae001²k1²nErwachsen, Anton²sWilhelmstr.
5²oBraunschweig²p38106²um²d19640910²A20060606²a20051231
-------------------------------------------------
--------------------------|--------------------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|--------------------------------
|
0 | Status
ae001 | Barcode [32]
²A20050606 | Aufnahmedatum
²k1 | Code Leserklasse [1]
²nErwachsen, Anton | Name, Vorname [63]
²um | Geschlecht [1]
²d19640910 | Geburtsdatum
²sWilhelmstr. 5 | Straße Hausnummer [63]
²oBraunschweig | Ort [63]
²p38106 | Postleitzahl [7]
²t | Telefon [22]
²N | Name der Eltern [63]
²S | Straße und Hausnummer Eltern [63]
²O | Ort Eltern [63]
²P | Postleitzahl Eltern [7]
²T | Telefon Eltern [22]
²Z | Zuständige Person [127]
²j | Tätigkeit [63]
²f | Fachgebiet [63]
²E | Anzahl der Entleihungen insgesamt [4]
²R | Bemerkung, z.B. Sperrgrund [126]
²D | Sperrdatum
²G | aufgelaufene Gebühren [7]
²a20051231 | Ausweis Gültigkeit Ende
--------------------------|--------------------------------
-------------------------------------------------
5.3 Exemplardatensatz
-------------------------------------------------
Ein Exemplardatensatz besitzt bis zu 4 Kategorien mit relevanten Daten.
#9DF (Standard) speichert Titeldaten.
#9DG (Standard) speichert den Status des Exemplars (z.B. entliehen, reserviert),
dauerhafte unveränderliche (z.B. Barcode), und dauerhafte veränderliche Angaben
(z.B. Ausleihfrequenz). Teilfeld ²a muss gefült sein.
#9DH speichert temporäre Daten für Ausleihe oder Reservierung (z.B. Barcode des
Entleihers).
#9DI speichert den Inhalt von #9DH, bevor #9DH wieder gelöscht wird.
Bsp.:
#9DF028778
#9DGl²e1²zK850403²vk²a028778²mCASS²F3
#9DH²ubs002²D20050701²R20050715²C2²Z0²n2²M20051103²m20051020
#9DI²ucg003²D20050715²R20050729²C3²Z0²n0²M20050805
--------------------------|--------------------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|--------------------------------
|
#9DF: |
028778+001 | Titelidentifikation [128]
|
|
#9DG: |
l | Status
²T | Titel Memo [254]
²a028778 | Barcode [34]
²mCASS | Medientyp Kürzel [15]
²s | Signatur [127]
²zK950403 | Zugangsnummer [127]
²L | Bibliothekssigel [9]
²f | Exemplarleihfrist [3]
²vk | Verfügbarkeit [1]
²d | Zugangsdatum
²H | Bestandsangaben [254]
²n | Kommentar [254]
²e1 | Exemplarnummer [4]
²l | Standort [63]
²X | Sonderstandort [63]
²w | Wartezeit [5]
²F3 | Ausleihfrequenz
²V | Vormerkfrequenz
²Y | Erscheinungsjahr [6]
²E | Auflage bei Lehrbüchern [48]
|
Nur für UNVERKNÜPFT erfasste Bandtitel:
²b | Sortierfähige Bandnummer [24]
²B | Bandbezeichnung [126]
|
#9DH: |
²ubs002 | Barcode des Entleihers
²Z0 | Anzahl der Verlängerungen
²C2 | Code Leserklasse des Entleihers
|
²D20050701 | Datum der Ausleihe
²r | Wirkliches Datum der Rückgabe
²R20050715 | Berechnetes Datum der Rückgabe
|
²n2 | Mahnstufe
²M20051103 | Berechnetes Mahndatum
²m20051020 | Wirkliches Mahndatum
|
²W | Wartezeit Ende
²w | Wartezeit Anfang
-------------------------------------------------
5.4 Vormerkung
-------------------------------------------------
Ein Vormerksatz hat die Struktur eines Exemplarsatzes. Die Nummern der
Kategorien sind dieselben. Die Bedeutung der Teilfelder ist eine andere.
Bsp.:
#9DF035438
#9DGV²OALF
#9DH²uae001²D20051011/10:42:47²V20060106
--------------------------|----------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|----------------------
|
#9DF: |
035438 | Titelidentifikation
|
#9DG: |
V | Vormerkung, nicht Exemplar
²OALF | Operator
²e1 | Exemplarnummer
²B | Stückbezeichnung
²a | Exemplar Barcode
²m | Medientyp
|
#9DH: |
²uae001 | Vormerkender Leser Barcode
²D20051011/10:42:47 | Datum plus Uhrzeit der Vormerkung
²V20060106 | Vormerkung gültig bis
--------------------------|----------------------
-------------------------------------------------
5.5 Gebührensatz
-------------------------------------------------
Gebührensätze haben nur 2 relevante Kategorien. Der Inhalt der Kategorie #9GG
(Standard) hängt von der Gebührenart ab (z.B. Verzug).
Bsp.:
#9GF0²G0²Bae001²D20050822²OALF²n4²M20051103²K1²m20051020
#9GG²E013539²T013539²mBM²D20050701²r20050729²n0²d16²S300
-------------------------------------------------
Bsp.:
#9GF0²G7²Bae001²D20051006²OALF²n1²M20051103²K1²m20051020
#9GG²K3²M3:1²S950
--------------------------|-----------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|-----------------------
|
#9GF: |
0 | Status (null=offen, T=getilgt, S=storniert)
²G0 | Gebührenart
| ( 0=Verzug, 7=Mahnung, 6=Vormerk.
| U7=gestundete Mahnung etc.)
²Bae001 | Leserbarcode
²K1 | Code Leserklasse
²D20050822 | Datum Registrierung
²d | Datum Tilgung bzw. Stornierung
²n4 | Mahnstufe
²M20051103 | Berechnetes Mahndatum [wozu?]
²m20051020 | Wirkliches Mahndatum
²OALF | Bearbeiter
|
#9GG: |
|
Verzugsgebühren: |
²S300 | Summe [cent]
²E013539 | Exemplarbarcode
²T013539 | Titelidentifikation
²mBM | Kürzel Medientyp
²D20050701 | Ausleihdatum
²r20050729 | Rückgabefälligkeit
²R20050829 | Rückgabedatum
²n0 | Mahnstufe Exemplar
²d16 | Zahl der Verzugstage
|
Extragebühren: |
²GKopie | Grund Klartext [63]
²S300 | Summe [cent]
Gebührensumme für Mahnexport:
²a | Aktuell zu mahnende Summe
²e | Bereits gemahnte Summe
²S | Summe ausstehender Gebühren
|
Mahngebühren: |
²K3 | Anz. 1. Mahnung OHNE Medientyp
²k | Anz. Folgemahnung OHNE Medientyp
²M3:1 | Anz. 1. Mahnung : Medientypcode
²m | Anz. Folgemahnung : Medientypcode
²S100 | Summe
|
Anmeldung: |
Rückmeldung: |
Ausweisersatz: |
²S100 | Summe
|
|
Entleihung: |
Verlängerung: |
²E013539 | Barcode Exemplar
²mCD-U | Medientyp
²T013539 | Titelidentifikation
²S100 | Summe
|
Reservierung: |
²E013539 | Barcode Exemplar
²T013539 | Titel ID
²mBM | Medientyp
²S100 | Summe
-------------------------------------------------
5.6 Statistiksätze
-------------------------------------------------
Das Windows-System hat ein anderes Konzept. Dazu gibt es einen Text, den man
in a99 mit h statist abrufen kann. Statistikdaten werden dabei nicht in der
Datenbank gespeichert, sondern in eigenen Dateien.
DOS-System:
Es gibt insgesamt 6 verschiedene Typen von Statistiksätzen und zwar jeweils für
den Leihverkehr oder die Gebührenkasse für einen Öffnungstag, einen Monat oder
ein Jahr.
Für jeden bekannten Medientyp wird ein Statistiksatz für den Leihverkehr bezogen
auf Tag, Monat oder Jahr angelegt.
Ein Statistiksatz besitzt drei relevante Kategorien.
#9AF (Standard) identifiziert den Typ.
#9AH (Standard) enthält entweder Angaben über die Zahl der Entleihungen nach
Leserklassen und Systematik- bzw. Signaturgruppen (Leihverkehr) oder
Angaben über Gebührensummen für einen bestimmten Gebührentyp (Kasse).
#9AI (Standard) enthält entweder Angaben über die Anzahl der Verlängerungen
analog #9AF (Leihverkehr) oder Angaben über die Gebührensumme und
Stundungen sowie Stornierungen.
Bsp.: (Tagesstatistik Leihverkehr Medientyp CD-U)
#9AFSTATD²D20050502²mCD-U
#9AH²L1:1000;2:1000;3:1000;4:1000;5:1000;.²S0:1000;M:1000;C:1000;A:1000;.
#9AI²L1:1000;2:1000;3:1000;4:1000;5:1000;.²S0:1000;M:1000;C:1000;A:1000;.
-------------------------------------------------
Bsp.: (Tagesstatistik Kasse)
#9AFSTATDK²D20050502
#9AH²0000²1100²2200²3300²4400²5500²6600²7700²8800²9900
#9AI²o100²u100²S4400
-------------------------------------------------
Bsp.: (Monatsstatistik Leihverkehr Medientyp CD-U)
#9AFSTATM²D200502²mCD-U
#9AH²L1:25000;2:25000;3:25000;4:25000;5:25000;.²S0:25000;A:25000;C:25000;M:250
00;.
#9AI²L1:25000;2:25000;3:25000;4:25000;5:25000;.²S0:25000;A:25000;C:25000;M:250
00;.
-------------------------------------------------
Bsp.: (Monatsstatistik Kasse)
#9AFSTATMK²D200502
#9AH²0000²12500²25000²37500²410000²512500²615000²717500²820000²920000
#9AI²o2500²S110000
-------------------------------------------------
--------------------------|----------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|----------------------
|
#9AF: |
Kopf: |
STAT | Festes Präfix
D | Tagesstatistik Leihverkehr
DK | Tagesstatistik Kasse
M | Monatsstatistik Leihverkehr
MK | Monatsstatistik Kasse
Y | Jahresstatistik Leihverkehr
YK | Jahresstatistik Kasse
|
²D | Tag, Monat oder Jahr
²m | Kürzel Medientyp (Leihverkehr)
|
#9AH: |
²L1:100;2:100;. | Entleihungen pro Leserklasse (Leihverkehr)
²S0:100;M:100;. | Entleihungen pro Systematikgruppe (Leihverkehr)
²0500 | Gebühren pro Gebührentyp '0' in [Pfg] (Kasse)
²1100 | Gebühren pro Gebührentyp '1' in [Pfg] (Kasse)
... |
|
#9AI: |
²L1:100;2:100;. | Verlängerungen pro Leserklasse (Leihverkehr)
²S0:100;M:100;. | Verlängerungen pro Systematikgruppe (Leihverkehr)
²u500 | Gebührensumme 'Stundungen' in [Pfg] (Tageskasse)
²o500 | Gebührensumme 'Stornierungen' in [Pfg] (Kasse)
²S10000 | Gebührensumm 'Saldo' in [Pfg] (Kasse)
-------------------------------------------------
5.7 Paßwortsatz
-------------------------------------------------
Ein Passwortsatz existiert nur, wenn der Systemverwalter (Supervisor) das
Standardpaßwort geändert hat.
--------------------------|--------------------------------
Teilfeld/Beispiel | Bedeutung
--------------------------|--------------------------------
|
Kopf: |
PALF | Operator [15]
²P11111111 | Paßwort verschlüsselt [8]
²A255 | Ohne Bedeutung
²ma | Paßwort f. Ausleihe, nicht Erwerbung
--------------------------|--------------------------------
-------------------------------------------------
6. Indexierung der Datensatztypen
-------------------------------------------------
Die Ausleihverwaltung benötigt eine bestimmte Anzahl von Schlüsseln eines
bestimmten Formats, abhängig vom Typ des zugrundegelegten Datensatzes.
Die Schlüssel werden in die Register 10 und 11 (Standard) eingeordnet.
Es ist nicht verboten, für einen Datensatztyp der Ausleihe (z.B. Exemplarsatz)
zusätzliche Schlüssel erzeugen zu lassen. Die Verwaltung zusätzlicher Schlüssel
benötigt allerdings sowohl Speicherplatz als auch Rechenzeit.
Es wird dringend empfohlen, keine eigenen zusätzlichen Schlüssel aus
Datensatztypen der Ausleihe oder anderer Typen für das Register 10 oder 11 zu
erzeugen.
Die Schlüssel werden zunächst symbolisch beschrieben. Aus den Beispielen wird
hinreichend klar, was gemeint ist.
Das folgende Beispiel zeigt einen einen Systemdatensatz 'Medientypstamm'.
Bsp.:
Datensatz:
#9A M1²CCD²BMusik CD²D111111111100000000
Schlüssel:
|;SYS{#9A Hauptteil} := |;SYSM1
|;SYSE{#9A ²C} := |;SYSECD
-------------------------------------------------
Wie diese Verschlüsselung in der Parametrierung konkret umgesetzt werden könnte,
wird anhand der zugeordneten Abschnitte aus der Referenzdatenbank dokumentiert.
Die wirkliche Umsetzung in der Indexparameterdatei zur Referenzdatenbank ist im
Zweifel die gültige Beispielparametrierung.
Für das Beispiel oben könnte der entsprechende Teil der Indexparameterdatei
folgendermaßen aussehen.
Bsp.:
ak=9A.+A
* Statistiksätze und Systemdatensätze
ak=9A+B
* Medientypstammsatz
#-A
#9AF +#J29 e0 * Statistiksatz?
#u1 +# e"²" y0 i4,P p"|;SYS" * Nein. Passwort?
#u1 +# e"²" y0 i4,C p"|;SYS" * Leserklasse? SYSC
#u1 +# e"²" y0 i4,R p"|;SYS" * Kalender? SYSR
#u1 +# e"²" y0 i4,M p"|;SYS" * Medientypstamm? SYSM
#9A e"²" y0 i4,D p"|;SYS" * Medientypsatz SYSD
#9A +# y0 i4,D ²B p"," * ,Benutzerklasse anhaengen
#u1 +# e"²" y0 i4,X p"|;SYS" * Textbaustein? SYSX
#+#
#J29 * Tages-, Monats-, Jahresstatistik
#9AF y0 e"²" p"|;" * Hauptteil : '|;STATD[K]...
#9AF y0 ²D * ...Datum...
#9AF y0 ²m p"/" * .../Medientyp
#+# * ...fehlt bei Tageskasse
#-B
#9A +# I4,M e0
#9A ²C y0 p"|;SYSE" * Medientypkürzel
#+#
-------------------------------------------------
6.1 Ergänzung der Indexparameterdatei
-------------------------------------------------
Damit die für die Ausleihverwaltung notwendigen Schlüssel erzeugt werden, muß
die bisher verwendete Indexparameterdatei ergänzt werden.
Danach muß die eigene Datenbank vollständig neu aufgebaut werden.
Die Ergänzungen sind weitgehend unabhängig vom verwendeten Kategorienschema.
Es kann vorkommen, daß lokale Eigenheiten berücksichtigt werden müssen.
Bei 3-stelligen Schemata geht der Test des 1. Zeichens des Kategorietextes auf
die 5. Stelle des Arbeitstextes.
Im Prinzip benötigt man für jeden Schlüssel eine Kopfzeile und eine Sprungmarke.
Man achte darauf, daß man keine Sprungmarke doppelt vergibt.
In der Beispielparametrierung werden Sprungmarken ab ASCII(216) verwendet.
Ordnet man zuerst die selbst verwendeten Sprungmarken durch Umbenennen so, daß
alle Codes unter ASCII(216) liegen, sollte man die Beispielparametrierung für
das 2-stellige Standardschema weitgehend übernehmen können.
Unter Umständen kann aber mit einem Kopfbefehl und einem Label zu einem
Abschnitt gesprungen werden, der als Verteiler dient. Von dort springt man mit
'lokalen' Sprungmarken vorwärts an den passenden Abschnitt zur
Weiterverarbeitung (vgl. Kap. '.cfg Datei').
ACHTUNG: Bei der Erzeugung von Schlüsseln für die Register ist es besonders
wichtig genau zu wissen, was bei der Umcodierung über die p- bzw.
q-Ersatztabelle passiert.
In der Regel kann man diese Schwierigkeit umgehen, indem man die Umcodierung via
y0 komplett verhindert.
Es gibt aber Ausnahmen, in denen eine Umcodierung gewünscht wird (z.B. Name des
Lesers in Kleinbuchstaben).
Bem.:
Mit der Einstellung i3=... werden automatisch die angegebenen Zeichen am Ende
eines Schlüssels entfernt. Betrifft das z.B. das Prüfzeichen am Ende eines
Leser- oder Exemplarbarcodes, werden die Schlüssel u.U. nicht korrekt
vollständig gebildet.
-------------------------------------------------
6.2 Kurzeinträge
-------------------------------------------------
Kurzeinträge werden mit ak-Befehl ak=zz+0 am Abschnitt #-0 erzeugt.
Das Format der Schlüssel ist nicht festgelegt.
Einige Schlüssel werden allerdings z.B. in Auswahlanzeigen für Exemplare zu
einem Titel benutzt und sollten deswegen sinnvoll gestaltet sein.
Das Format dieses Kurzeintrags muß also seinen Zweck erfüllen (z.B. Erkennen
eines Exemplars an der Signatur).
Grundsätzlich wird dringend Folgendes empfohlen:
1. Für jeden Satztyp wird ein Kurzeintrag erzeugt.
2. Die wichtigen Angaben stehen im Kurzeintrag vorn.
Bem.: Da für JEDEN Datensatz ein 'Kurzeintrag' in die .TBL Datei eingetragen
wird - unabhängig davon, ob etwas Sinnvolles erzeugt wurde - wird dringend
empfohlen, einen solchen Eintrag für jeden Satztyp explizit zu parametrieren.
-------------------------------------------------
6.3 Übersicht der notwendigen Schlüssel
-------------------------------------------------
6.3.1 Systemdatensätze
-------------------------------------------------
|;SYS{#9A Hauptteil}
NUR für MedientypSTAMMsätze zusätzlich :
|;SYSE{#9A ²C}
NUR für Medientypsätze stattdessen davon abweichend :
|;SYS{#9A Hauptteil}/{²B}
Bsp.:
Datensatz:
#96e20051010/12:36:39²--H
#9A C1²CErwachsener²D11111110000000000²L20²K10²E20²V60²M10
²v1.00²u5/1.00²e1.00²m0.00²n0.00²l0.50²X1000²R15²N10²Y2²Z5
²U10²A20061231²b2.50²a5.00²c5.00²p1.00
Schlüssel:
|;SYSC1
Kurzeintrag Beispiel:
|0 SYSTEMDATENSATZ
http://www.allegro-c.de/alf/alfdoc.htm
Parametrierung Beispiel:
-------------------------------------------------
ak=9A.+A
* Statistiksätze und Systemdatensätze
ak=9A+B
* Medientypstammsatz
#-A
#9AF +#J29 e0 * Statistiksatz?
#u1 +# e"²" y0 i4,P p"|;SYS" * Nein. Passwort?
#u1 +# e"²" y0 i4,C p"|;SYS" * Leserklasse?
#u1 +# e"²" y0 i4,R p"|;SYS" * Kalender?
#u1 +# e"²" y0 i4,M p"|;SYS" * Medientypstamm?
#u1 e"²" y0 i4,D p"|;SYS" * Medientypsatz?
#9A ²B y0 "/"
#u1 +# e"²" y0 i4,X p"|;SYS" * Textbaustein?
#+#
#J29 * Tages-, Monats-, Jahresstatistik
#9AF y0 e"²" p"|;" * Hauptteil : '|;STATD[K]...
#9AF y0 ²D * ...Datum...
#9AF y0 ²m p"/" * .../Medientyp
#+# * ...fehlt bei Tageskasse
#-B
#9A +# I4,M e0
#9A ²C y0 p"|;SYSE" * Medientypkürzel
#+#
-------------------------------------------------
6.3.2 Leserdatensätze
-------------------------------------------------
|:A{#9B ²A}
|:B{#9B Hauptteil ab 2.Zeichen}
|:Z{#9B ²a}
|:{#9B ²n (klein)}={#9B Hauptteil ab 2.Zeichen}
Bsp.:
Datensatz:
#96e20050909/10:58:07²ALF
#9B 0ae001²k1²nErwachsen, Anton²sWilhelmstr.
5²oBraunschweig²p38106²um²d19640910²A20060606²a20061231
Schlüssel:
|:A20060606
|:Bae001
|:Z20061231
|:erwachsen, anton=ae001
Kurzeintrag Beispiel:
|0Erwachsen, Anton/38106 Braunschweig/Wilhelmstr. 5/FREI
Parametrierung Beispiel:
-------------------------------------------------
ak=9B+A 9B+B 9B+C 9B+D
...
#-A
#u1 ²A y0 p"|:A" * AAufnahmedatum
#+#
#-B
!u1 y0 e"²" b1 p"|:B" * BLeserBarcode
#+#
#-C
#u1 ²a y0 p"|:Z" * ZAusweisende - Aktiver Leser?
#+#
#-D
!u1 ²n y2 "|:" * Umcodierung per q-Tabelle
#u1 y0 b1 e"²" "=" * nachname, vorname=LeserBarcode
#+#
-------------------------------------------------
6.3.3 Exemplardatensätze
-------------------------------------------------
Es wird unterschieden zwischen VERFÜGBAREN, ENTLIEHENEN und RESERVIERTEN
Exemplaren. Außerdem muß berücksichtigt werden, ob bereits gemahnt wurde und ob
die letzte und höchste Mahnstufe erreicht wurde.
Unabhängig vom Status des Exemplars müssen folgende Schlüssel erzeugt werden.
|:{#9DF}:{#9DG ²a} {#9DG Hauptteil}
|:E{#9DG ²a}
Für entliehene Exemplare müssen ZUSÄTZLICH folgende Schlüssel erzeugt werden.
|:R{#9DH ²R}
|;B{#9DH ²u} {²R},{#9DF}:{#9DG ²a}
|;LK{#9DH ²u}/{#9DG ²m}
|;MD{#9DH ²M}
|;STATL{#9DH ²D}/{#9DG ²m}:{#9DH ²Z};{'Sign.grp'}.{#9DH ²C}
Nach der 1. Mahnung müssen ZUSÄTZLICH folgende Schlüssel erzeugt werden.
|;MB{#9DH ²u}/E{#9DH ²m}:{#9DH ²n}
|;MM{#9DH ²m}/{#9DH ²u}
Bem.: Nach der ersten Mahnung existiert das Teilfeld ²m - Mahndatum - in #9DH.
Nach der letzten Mahnung muß ZUSÄTZLICH der folgende Schlüssel erzeugt werden.
|;ML{#9DH ²U}
Bem.: Nach der letzten Mahnung hat das Teilfeld ²n - Mahnstufe - in #9DH den
Wert '9' und es existiert das Teilfeld ²U - Ablauf der letzten Mahnung - in
#9DH.
Für reservierte Exemplare müssen im Unterschied zu entliehenen Exemplaren
ZUSÄTZLICH zu den für alle Exemplarsätze notwendigen Schlüsseln die folgenden
erzeugt werden.
|:W{#9DH ²W}
|;B{#9DH ²u} W{²W},{#9DF}:{#9DG ²a}
|;LKR{#9DH ²u}/{²w}
Bsp.:
Datensatz ohne Leih- oder Reservierungsdaten:
#96i20051018/14:25:46²--H
#9DF029360
#9DG0²sCD BAEZ²mCD-U²e1²a000001²F6
Schlüssel:
|:029360:000001
|:E000001
Kurzeintrag:
|01. Ex./CD BAEZ/BC: 000001/CD-U
Bsp.:
Datensatz mit Leihdaten VOR der 1. Mahnung:
#96i20051018/14:25:46²--H
#9DF029360
#9DGl²sCD BAEZ²mCD-U²e1²a000001²F7
#9DH²uae001²D20060228²R20060311²C1²Z0²n0²M20060317
#9DI²ucg003²D20060207²R20060218²C3²Z0²n0²M20060224
Schlüssel:
|:029360:000001 l
|:E000001
|:R20060311
|;Bae001 20060311,029360:000001
|;LKEae001/CD-U
|;MD20060317
|;STATL20060228/CD-U:0;C.1
Kurzeintrag:
|01. Ex./CD BAEZ/BC: 000001/CD-U/AUSL: 11.3.2006
Bsp.:
Datensatz mit Leihdaten NACH der 1. Mahnung:
#96i20051018/14:25:46²--H
#9DF029360
#9DGl²sCD BAEZ²mCD-U²e1²a000001²F7
#9DH²uae001²D20060228²R20060311²C1²Z0²M20060407²m20060401²n1
#9DI²ucg003²D20060207²R20060218²C3²Z0²n0²M20060224
Schlüssel:
|:029360:000001 l
|:E000001
|:R20060311
|;Bae001 20060311,029360:000001
|;LKEae001/CD-U
|;MBae001/E20060401:1
|;MD20060407
|;MM20060401/ae001
|;STATL20060228/CD-U:0;C.1
Kurzeintrag:
|01. Ex./CD BAEZ/BC: 000001/CD-U/AUSL: 11.3.2006
Bsp.:
Datensatz mit Leihdaten nach der LETZTEN Mahnung:
#96i20051018/14:25:46²--H
#9DF029360
#9DGl²sCD BAEZ²mCD-U²e1²a000001²F7
#9DH²uae001²D20060228²R20060311²C1²Z0²M999999²m20060410²n9²U20060418
#9DI²ucg003²D20060207²R20060218²C3²Z0²n0²M20060224
Schlüssel:
|:029360:000001 l
|:E000001
|:R20060311
|;Bae001 20060311,029360:000001
|;LKEae001/CD-U
|;MBae001/E20060410:9
|;MD999999
|;ML20060418
|;MM20060410/ae001
|;STATL20060228/CD-U:0;C.1
Kurzeintrag:
|01. Ex./CD BAEZ/BC: 000001/CD-U/AUSL: 11.3.2006
Bsp.:
Datensatz mit Reservierungsdaten:
#96i20051018/14:33:23²--H
#9DF031684
#9DGW²sJ-R ABDE²mBM²e1²a000081²F1
#9DH²udk004²W20060323²w20060228
#9DI²uae001²D20060228²R20060323²C1²Z0²n0²M20060404
Schlüssel:
|:031684:000081 W
|:E000081
|:W20060323
|;Bdk004 W20060323,031684:000081
|;LKRdk004/20060228
Kurzeintrag:
|01. Ex./J-R ABDE/BC: 000081/BM/WARTE: 23.3.2006
Parametrierung Beispiel:
Bem.:
1. Hier werden zunächst sämtliche mit #9D beginnenden Kategorien
verarbeitet. Es muß deswegen unterschieden werden nach der VOLLSTÄNDIGEN
Kategorienummer.
2. VORMERKUNGEN und normale Exemplarsätze werden in denselben Abschnitten
bearbeitet und müssen daher unterschieden werden.
3. Es müssen RESERVIERUNGS- von AUSLEIHDATEN unterschieden werden.
4. Unterprogramme sind hier nicht aufgeführt. Man beachte die
Indexparameterdatei.
5. Die Behandlung der BANDNUMMER ist nur relevant für Titeldatenbanken mit
UNVERKNÜPFTEN hierarchischen Bandaufnahmen. Werden Bandaufnahmen per
Titelidentifikation VERKNÜPFT, dann darf dieses Teilfeld des
Exemplarsatzes nicht gefüllt sein.
6. Für den Code der 'Signaturgruppe' muß aus den Exemplardaten,
vorzugsweise aus der Signatur, ein eindeutiger Code erzeugt werden, der
die Signaturgruppe identifiziert.
Erlaubt sind die Zeichen '0' - '9', 'a' - 'z', 'A' - 'Z'.
-------------------------------------------------
ak=9D.+A 9DH+B 9DH+C 9DH+D 9DH+E 9DH+F 9DH+G
...
#-A
#ch +#J10 i3,G e0 * #9DG?
#ch +#J11 i3,H e0 * #9DH?
* #9DF...
#9DF e"²" y0 p"|:" * z.B. '|:031684'...
#9DG >V e0 * Unterprogramm Bandnummer
#9DG +#J12 y0 ²a ":" * Barcode! z.B. ':000001'
#J12
#9DG I4,0 y0 e1 p" " * Status anhängen, wenn nicht '0'
#9DG +# I4,V e0 * VORMERKUNG?
#9DH ²D * JA. Datum/Uhrzeit
#9DH ²V p";A" * ;AAblaufdatum
#+#
#J10 * #9DG
#9DG +- i4,V e0 * Nicht für VORMERKUNGEN
#u1 +# ²a y0 p"|:E" * z.B. '|:E000001'
#9DF e"²" y0 p"|:E" * TitelID, wenn Barcode fehlt?
#+#
#J11 * #9DH
#u1 ²u y0 p"|;B" * z.B. '|;Bae001'
#9DH ²R p" " * Rückgabedatum
#9DH ²W p" W" * WReservierungsende
#9DH ²V p" V" * VVormerkungsende
!9DF e"²" p"," * ,TitelID
#9DG +#J13 ²B y0 p"," * ,Bandbezeichnung
#9DG ²b y0 p"+" * +Bandnummer
#J13
#9DG ²a y0 ":" * Barcode, z.B. ':000001'
#+#
* ---------------------------------------------
#-B
#u1 +# y0 ²R p"|:R" * Rückgabedatum, z.B. '|:R20060311'
#u1 +# y0 ²W p"|:W" * Reservierungsende, z.B. '|:W20060311'
#u1 y0 ²V p"|:V" * Vormerkungsende, z.B. '|:V20060311'
#+#
* ---------------------------------------------
* STATISTIK
#-C * 221 11 STATL...
#9DG +# i4,V e0 * Nicht für VORMERKUNG!
#9DG +# i4,W e0 * Nicht für RESERVIERUNGEN!
* Nur bei VORHANDENEN Leihdaten!
#9DH ²D y0 "|;STATL" * STATLAusleihdatum...
#9DG +#J19 c"²m" e0 * Existiert Medientyp?
#nr +#J18 "/BM" e3 * Nein -> Standardmedientyp!
#+#
#J19
#9DG ²m y0 "/" * .../MedienTyp...
#J18
#9DH ²Z y0 ":" * ...:VerlStufe...
#9DG +#J17 c"²s" e0 * Ex. Signatur?
#nr +#J16 ";0" e2 * Nein - Standard?
#+#
#J17
#9DG ²s y0 ";" e2 * Ja - ANPASSEN! Möglichst kurz.
#J16
#9DH ²C y0 "." * ...,LeserKlasse
#+#
* ---------------------------------------------
#-D * MAHNDATEN
#9DH ²M p"|;MD" y0 * 11 MDMahndatum
#+#
* ---------------------------------------------
#-E
#9DH +#J00 c"²m" e0 * Existiert das Feld?
#+#
#J00 * Exemplarmahnung
#9DH ²u p"|;MB" y0 * 11 MBLeserID/EMahndatum:Mahnstufe
#9DH ²m p"/E" y0
#9DH ²n p":" y0
#+#
* ---------------------------------------------
#-F *
#9DH +#J14 c"²m" e0 * Existiert das Feld?
#+#
#J14
#9DH ²m p"|;MM" y0 * 11 MMMahndatum/LeserID
#9DH ²u p"/" y0
#+#
* ---------------------------------------------
#-G * Letzte Mahnung!
#9DH +#J15 c"²U" e0 * MLAblaufdatum
#+#
#J15
#9DH ²U "|;ML" y0
#+#
* ---------------------------------------------
#-H * LESERKONTO
#9DG +#J30 I4,l e0 * Entliehen?
#9DH ²u y0 p"|;LKE" * LKELeserID...
#9DG +#J39 c"²m" e0 * .../Medientyp
#nr p"/BM" e3 * Medientyp fehlt? Standard!
#+#
#J39
#9DG ²m y0 p"/" * Medientypkürzel
#+#
#J30
#9DG +#J31 I4,W e0 * Reserviert?
#9DH ²u y0 p"|;LKR" * LKRLeserID...
#9DH ²w y0 p"/" * .../Reservierungsdatum
#+#
#J31
#9DG +# I4,V e0 * Vormerkung?
#9DH ²u y0 p"|;LKV" * LKVLeserID...
#9DF y0 "/" * .../TitelID...
#9DH ²V y0 ":" * ...;Ablaufdatum
#+#
-------------------------------------------------
6.3.4 Vormerkungen
-------------------------------------------------
Die Schlüssel für Vormerkungen auf einen Titel bzw. auf ein Exemplar sehen
unterschiedlich aus.
Vormerkung auf einen Titel:
|:{#9DF} V{#9DH ²D};A{#9DH ²V}
|:V{#9DH ²V}
|;B{#9DH ²u} V{#9DH ²V},{#9DF}
|;LKV{#9DH ²u}/{#9DF}:{#9DH ²V}
Vormerkung auf ein Exemplar:
|:{#9DF}:{#9DG ²a} V{#9DH ²D};A{9DH ²V}
|:V{#9DH ²V}
|:B{#9DH ²u} V{#9DH ²V},{#9DF}:{#9DG ²a}
|;LKV{#9DH ²u}/{#9DF}:{#9DH ²V}
Bsp.:
Vormerkung auf einen Titel:
#9DF028149
#9DGV²OALF
#9DH²ubs002²D20060228/09:52:34²V20060323
Schlüssel:
|:028149 V20060228/09:52:34;A20060323
|:V20060323
|;Bbs002 V20060323,028149
|;LKVbs002/028149:20060323
Kurzeintrag Beispiel:
|0VORMERKUNG
Bsp.:
Vormerkung auf ein Exemplar:
#9DF028149
#9DGV²OALF²e1²a000005
#9DH²udk004²D20060228/12:37:45²V20060506
Schlüssel:
|:028149:000005 V20060228/12:37:45;A20060506
|:V20060506
|;Bdk004 V20060506,028149:000005
|;LKVdk004/028149:20060506
Kurzeintrag Beispiel:
|0VORMERKUNG
Parametrierung Beispiel:
Bem.:
Die Schlüssel werden in den Abschnitten für die Exemplarsätze
erzeugt.
-------------------------------------------------
6.3.5 Gebührensätze
-------------------------------------------------
Die Schlüssel hängen vom Status {#9GF Hauptteil} der Gebühr ab. Die Gebühr kann
'offen', 'getilgt' oder 'storniert' sein.
Die Schlüssel hängen nicht von der Gebührenart ab. Die Schlüssel, die aus den
Mahninformationen erzeugt werden, entsprechen denen zu einem Exemplarsatz, d.h.
insbesondere, daß nach einer erfolgten Mahnung weitere Schlüssel erzeugt werden.
Die unten angegebenen Teilfelder sind aus Kategorie #9GF, wenn nichts anderes
angegeben wird.
Gestundete Gebühren benötigen besonders gekennzeichnete Schlüssel. Gestundete
Gebühren erkennt man am Typ '9' und dem vom System eingetragenen Grund
'STUNDUNG'. Im Schlüssel sind diese Teile durch [...] gekennzeichnet.
Die Kurzeinträge sind wichtig als Einträge im Menü für die Stornierung. Der
Status des Gebührensatzes erscheint deswegen vorn.
Status '0' ('offen'):
|;GB{²B}
|;GD{²D}/{²G}[*:{#GG ²S}]
|;GT{²G}/{²B}:{²D}
|;MB{²B}/{²m}:{²n}
|;MD{²M}
|;MM{²m}/{²B}
Status 'T' ('getilgt') oder 'S' ('storniert'):
|;(T,S)GT{²G}/{²B}:{²d}
|;(T,S)GB{²B}/{²d}
|;(T,S)GD{²d}/{²G}:{#9GG ²S}
|;(T,S)GE{²D}/{²G}[*]:{#9GG ²S};{²d}
Bsp.:
Datensatz: Nach "Mahnungen registrieren", vor "Mahnungen exportieren"
#9GF0²G9²Bae001²D20060629²OALF²n2²M20060711²K1
#9GG²GSTUNDUNG²S1400
Schlüssel:
|;GBae001
|;GD20060629/9*:1400
|;GT9/ae001:20060629
|;MD20060711
Kurzeintrag:
|014.00 EUR 29.6.2006 (Extra) Grund : STUNDUNG
Bsp.:
Datensatz: Nach "Mahnungen exportieren" ($m entsteht dabei)
#9GF0²G0²Bhm005²D20060629²OALF²n3²M20060711²K5²m20060630
#9GG²E031098²T031098²mSPIEL²D20050715²r20050729²n0²d21²S1000
Schlüssel:
|;GBhm005
|;GD20060629/0
|;GT0/hm005:20050829
|;MBhm005/G20060629:3
|;MD20060711
|;MM20060630/hm005
Kurzeintrag:
|010.00 EUR 29.8.2005 (Verzug) SPIEL 031098 29.7.2005 21 Tage
Bsp.:
Datensatz:
#9GFS²G0²Bae001²D20050822²d20060629²OALF
#9GG²E028793²T028793²mCASS²D20050708²r20050722²n0²d21²S400
Schlüssel:
|;SGBae001/20060629
|;SGD20060629/0:400
|;SGE20050822/0:400;20060629
|;SGT0/ae001:20060629
Kurzeintrag:
|0STORNIERT 4.00 EUR 22.8.2005 (Verzug) CASS 028793 22.7.2005 21 Tage
Parametrierung Beispiel:
Bem.:
Hier werden Label gespart, indem die Kategorie #9GF bereits in der Kopfzeile an
sämtlichen Teilfeldtrennzeichen zerlegt wird.
Dadurch macht man i.allg. mehr als man muß, wenn man nicht aus JEDEM Teilfeld
einen Schlüssel generieren will.
In dem betreffenden Abschnitt muß dann auf GENAU EINE Teilfeldkennung geprüft
werden.
-------------------------------------------------
ak=9GF"[²]"+A
ak=9GF+B
ak=9GF+C
ak=9GF+D
...
#-A
#ch +#J01 i4,T e0 * getilgt?
#ch +#J05 i4,S e0 * storniert?
#u1 +# i4,B y0 p"|;G" * 11 GBLeserID
#u1 +#J06 i4,D y0 p"|;G" * 11 GDErfDatum/Typ[:*:Summe]
#u1 +#J02 i4,G y0 b1 p"|;GT" * 11 GTTyp/LeserId:Erf.Datum
#+#
#J06
#9GF y0 ²G "/" * .../Typ
#9GF +#J07 y0 ²G c"9" e0 * Typ 'Extra'?
#+#
#J07 * 'Extra' weiterverarbeiten...
#9GG y0 ²G c"STUNDUNG" "*." e1 * STUNDUNG? z.B. /9*:200
#9GG y0 ²S ":" * ...Summe
#+#
#J02
#9GF ²B y0 p"/"
#9GF ²D y0 p":"
#+#
#J01 * getilgt und sortiert nach...
#u1 +#J03 i4,G y0 b1 p"|;TGT" * Typ...
#u1 +#J04 i4,B y0 p"|;TG" * LeserId...
#u1 +#J08 i4,d y0 b1 p"|;TGD" * TilgDatum...
#u1 +#J09 i4,D y0 b1 p"|;TGE" * Erfassungsdatum...
#+#
#J05 * storniert und sortiert nach...
#u1 +#J03 i4,G y0 b1 p"|;SGT" * Typ
#u1 +#J04 i4,B y0 p"|;SG" * LeserId
#u1 +#J08 i4,d y0 b1 p"|;SGD" * StornoDatum
#u1 +#J09 i4,D y0 b1 p"|;SGE" * Erfassungsdatum
#+#
#J03
#9GF ²B y0 p"/" * 11 (T,S)GTTyp/LeserID:Datum
#9GF ²d y0 p":"
#+#
#J04
#9GF ²d y0 p"/" * 11 (T,S)GBLeserId/Datum
#+#
#J08
#9GF y0 ²G "/" * 11 (T,S)GDDatum/Typ:Summe
#9GG y0 ²S ":"
#+#
* Erfassungsdatum STUNDUNG
#J09 * 11 (T,S)GEErfDatum/Typ[*]:Summe;TilgDatum
#9GF y0 ²G "/"
#9GG y0 ²G c"STUNDUNG" "*." e1 * '*' für STUNDUNG
#9GG y0 ²S ":"
#9GF y0 ²d ";" * TilgDatum
#+#
* ---------------------------------------------
#-B *
#9GF +- i4,T * nicht bei getilgten und...
#9GF +- i4,S * nicht bei stornierten Gebühren
#9GF ²M p"|;MD" y0 * 11 MDBer. Datum
#+#
* ---------------------------------------------
#-C *
#9GF +- i4,T * nicht bei getilgten und..
#9GF +- i4,S * nicht bei stornierten Gebühren
#9GF +#J20 c"²m" e0 * existiert Teilfeld?
#+#
#J20
#9GF ²B p"|;MB" y0 * 11 MBLeserID/Gwirk. Datum:Stufe
#9GF ²m p"/G" y0 * Gebührenmahnung
#9GF ²n p":" y0
#+#
* ---------------------------------------------
#-D
#9GF +- i4,T * nicht bei getilgten und...
#9GF +- i4,S * nicht bei stornierten Gebühren
#9GF +#J21 c"²m" e0
#+#
#J21
#9GF ²m p"|;MM" y0 * 11 MMwirk.Datum/LeserId
#9GF ²B p"/" y0
#+#
-------------------------------------------------
6.3.6 Statistiksätze
-------------------------------------------------
Statistiksätze brauchen vorerst nur einen einzigen Schlüssel. Bei 'Kassensätzen'
fällt der Zusatz 'Medientyp' fort.
|;{#9AF Hauptteil}{#9AF ²D}/{#9AF ²m}
Bem.: JEDER Datensatz braucht mindestens einen Schlüssel, um darauf zugreifen zu
können.
Die Beispielparametrierung ist im Absatz über Systemdatensätze enthalten.
Bsp.:
Datensatz:
#9AFSTATD²D20060410²mSP-F
#9AH²L1:212;4:120;.²SS:332;.
#9AI²L1:50;.²SS:50;.
Schlüssel:
|;STATD20060410/SP-F
-------------------------------------------------
7. Mahnungen
-------------------------------------------------
Mit der vorliegenden Programmversion können Mahnbriefe für die Mahnung von
entliehenen Medien und/oder Gebühren automatisch erzeugt werden.
-------------------------------------------------
7.1 Exemplarmahnungen
-------------------------------------------------
Bei jedem Leihvorgang werden in den Leihdaten #9DH die Teilfelder ²n und ²M für
Mahnstufe und errechnetes Datum der 1. Mahnung erzeugt.
Die Mahnstufe ist dabei zunächst 0, um anzuzeigen, daß noch keine Mahnung
registriert wurde.
Das Mahndatum errechnet sich nach den Angaben für die Frist bis zur 1. Mahnung
aus Medientypsatz oder ersatzweise Leserklassensatz.
Es wird also in der Regel nicht auf das RÜCKGABEDATUM gemahnt. Die kürzeste
Mahnfrist beträgt 1 Öffnungstag, was paraktisch einer Mahnung auf das
Rückgabedatum entspricht.
Ein Eintrag von 0 Öffnungstagen für die Mahnfrist setzt das Mahndatum auf den
letzten in den Kalendersätzen registrierten Öffnungstag und verhindert
normalerweise die Mahnung dieses entliehenen Mediums.
Aus diesen Mahninformationen müssen diverse Verwaltungsschlüssel, abhängig von
der Mahnstufe, erzeugt werden (vgl. Kap. 'Indexierung').
Es ist nicht notwendig TÄGLICH Mahnungen zu produzieren. Die Kulanz, die sich
aus der Organisation des Mahnwesens ergibt, kommt dem Leser zugute.
-------------------------------------------------
7.2 Gebührenmahnungen
-------------------------------------------------
Die automatisch oder per Dialog erfaßten Gebührensätze enthalten Mahndaten
entsprechend denen im Exemplarsatz.
Die Verschlüsselung unterscheidet sich (vgl. Kap. 'Indexierung').
-------------------------------------------------
7.3 Mahnungen registrieren
-------------------------------------------------
Der Dialog für das Erzeugen von Mahnungen ist unterteilt in das Registrieren der
Mahnungen und das Exportieren der Mahnbriefe. Dadurch kann der Export zu einem
registrierten Mahnvorgang z.B. am folgenden Tag wiederholt werden.
Beide Menüpunkte sind im TITELMENÜ enthalten.
Beim Registrieren der Mahnungen werden die Mahndaten aller Exemplar- und
Gebührensätze, deren errechnetes Mahndatum älter als das heutige Datum ist,
editiert: zu finden unter Reg.11 MD<datum>
Die Mahnstufe wird erhöht. Das Datum der Registrierung wird notiert. Das Datum
der nächsten Mahnung wird errechnet und notiert (MD-Eintrag in Reg.11!)
-------------------------------------------------
7.3.1 Letzte Mahnung
-------------------------------------------------
Die Zahl der Mahnungen, die von der Bücherei vorgenommen werden, kann begrenzt
werden (vgl. Kap. 'Konfiguration').
Wird die festgesetzte maximale Mahnstufe erreicht, dann wird die aktuelle
Mahnstufe ²n auf '9' gesetzt, das Datum der nächsten Mahnung wird auf einen
unerreichbaren Wert gesetzt und das Feld ²U für 'Ultimo', d.h. den Ablauf der
letzten Mahnung wird stattdessen mit dem aus der Mahnfrist errechneten Datum
gefüllt.
Dadurch wird zunächst verhindert, daß das betreffende Exemplar erneut gemahnt
wird. Außerdem kann durch Verschlüsselung des Teilfelds ²U (vgl. Kap.
'Indexierung') recherchiert werden, welche Exemplare und Leser in einen
besonderen Mahn- oder Vollstreckungsvorgang überführt werden müssen.
-------------------------------------------------
7.4 Mahnungen exportieren
-------------------------------------------------
Die Mahnungen zu einem bestimmten Datum der Registrierung können exportiert
werden.
Das Datum der Registrierung wird vor dem Export per Dialog abgefragt, wobei das
jeweilige Tagesdatum vorgegeben wird. Dieses Datum steht unter GD im Reg.11
und stammt aus #9GF$D des Gebührensatzes.
Der Export der Mahnbriefe wird mit der aktuell geladenen Exportparameterdatei
gesteuert. Pro Mahnexport können zwei verschiedene Formulare exportiert werden,
z.B. ein Brief und eine Datei für das elektronische Archiv.
Hierbei entsteht #9GF$m mit dem aktuellen Datum, also das eigentliche
Mahndatum, und daraus die Einträge MB und MM im Reg. 11.
Ergo: Ein Gebührensatz ohne #9GF$m ist noch nicht gültig, denn die Mahnung
wurde noch nicht exportiert.
Da dieser Export möglicherweise ein aus mehreren Listen zusammengesetzten
Formular produzieren soll, ist der normale Exportvorgang zu diesem Zweck
ERWEITERT worden.
-------------------------------------------------
7.4.1 Exportparametrierung
-------------------------------------------------
Es werden im Laufe des Exports nacheinander diverse einander zugeordnete
Datensätze geladen.
Aus diesen Datensätzen kann dann an einem VORGEGEBENEN Label der Parameterdatei
ein passender Abschnitt des Mahnformulars produziert werden.
Es handelt sich also im Grunde um MEHRERE in einer der Aufgabenstellung
angemessenen Weise hintereinander aufgerufene Exportvorgänge.
Jeder dieser Exportvorgänge läßt dem Parametrierer dabei die Freiheiten, die er
auch sonst hätte.
In der Referenzdatenbank wird ein beispielhafter Vorschlag zur Lösung der
Parametrierungsaufgabe gemacht.
-------------------------------------------------
7.4.2 Beispiel
-------------------------------------------------
Die folgenden beiden Mahnbriefe sind mit der Exportparameterdatei E-ALF.APR zur
Referenzdatenbank erzeugt worden.
Die Werte insbesondere für die möglichen Gebühren in den Leserklassen- bzw.
Medientypsätzen sind eher unrealistisch.
Bsp.:
Anton Erwachsen
Altewiekring 1
38102 Braunschweig
Betreff: Mahnung
Sehr geehrter Herr Erwachsen,
wir möchten Sie freundlich darauf hinweisen, daß Sie mit der
Rückgabe von Medien oder der Begleichung von Gebühren etwas in
Verzug sind. Genaues entnehmen Sie bitte der Aufstellung.
Cassette E-Musik
Bach, Johann Sebastian: Brandenburgische Konzerte.
Orchestersuite Nr. 3 D-dur
. - o. O.: Diskothek der Meister, 1961
Ausleihdatum : 12.7.2005
Rückgabedatum : 4.8.2005
Adrian, Christine: Mein buntes Tierbuch.
. - Ravensburg: O. Maier, 1992. - 71 S.
ISBN 3-473-33489-8
Ausleihdatum : 12.7.2005
Rückgabedatum : 4.8.2005
Sittenstudien: Szenen aus dem Landleben. - 1972. - 1271 S.
ISBN 3-442-30239-0
Ausleihdatum : 12.7.2005
Rückgabedatum : 4.8.2005
Die folgenden Medien müssen wir leider schon zum wiederholten
Male anmahnen. Bitte bringen Sie die entliehenen Teile sobald
als möglich zurück. Denken Sie an die fällige Verzugsgebühr.
2. Mahnung Spiel Familie
ABC-Spiel
. - Ravensburg: Otto Maier, 1981
Ausleihdatum : 1.7.2005
Rückgabedatum : 13.7.2005
2. Mahnung
Achenbach, Reinhard K.: Gesunde und kranke Haut : Funktion u.
Pflege, Hautkrankheite
. - Stuttgart ; New York: Thieme, 1986. - XIII, 219 S.
ISBN 3-13-673301-0
Ausleihdatum : 1.7.2005
Rückgabedatum : 25.7.2005
Wir möchten Sie daran erinnern, daß wir folgende Medien
bereits bei anderer Gelegenheit gemahnt hatten
CD U-Musik
Baez, Joan: 10'000 [Tenthousend] Miles : Queen of hearts.
Wagoner's land
. - o. O.: EEC, 1991
Ausleihdatum : 1.7.2005
Rückgabedatum : 13.7.2005
CD U-Musik
Baez, Joan: 10'000 [Tenthousend] Miles : Queen of hearts.
Wagoner's land
. - o. O.: EEC, 1991
Ausleihdatum : 1.7.2005
Rückgabedatum : 13.7.2005
CD U-Musik
Badesalz: Nicht ohne meinen Pappa : technischer Ratgeber I.
Vaz daz de
. - o. O.: Sony Music Entertainment, 1991
Ausleihdatum : 1.7.2005
Rückgabedatum : 13.7.2005
CD U-Musik
Bachman Turner Overdrive: Bachman Turner Overdrive : you ain't
seen nothing yet. Looki
. - o. O.: Mercury Records, 1973 - 1979
Ausleihdatum : 1.7.2005
Rückgabedatum : 13.7.2005
CD U-Musik
Blondie: The best of Blondie : heart of glass. Denis. The tide
ist hi
. - o. O.: Chrysalis Records, 1981
Ausleihdatum : 1.7.2005
Rückgabedatum : 13.7.2005
CD U-Musik
Jones, Quincy: Back on the block : Prologue. Back on the
block. I don't go
. - o. O.: Qwest Records, 1989
Ausleihdatum : 12.7.2005
Rückgabedatum : 23.7.2005
Wir müssen Sie wiederholt darauf hinweisen, daß Sie uns seit
einiger Zeit Gebühren schuldig sind. Deren Summe beträgt
insgesamt
16.50 EUR.
Die Gebühren für diesen Mahnbrief betragen
2.50 EUR.
Hinzu kommen gegebenenfalls Gebühren für die verspätete
Rückgabe der Medien. Beachten Sie dazu bitte die
Benutzungsordnung unserer Bibliothek.
Hochachtungsvoll
Bsp.:
Dorothea Kind
Drosselweg 4
38108 Braunschweig
Betreff: Mahnung
Liebe Dorothea,
Du hast wahrscheinlich vergessen, daß Du noch Bücher
zurückgeben oder Gebühren bezahlen mußt. Sieh Dir bitte an,
worum es sich dabei handelt.
Für die folgenden Medien hast Du bereits eine Mahnung
bekommen. Bitte bring' die entliehenen Teile sobald Du kannst
zurück. Denk' auch an die Verzugsgebühren.
2. Mahnung Spiel Familie
Sunset Boulevard
. - Berlin: Fun connection, 1992
Ausleihdatum : 6.7.2005
Rückgabedatum : 18.7.2005
Wir möchten Dich gleich daran erinnern, daß Du bei anderer
Gelegenheit für diese Medien eine Mahnung bekommen hast.
Cassette E-Musik
Bach, Johann Sebastian: Johannes-Passion
. - Hamburg: Deutsche Grammophon, 1985
Ausleihdatum : 6.7.2005
Rückgabedatum : 29.7.2005
CD U-Musik
Badesalz: Nicht ohne meinen Pappa : technischer Ratgeber I.
Vaz daz de
. - o. O.: Sony Music Entertainment, 1991
Ausleihdatum : 6.7.2005
Rückgabedatum : 18.7.2005
CD U-Musik
Bachman Turner Overdrive: Bachman Turner Overdrive : you ain't
seen nothing yet. Looki
. - o. O.: Mercury Records, 1973 - 1979
Ausleihdatum : 6.7.2005
Rückgabedatum : 18.7.2005
CD U-Musik
Blondie: The best of Blondie : heart of glass. Denis. The tide
ist hi
. - o. O.: Chrysalis Records, 1981
Ausleihdatum : 6.7.2005
Rückgabedatum : 18.7.2005
Wir warten nun schon einige Zeit darauf, daß Du deine Gebühren
bezahlst. Das sind immerhin
8.00 EUR.
Diese Mahnung kostet auch etwas, nämlich
1.00 EUR.
Außerdem wirst Du für die verspätet zurückgegebenen Medien
etwas bezahlen müssen. Beachte bitte die Benutzungsordnung
unserer Bibliothek.
Tschüß bis demnächst
-------------------------------------------------
Der entsprechende Abschnitt der Parameterdatei, der jeweils einen Brief
produziert, könnte folgendermaßen aussehen und entspricht im wesentlichen der
Parametrierung zur Referenzdatenbank (vgl. Kap. 'Parametrierung').
Bsp.:
#-B * EINLEITUNG
#t{#4 C} * Benutzersatz im Arbeitsspeicher
* Textbausteine laden;
#9B +#J51 c"²k1" e0 * Erwachsener?
#9B +#J54 c"²k4" e0 * Kind?
#nr +#J50 e0 * Nein
#J51 * Erwachsener
#9B ²n e"," dna ana * Nachnamen aufheben
#9B ²k y0 "SYSXMLK" |112
#9A dtb atb * Aufheben in Benutzervariable
#<
#nr +#J5A e0
#J54 * Kind
#9B ²n b", " dna ana * Vornamen aufheben
#9B ²k y0 "SYSXMLK" |112
#9A dtb atb * Textbausteine aufheben
#<
#nr +#J5A e0
#J50
#9B ²n e"," dna ana * Nachnamen aufheben
#nr "0" e1 dtb atb * Standardtexte muß es geben
#utb y0 "SYSXMLK" |112
#9A dtb atb * Aufheben
#<
#J5A * Anschrift
#9B ²n b", " * Vorname
#9B ²n e"," p" " * Nachname
#9B ²s C * Straße
#9B ²p C C * PLZ
#9B ²o " " P{ $10,5 } * Ort
#utb ²b * Betreff
#dts e"/" b2 p{", "} =ad * z.B. Tagesdatum
#>D
#t{ $15,5 }
#9B +#J5m c"²um" e0 * Männlich?
#9B +#J5w c"²uw" e0 * Weiblich?
#utb +#J5B ²n * Weder noch
#J5m
#utb +#J5B ²a
#J5w
#utb +#J5B ²A
#J5B
#una " " P", " * Nachname oder Vorname
#utb ²E C C
#+#
* -------------------------------------
#-e * LISTE 1. MAHNUNG EINLEITUNG
* Exemplarsatz im Arbeitsspeicher
* Wird nicht benutzt!
#+#
* -------------------------------------
#-E * LISTE 1. MAHNUNG EINTRAG
* Exemplarsatz im Arbeitsspeicher
#t{#4 C}
#>L * Listeneintrag per Unterprogramm
#t{C}
#9DH ²D p{C "Ausleihdatum" &30 ": "} =ad
#>D
#9DH ²R p{C "Rückgabedatum" &30 ": "} =ad
#>D
#+#
* -------------------------------------
#-g * LISTE FOLGEMAHNUNG EINLEITUNG
#utb ²f p{#4 C C} P{C}
* Exemplarsatz im Arbeitsspeicher
#+#
* -------------------------------------
#-G * LISTE FOLGEMAHNUNG EINTRAG
* Exemplarsatz im Arbeitsspeicher
#t{#4 C}
#9DH +#J9M ²n c"9" e0 * Letzte Mahnung?
#9DH +#J9m ²n P". Mahnung" * Nein, normal
#J9M
#9DH p{ C "*Letzte Mahnung*" C } e0 * Jawohl!
#J9m
#>L
#t4
#9DH ²D p{C "Ausleihdatum" &30 ": "} =ad
#>D
#9DH ²R p{C "Rückgabedatum" &30 ": "} =ad
#>D
#+#
* -------------------------------------
#-h * LISTE ERINNERUNGEN EINLEITUNG
#utb ²h p{#4 C C} P{C}
* Exemplarsatz
#+#
* -------------------------------------
#-H * LISTE ERINNERUNGEN EINTRAG
* Exemplarsatz
#t{#4 C}
#>L
#t4
#9DH ²D p{C "Ausleihdatum" &30 ": "} =ad
#>D
#9DH ²R p{C "Rückgabedatum" &30 ": "} =ad
#>D
#+#
* -------------------------------------
#-C * GEBüHRENMAHNUNG
* Summensatz
#9GG +# ²S x"==0" e0 * Nicht für NULL Gebühren
#9GF +#J3a ²n x"==0" e0 * Aktuelle Mahnung?
#9GF +#J3b ²n x">1" e0 * Ja, 1. Mahnung?
#utb +#J3z ²g p{#4 C C} * Ja
#+#
#J3b * Aktuelle Folgemahnung
#utb +#J3z ²G p{#4 C C}
#+#
#J3a * Erinnerung
#utb ²k p{#4 C C}
#J3z * Ausstehende Gebühren
#t{C C &30}
#9GG ²S x"/100" x"r2" P" EUR." * Summe ausstehender Gebühren
* ...OHNE Gebühren aktuelle Mahnung
#+# * ...OHNE Verzugsgebühren
* -------------------------------------
#-D * BELEHRUNG UND ABLEITUNG
* Gebührensatz Mahnung
#9GF +#J4D ²S x"==0" e0 * Für Summe NULL weniger Text.
#utb ²K p{#4 C}
#9GG ²S x"/100" x"r2" p{C C &30} P" EUR."
#J4D
#utb ²Z C C
#utb ²X C C C
#t99
#+#
-------------------------------------------------
Die Labelabschnitte erscheinen hier in der Reihenfolge, in der sie auch
abgearbeitet werden. Das jeweilige Label hat dabei nur insofern eine 'feste'
Bedeutung, als es zu einem bestimmten Zeitpunkt im Fortgang des Mahnexports
abgearbeitet wird.
Erfahrene Parametrierer können u.U. beinahe alles ebensogut in einem einzigen
Abschnitt produzieren und die restlichen Abschnitte ignorieren.
Es folgen einige nähere Erläuterungen zu den einzelnen Abschnitten.
#-B "Einleitung Mahnbrief" --------------------------------
Der Lesersatz ist geladen. Man könnte TEXTBAUSTEINE (s.u.) laden, die von
der LESERKLASSE abhängen. Danach produziert man die Adresse und die Anrede,
die man vom Geschlecht abhängig machen kann.
#-e "Liste 1. Mahnung Einleitung" ---------------------------
Falls es ERSTE Mahnungen von Exemplaren gibt, ist jetzt das erste Exemplar
dazu geladen. Der Abschnitt dient allerdings dazu, die LISTE der 1.
Mahnungen einzuleiten.
Im Beispiel wird der Abschnitt nicht benutzt.
#-E "Listeneintrag 1. Mahnung" ------------------------------
Für jedes Exemplar, das zum ERSTEN Mal gemahnt wird, wird dieser Abschnitt
durchlaufen, wobei das betreffende Exemplar bereits im Arbeitsspeicher ist.
Im Beispiel wird daraus ein mehrzeiliger Listeneintrag erzeugt. Titelsatz,
Medientypstammsatz und Exemplarsatz werde verarbeitet. Titelsatz und
Medientypstamm werden nachgeladen.
#-g "Liste Folgemahnung Einleitung" ---------------------------
Gibt es FOLGEMAHNUNGEN, dann ist jetzt das erste Exemplar dazu geladen. Man
könnte einen Listenkopf produzieren.
#-G "Liste Folgemahnung Eintrag" ----------------------------
Für jedes Exemplar, das zum mindestens ZWEITEN Mal gemahnt wird, wird dieser
Abschnitt jeweils durchlaufen.
#-h "Liste Erinnerungen Einleitung" ---------------------------
Gibt es Exemplare dieses Lesers, die bereits gemahnt wurden, deren
Folgemahnung aber noch nicht fällig ist, kann immerhin daran ERINNERT
werden.
Eine Liste dieser Exemplare kann durch diesen Abschnitt ihren Kopf bekommen.
#-H "Liste Erinnerungen Eintrag" ----------------------------
Für jedes Exemplar, an das ERINNERT werden soll, wird dieser Abschnitt genau
einmal durchlaufen.
#-C "Gebührenmahnung" -----------------------------------
Folgende Schwierigkeiten sind zu beachten.
Die AUFGELAUFENEN Gebühren eines Lesers können sich aus Gebührensätzen, also
Teilbeträgen, zusammensetzen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten
angefallen sind und die deshalb auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in
unterschiedlichen Stufen angemahnt werden müßten.
Es erscheint aber wenig sinnvoll, Gebührensätze in dieser Hinsicht genauso
aufwendig wie Exemplarsätze zu behandeln.
Stattdessen wird ein spezieller Gebührensatz vom Typ 'S' erzeugt, der
folgende Informationen enthält.
1. Eine Mahnstufe, die das Maximum der Mahnstufen aller Gebührensätze
dieses Lesers darstellt.
Man kann also daran erkennen, ob unter den aufgelaufenen Gebühren
zumindest ein Teilbetrag ist, der für den betreffenden Leser bereits
mehrmals angemahnt wurde.
2. Die Summe der Gebühren, die aktuell gemahnt werden müßten.
Das entspricht den Exemplarsätzen der Abschnitte "1. Mahnung" und
'Folgemahnung".
3. Die Summe der Gebühren, an die erinnert werden müßte. das entspricht den
Exemplarsätzen des Abschnitts "Erinnerungen".
4. Die Summe der AUFGELAUFENEN Gebühren VOR dieser Mahnung, also OHNE die
anfallenden Mahngebühren und OHNE bei der Rückgabe möglicherweise
anfallende Verzugsgebühren. Mahngebühren
Bsp.:
#9GFT²GS²Bdk004²D20051017²OALF²n0²M991231²d20051020
#9GG²a0²e2300²S7100
Die Mahnstufe hier (#9GF ²n) ist 0, weil es gar keine AKTUELLEN Mahnungen
(#9GG ²a) gibt. Es handelt sich um eine reine Erinnerung (#9GG ²e).
Für den Export oben genügt mir diese Tatsache und die Summe der
AUFGELAUFENEN Gebühren (#9GG ²S).
#-D "Ableitung" ---------------------------------------
Im Arbeitsspeicher befindet sich der Gebührensatz, der für diese Mahnung
erzeugt wurde. Möglicherweise werden gar keine Gebühren für Mahnungen
fällig. Dann wird dieser Satz dennoch produziert, ist aber bereits GETILGT
und lautet über die Summe NULL (#9GG ²S0).
Hier muß folgende Schwierigkeit bedacht werden.
Es kann sein, daß KEINE VERZUGSGEBÜHREN genommen werden, stattdessen
MAHNGEBÜHREN, die von der Zahl, Medientyp und Mahnstufe der gemahnten
Exemplare und der Klasse des Lesers abhängen.
Die dafür notwendigen Informationen werden nicht nur vom Programm gesammelt,
um die Gebühren berechnen zu können, sondern auch im Gebührensatz gerettet.
Bsp.:
#9GF0²G7²Bae001²D20051006²OALF²n1²M20051103²K1²m20051020
#9GG²k1²K3²M3:1²m2:1²S950
-------------------------------------------------
Die für Mahngebühren spezifischen Teilfelder sind :
#9GG ²K Anzahl der ERSTEN Mahnungen OHNE Medientyp
#9GG ²k Anzahl der FOLGEMAHNUNGEN OHNE Medientyp
#9GG ²M Anzahl der ERSTEN Mahnungen MIT Medientyp im Format
m1:n1/m2:n2/.. mit mi := Medientypcode, ni := Anzahl der
gemahnten Exemplare
#9GG ²m Anzahl der FOLGEMAHNUNGEN MIT Medientyp in demselben
Teilfeldformat
#9GG ²S Summe aller Mahngebühren
Im Beispiel oben wird neben einem festen Text nur die Gebührensumme
verarbeitet.
-------------------------------------------------
7.4.3 Textbausteine
-------------------------------------------------
Die Verwendung von Textbausteinen und deren Inhalt sind ins Belieben des
parametrierenden Systemverwalters gestellt.
Wenn man Textbausteine allerdings unter die Systemdatensätze sortiert, dann MUSS
man die Kennung 'X' benutzen, um dafür zu sorgen, daß der Zugriffsschlüssel in
Register 11 mit 'SYSX' beginnt.
Im Beispiel der Referenzdatenbank werden die Textbausteine dazu benutzt, um
zwischen Kindern und Erwachsenen zu unterscheiden.
Dazu wird die Klasse des Lesers festgestellt und ein dazu passender Textbaustein
in eine BENUTZERVARIABLE geladen.
Die Teilfeldstruktur des Systemdatensatzes gestattet einen einfachen Zugriff auf
die einzelnen Bausteine.
Bsp.:
#9A XMLK1²CHöflich²aSehr geehrter Herr²ASehr geehrte Frau²nSehr geehrte/r
Frau/Herr²bBetreff: Mahnung²Ewir möchten Sie freundlich darauf hinweisen,
daß Sie mit der Rückgabe von Medien oder der Begleichung von Gebühren etwas
in Verzug sind. Genaues entnehmen Sie bitte der Aufstellung.²fDie folgenden
Medien müssen wir leider schon zum wiederholten Male anmahnen. Bitte bringen
Sie die entliehenen Teile sobald als möglich zurück. Denken Sie an die
fällige Verzugsgebühr.²hWir möchten Sie daran erinnern, daß wir folgende
Medien bereits bei anderer Gelegenheit gemahnt hatten²gWir weisen Sie darauf
hin, daß seit einiger Zeit Gebühren von Ihnen bei uns fällig sind. Die Summe
der ausstehenden Gebühren beträgt²GWir müssen Sie wiederholt darauf
hinweisen, daß Sie uns seit einiger Zeit Gebühren schuldig sind. Deren Summe
beträgt insgesamt²kWir möchten Sie daran erinnern, daß von Ihnen bei uns
noch Gebühren ausstehen. Die Summe beträgt²KDazu kommen Gebühren für diese
Mahnung in der Höhe von insgesamt²ZHinzu kommen gegebenenfalls Gebühren für
die verspätete Rückgabe der Medien. Beachten Sie dazu bitte die
Benutzungsordnung unserer Bibliothek.²XHochachtungsvoll
-------------------------------------------------
Der Typcode ist 'X', die Kennung des Satzes ist 'MLK1' für '[M]ahnung
[L]eser[K]lasse [1]".
Teilfeld ²C dient der Orientierung des Parametrierers.
-------------------------------------------------
8. Gebühren
-------------------------------------------------
Folgende Gebührenarten werden in der vorliegenden Programmversion verwaltet.
1. Verspätete Rückgabe,
2. Mahnung von Exemplaren,
3. Portogebühren pro Mahnbrief,
4. Neuanmeldung eines Lesers,
5. 'Rückmeldung' eines Lesers,
6. Ersatz des Leserausweis,
7. Entleihung pro Exemplar,
8. Verlängerung pro Exemplar,
9. Reservierung,
10. unregelmäßige Gebühren (Kopie etc.).
In der Regel wird für jede Gebührenart ein Gebührensatz angelegt, in dem
zumindest die Summe der angefallenen Gebühren vermerkt ist.
-------------------------------------------------
8.1 Verspätete Rückgabe
-------------------------------------------------
Es werden nur Öffnungstage berücksichtigt.
Gibt es für den Medientyp des Mediums und die Leserklasse des Entleihers einen
MEDIENTYPSATZ, dann wird das entsprechende Feld daraus ausgewertet.
Andernfalls wird das Teilfeld des LESERKLASSENSATZES ausgewertet.
-------------------------------------------------
8.2 Mahnung von Exemplaren
-------------------------------------------------
8.3 Portogebühren pro Mahnbrief
-------------------------------------------------
Mahngebühren werden beim EXPORT des Mahnbriefes erfaßt. Sollte der Export
WIEDERHOLT werden, wird der betreffende Gebührensatz zunächst wieder gelöscht.
Beim Export des Mahnbriefes wird außerdem ein nur für den Export bestimmter
Gebührensatz des Typs 'Summe' erzeugt, der für eine eventuelle GEBÜHRENMAHNUNG
benötigt wird. Er enthält unter anderem die Summe der bis zum Zeitpunkt dieser
Mahnung aufgelaufenen Gebühren des Lesers (vgl. Kap. MAHNUNGEN).
Dieser Gebührensatz wird nach dem Export sofort wieder GETILGT.
Die Summe der Mahngebühren kann sich zusammensetzen aus
1. Gebühren für eine 1. Mahnung PRO Medium abhängig von MEDIENTYP und/oder
LESERKLASSE,
2. Gebühren für eine Folgemahnung PRO Medium abhängig von MEDIENTYP
und/oder LESERKLASSE,
3. Porto bzw. 'Bearbeitungsgebühr' für den Mahnbrief.
In der Regel wird man ENTWEDER Verzugsgebühren ODER Mahngebühren PRO MEDIUM
nehmen. Verzugsgebühren fallen bei Rückgabe an, Mahngebühren werden vor der
Rückgabe errechnet - dazu dient das "Registrieren" der Gebühren-
Mahngebühren für Gebührenmahnungen, abgesehen vom Porto, sind nicht vorgesehen.
Bem.:
Ein Export und damit eine Registrierung von Gebühren findet nur statt, wenn
entweder Exemplare gemahnt werden oder bei einer REINEN Gebührenmahnung die
Summe der für den betreffenden Leser ausstehenden Gebühren eine bestimmte im
Leserklassensatz festgelegte untere Grenze übersteigt.
-------------------------------------------------
8.4 Neuanmeldung eines Lesers
-------------------------------------------------
8.5 Rückmeldung eines Lesers
-------------------------------------------------
8.6 Ersatz des Leserausweis
-------------------------------------------------
Die Gebühren für die NEUANMELDUNG eines Lesers werden registriert, nachdem die
Leserdaten erfaßt wurden und der Leserdatensatz neu angelegt wird, sofern im
entsprechenden Leserklassensatz eine Gebühr vorgesehen ist.
Die Gebühren für die 'RÜCKMELDUNG' werden registriert, wenn die Gültigkeit des
Leserausweis abgelaufen ist und der Leserdatensatz für den AUSLEIHDIALOG
aufgerufen wird.
Das Rückmelden des Lesers kann auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
Um die Gebühr für den Ersatz des LESERAUSWEIS registrieren zu lassen, muß der
entsprechende Punkt für das Wechseln des Leserausweises im Lesermenü aufgerufen
werden.
-------------------------------------------------
8.7 Entleihung pro Exemplar
-------------------------------------------------
8.8 Verlängerung pro Exemplar
-------------------------------------------------
Ist in der Konfiguration eine Gebühr für das Entleihen eines Exemplars eines
bestimmten Medientyps an einen Lesers aus einer bestimmten Leserklasse - z.B.
CD's an Erwachsene - vorgesehen, dann wird diese Gebühr im AUSLEIHDIALOG
registriert.
Entsprechendes gilt für die Verlängerung.
-------------------------------------------------
8.9 Reservierung
-------------------------------------------------
Die Gebühr für eine RESERVIERUNG wird NICHT registriert, wenn die entsprechende
Vormerkung angelegt wird, sondern erst, wenn diese Vormerkung zu einer
Reservierung des entsprechenden Exemplars bzw. eines Exemplars des vorgemerkten
Titels führt.
Dadurch wird verhindert, daß Gebühren für Vormerkungen kassiert werden, die nie
erfüllt werden können.
In der Regel trägt man hier - wenn überhaupt - die 1,- EUR Porto ein, die die
Benachrichtigung des Lesers kostet.
-------------------------------------------------
8.10 Unregelmäßige Gebühren
-------------------------------------------------
Der Begriff steht für alle Gebühren, die nicht codiert sind. In der Regel erfaßt
man diese Gebühren mit der Hand im Gebührendialog (s.u.).
Dabei notiert man die Höhe und den Grund der Gebühr.
-------------------------------------------------
8.11 Gebührendialog
-------------------------------------------------
8.11.1 Gebühren tilgen
-------------------------------------------------
In den Dialog zum Tilgen der angefallenen Gebühren kann man mit <F2> während des
Entleihens verzweigen oder durch Auswahl des entsprechenden Menüpunktes im Menü
'Leserkonto'.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #80 97 - 99
LESERDATENSATZ
------------------
bs002 18.10.2005
Birgit Schüler
Blumenweg 2
38110 Braunschweig
|---------- Ausleihen/Verlängern : Exemplar Barcode eingeben ----------|
| |
| Schüler, Birgit / bs002 |
| 38110 Braunschweig / Blumenweg 2 |
| Gebühren stehen aus! |
| 0 entliehen / 0 reserviert / 0 vorgemerkt |
| |----------------------------------------------| |
| | EXEMPLAR BARCODE >
| |----------------------------------------------| |
| |
| F2 Gebühren/F3 Auswahl Verlängern/F4 Ausnahmefrist ein/aus |
| ENTER Bestätigen/ ESC Abbrechen |
|------------------------------------------------|
-------------------------------------------------
Ob Gebühren für diesen Leser ausstehen, wird im Dialog zur Ausleihe angezeigt.
Mit <F2> gelangt man an dieser Stelle in den eigentlichen Dialog zum Tilgen bzw.
Stornieren von Gebühren.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #80 95 - 101
LESERDATENSATZ
------------------
bs002 18.10.2005
Birgit Schüler
Blumenweg 2
38110 Braunschweig
|------------------ Gebühren tilgen -------------------|
| |
| Schüler, Birgit / bs002 |
| 38110 Braunschweig / Blumenweg 2 |
| |
| |----------------------------------------------| |
| | Aufgelaufene Gebühren 15.00 EUR | |
| | Aktueller Betrag > 15.00 EUR | |
| |----------------------------------------------| |
| |
| |
| F10 Bezahlen;ESC Stunden;Shift-F10 Übersicht bzw. Stornieren |
|------------------------------------------------|
-------------------------------------------------
Zunächst wird die Gesamtsumme der Gebühren für den aktuellen Leser errechnet.
Mit <F10> und anschließendem Bestätigen registriert man das Bezahlen der
angezeigten Gesamtsumme.
Will man einen Teilbetrag bezahlen lassen, ändert man zunächst das Feld
'Aktueller Betrag' und registriert diese Teilsumme mit <F10>. Die Differenz wird
'gestundet', d.h. es wird ein Gebührensatz vom Typ '9' mit dem Gebührengrund
'STUNDUNG' über diesen Restbetrag angelegt.
Will man den gesamten Betrag stunden lassen, kann man anstatt den aktuellen
Betrag in '0.00' zu ändern einfach <Esc> betätigen.
Mit <Shift-F10> erhält man die Möglichkeit, eine angefallene Einzelgebühr zu
stornieren.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #80 95 - 101
LESERDATENSATZ
------------------
bs002 18.10.2005
Birgit Schüler
Blumenweg 2
38110 Braunschweig
|------------------ Gebühren tilgen -----------------------------------|
| |
|------------------ Gebühren stornieren -------------------------------|
| STORNIERT 6.00 EUR 29.8.2005 (Verzug) CASS 028778 15.7.2005 31 Tage |
| 2.00 EUR 8.9.2005 (Verzug) BM 031684 19.8.2005 14 Tage |
| 3.00 EUR 8.9.2005 (Verzug) SPIEL 040045 12.8.2005 19 Tage |
| 5.00 EUR 15.9.2005 (Verzug) CD 031906 5.8.2005 29 Tage |
| 4.00 EUR 15.9.2005 (Verzug) SPIEL 040563 12.8.2005 24 Tage |
| 1.00 EUR 29.6.2006 (Mahnung) |
| |
| |
| |
| ENTER Stornieren/ESC Abbruch ----------------------------------------|
-----------------------------------------------------------------------|
Durch Auswahl der RICHTIGEN Gebühr storniert man diese und vermindert den
Gesamtbetrag entsprechend.
Will man sich oder dem Leser lediglich eine Übersicht über die Zusammensetzung
der aufgelaufenen Gebührensumme geben, verläßt man die Auswahl mit <Esc>.
Bem.:
Nachdem der gesamte oder ein Teilbetrag gestundet wurde, erscheint bei einem
erneuten Aufruf des Gebührendialogs im Auswahlmenü zur Stornierung nur noch
diese Einzelgebühr vom Typ '9' mit dem Grund 'STUNDUNG'.
Will man jetzt noch einen Betrag stornieren, muß man zunächst die Differenz
tilgen und die dabei gestundete Restgebühr stornieren.
Bem.:
Über die Höhe der Einzelgebühren gibt notfalls die Gebührenquittung oder ein
Ausdruck des Leserkontos Auskunft.
-------------------------------------------------
In denselben Dialog gelangt man auf alternativem Wege, indem man zuerst den
betreffenden Leser per Barcode oder Register recherchiert und im Hauptmenü
nacheinander [3.] und [4.] anwählt.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #80 9?--- Hauptmenü Leser ----|
| 1. Ausleihe |
LESERDATENSATZ | 2. Rückgabe |
------------------------------ |------------------------|
bs002 |*3. Konto » |
|------------------------|
Birgit Schüler | 1. Verlängern |
Blumenweg 2 | 2. Vormerkung aufheben |
| 3. Reservierung aufh. |
38110 Braunschweig |-----------------
|*4. Gebühren tilgen |
| 5. Gebühren erfassen |
|------------------------|
| 6. Kontoauszug |
|------------------------|
| |
>>> der fall des baumeisters roma |------------------------|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
-------------------------------------------------
8.11.2 Gebühren erfassen
-------------------------------------------------
Gebühren vom Typ '9' - das sind 'unregelmäßige Gebühren' - erfaßt man im Dialog,
indem man zunächst den betreffenden Leser recherchiert und im Ausleihmenü
nacheinander [3.] und [5.] auswählt.
Es erscheint das folgende Formular.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #76 111 - 101
LESERDATENSATZ
------------------
ae001 18.10.2005
Anton Erwachsen
Altewiekring 1
38102 Braunschweig
Tel.: 0531/12345
|------------------- Gebühren erfassen ----------------------------------------|
| |
| Erwachsen, Anton / ae001 |
| 38102 Braunschweig / Altewiekring 1 |
| |
| |----------------------------------------------| |
| | Grund >Kopie
| | Betrag > 1.00 EUR | |
| |----------------------------------------------| |
| |
| |
| F10 Speichern/ESC Abbrechen |
|------------------------------------------------------------------------------|
Man füllt die entsprechenden Felder aus und läßt mit <F10> nach Bestätigung
einen Gebührensatz des entsprechenden Typs anlegen.
-------------------------------------------------
9. Statistik
-------------------------------------------------
9.1 Tagesstatistik
-------------------------------------------------
Windows-System: h statist eingeben, um mehr zu erfahren. Die Statistik-
Funktionen sind im Windows-System ganz anders konstruiert als im DOS-System:
es werden keine eigenen Datensätze angelegt für Statistikdateien, sondern
externe Protokolldateien. Damit sind dann sogar beliebige Kumulierungen,
auch ad-hoc, realisierbar.
DOS-Ssstem
Eine Tagesstatistik über den Leihverkehr aufgeschlüsselt nach Medientypen,
Leserklassen und Systematik- oder Signaturgruppen wird in einem eigenen
Datensatztyp festgehalten (vgl. Kap. 'Struktur der Datensatztypen').
Das Anlegen dieses Datensatzes kann einerseits veranlaßt werden durch Auswahl
des betreffenden Menüpunktes im Titelmenü.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #127 3?--- Hauptmenü Titel ----|
| 1. Ausleihe |
TITELSATZ | 2. Rückgabe |
------------------ | 3. Titel vormerken |
Blondie: |----------------|
The best of Blondie : heart of glass. De / Blond? Ex. zuordnen... |
o. O.: Chrysalis Records, 1981. - |[4. Titel merken ]?
------------------ |[5. Titel zeigen ]?
EXEMPLARE |------------------------|
| 6. Exemplar » |
[1] 000030 CD-U |------------------------|
[2] 000031 CD-U | 7. Leser » |
|------------------------|
|[8. System »]?
|------------------------|
| Mahnungen... |
|[9. Registrieren ]?
|[A. Exportieren ]?
|------------------------|
|*B. Tagesstatistik |
| |
| |
>>> the best of blondie heart of |------------------------|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach Aktivieren des Menüpunktes [B.] wird das Datum des Tages abgefragt, zu dem
die Tagesstatistik erstellt werden soll. Vorgepromptet ist das Datum des jeweils
heutigen Tages.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #127 368 - 101
TITELSATZ
------------------
Blondie: CD BLON
The best of Blondie : heart of glass. De / Blondie. -
o. O.: Chrysalis Records, 1981. -
------------------
EXEMPLARE
|-------------------- Welcher Tag? ----------------------------------|
| |
| |----------------------------------------------| |
| | Bitte Datum eingeben >01.07.2005 | |
| |----------------------------------------------| |
| |
| ENTER Bestätigen/ ESC Abbrechen |
|------------------------------------------------|
>>> the best of blondie heart of
Nach dem Bestätigen des Datums wird für jeden registrierten Medientyp, d.h. für
jeden existierenden Medientypstammsatz, ein Statistiksatz angelegt, in dem die
Entleihungen und die Verlängerungen pro Leserklasse und pro Signaturgruppe
addiert werden (vgl. Kap. 'Datensatztypen').
Außerdem wird ein Statistiksatz über die an diesem Tag getilgten Gebühren
aufgeschlüsselt nach Gebührentypen angelegt (vgl. Kap. 'Datensatztypen').
Die dafür notwendigen Informationen werden durchweg aus Schlüsseln entnommen.
Die korrekte Indexierung der Exemplar- und Gebührensätze ist deshalb unbedingt
notwendig, um die Statistik korrekt erstellen zu können.
Für die Tageskasse werden dafür die Gebührentypen '1' bis '8' schlicht
aufaddiert. Für den Gebührentyp '9' müssen die 'gestundeten' Gebühren besonders
berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck werden die Schlüssel zu den Gebühren vom
Typ '9', in denen der Grund 'STUNDUNG' vermerkt ist, gekennzeichnet (vgl. Kap.
'Indexierung').
Gestundete Gebührensätze, die am selben Tag ein- oder sogar mehrmals getilgt
(und wieder gestundet) werden, müssen ignoriert werden.
Gestundete Gebührensätze, die später, aber VOR dem Erstellen der Tagesstatistik
getilgt werden, müssen in dieser Tageskasse unter dem Typ 'gestundet'
erscheinen, um das Tagessaldo korrekt errechnen zu können. Dieser Fall kann nur
eintreten, wenn die Tagesstatistik nachträglich, d.h. an einem der nächsten
Öffnungstage, erstellt wird.
Die Summe der gestundeten Gebühren für diesen Tag wird im Saldo entsprechend
berücksichtigt, d.h. das im Tageskassensatz erscheinende Saldo entspricht dem,
was am Tagesende tatsächlich in der Kasse sein sollte.
Außerdem wird die Summe der stornierten Gebühren addiert.
Um die regelmäßige Erstellung der Statistik sicherzustellen, wird beim
Programmstart die Existenz der Statistiksätze der LETZTEN 5 ÖFFNUNGSTAGE
überprüft.
-------------------------------------------------
1 : Abkürzung Titel
sunset boulevard
the best of blondie heart of
weihnachtsoratorium bwv 248 au
|----------- Bitte beantworten: ------------------------|
| |
| Tagesstatistik vom 30.06.2005 fehlt! Erstellen? |
| |
| *JA NEIN |
| |
|-------------------------------------------------------|
Nach dem Bestätigen der Abfrage wird die entsprechende Statistik erstellt.
Diese Überprüfung kann mit der Aufrufoption -T unterdrückt werden.
-------------------------------------------------
9.2 Monatsstatistik
-------------------------------------------------
Aus den Sätzen zur Tagessatistik können entsprechende Datensätze zur
Monatsstatistik erstellt werden (vgl. Kap. 'Datensatztypen'). Dabei handelt es
sich um einen Datensatz pro registriertem Medientyp und einen Datensatz für die
Monatskasse.
Um das Erstellen der Monatsstatistik zu veranlassen muß der entsprechende
Menüpunkt im Programm AlfS gewählt werden.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #118 |--- Menü Systemverwaltung -------|
| Konfiguration... |
TITELSATZ | 1. Leserklassen |
------------------ | 2. Medientypstämme |
Bach, Johann Sebastian: | 3. Medientypen |
Matthäus-Passion. Chöre und Arien. Dirig? 4. Kalender |
o. O.: Polydor, 1961. - |---------------------------------|
------------------ | Statistik... |
EXEMPLARE |*5. Monatsstatistik |
| 6. Jahresstatistik |
[2] 000019 MC-E |---------------------------------|
[1] 000025 MC-E | Protokolle... |
| 7. Auswählen » |
| 8. Starten |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
>>> matthaeus-passion choere und a |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ---|
Nach der Auswahl des Menüpunktes [5.] wird der Monat abgefragt, zu dem die
Statistik erstellt werden soll. Vorgepromptet wird der jeweils vergangene Monat.
Solange die Tagesstatistiksätze nicht gelöscht werden, kann das Erstellen der
Monatsstatistik jederzeit nachgeholt werden.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #118 199 - 101
TITELSATZ
------------------
Bach, Johann Sebastian: MC BACH
Matthäus-Passion. Chöre und Arien. Dirig / Johann Sebastian Bach. -
o. O.: Polydor, 1961. -
------------------
EXEMPLARE
|------------------- Welcher Monat? ---------------------------|
| |
| |----------------------------------------------------------| |
| | Bitte Monat als Zahl eingeben > 6 | |
| | Bitte Jahreszahl eingeben >2005 | |
| |----------------------------------------------------------| |
| |
| F10 Bestätigen/Esc Abbruch |
|--------------------------------------------------------------|
>>> matthaeus-passion choere und a
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Während der Erstellung der Monatsstatistik wird die Existenz einer
Tagesstatistik zu jedem Öffnungstag des betreffenden Monats überprüft und
eventuell eine Fehlermeldung ausgeworfen. Das Fehlen eines Öffnungstages kann
ignoriert werden.
Für die Monatskasse werden die Gebührentypen '1' bis '8', sowie die
Stornierungen und die Tagessaldos addiert.
Gebührentyp '9' ('Sonstiges') ergibt sich als Differenz aus der Saldosumme und
den übrigen Gebührentypen.
Daraus ergibt sich, daß Stundungen über das Monatsende hinaus nicht
berücksichtigt werden.
-------------------------------------------------
9.3 Jahresstatistik
-------------------------------------------------
Für das Anlegen eines Datensatzes zur Jahresstatistik muß der entsprechende
Menüpunkt im Programm AlfS ausgewählt werden.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #118 |--- Menü Systemverwaltung -------|
| Konfiguration... |
TITELSATZ | 1. Leserklassen |
------------------ | 2. Medientypstämme |
Bach, Johann Sebastian: | 3. Medientypen |
Matthäus-Passion. Chöre und Arien. Dirig? 4. Kalender |
o. O.: Polydor, 1961. - |---------------------------------|
------------------ | Statistik... |
EXEMPLARE | 5. Monatsstatistik |
|*6. Jahresstatistik |
[2] 000019 MC-E |---------------------------------|
[1] 000025 MC-E | Protokolle... |
| 7. Auswählen » |
| 8. Starten |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
>>> matthaeus-passion choere und a |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ---|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach der Auswahl von Punkt [6.] wird das Jahr abgefragt, für das ein
Statistiksatz angelegt werden soll. Vorgepromptet wird jeweils das vergangene
Jahr.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #118 199 - 101
TITELSATZ
------------------
Bach, Johann Sebastian: MC BACH
Matthäus-Passion. Chöre und Arien. Dirig / Johann Sebastian Bach. -
o. O.: Polydor, 1961. -
------------------
EXEMPLARE
|------------------- Welches Jahr? --------------------|
| |
| |--------------------------------------------------| |
| | Bitte Jahreszahl eingeben >2005 | |
| |--------------------------------------------------| |
| |
|ENTER Bestätigen/ ESC Abbrechen |
|------------------------------------------------------|
>>> matthaeus-passion choere und a
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach dem Bestätigen des Jahres wird für jeden registrierten Medientyp und für
die Jahreskasse ein Datensatz angelegt, der diesmal einfach die 'Summe' aus
allen Monatssätzen darstellt. Die Existenz der Monatssätze wird überprüft und
ein entsprechende Fehlermeldung ausgegeben. Das Erstellen der fehlenden
Monatsstatistik kann dann nachgeholt oder deren Fehlen ignoriert werden.
-------------------------------------------------
-------------------------------------------------
10. Quittungsdruck
-------------------------------------------------
10.1 Übersicht
-------------------------------------------------
Der Quittungsdruck wird mit Hilfe der aus der Katalogisierung bekannten
Exportparametrierung realisiert. Dafür muß das Programm Alf mit mindestens einer
Option '-e' gestartet werden.
Es ist möglich jeweils zwei verschiedene Parameterdateien abarbeiten zu lassen
und das Ergebnis auf zwei verschiedene Ausgabegeräte zu leiten, z.B. Drucker und
Protokolldatei.
Eine AusgabeDATEI darf nicht von mehreren Arbeitsstationen benutzt werden.
Um die unterschiedlichen (Teil-)Quittungen zu erzeugen, wird jeweils zu einer
bestimmten Aktion ein Export angestoßen, bei dem eine dieser Aktion zugeordnete
feste Sprungmarke in der Parameterdatei abgearbeitet wird. Dabei muß dem
Parametrierer bekannt sein, welcher Datensatz sich jeweils im Hintergrund
befindet. In der Übersicht sieht das folgendermaßen aus.
------|-------------------|----------------------
Label | Bedeutung | Aktueller Datensatz
------|-------------------|----------------------
#-f | Entleihung/Verlängerung | Ex. mit Leihdaten
#-L | Entleihung Abspann | Leser
#-q | Rückgabe | Ex. mit Leihdaten
#-v | Reservierung | Ex. mit Res.daten
#-R | Gebührenquittung Einleitung | Leser
#-r | Gebührenquittung Eintrag | Gebührensatz
#-S | Gebührenquittung Abspann | Restgebühren?
#-a | Leser anmelden/Daten ändern | Leser
| |
|
Mahnexport (vgl. Kap. 'Mahnungen') |
|
#-B | Einleitung Mahnbrief | Leser
#-e | Liste 1. Mahnung Einleitung | Exemplar
#-E | Liste 1. Mahnung Eintrag | Exemplar
#-g | Liste Folgemahnung Einleitung | Exemplar
#-G | Liste Folgemahnung Eintrag | Exemplar
#-h | Liste Erinnerungen Einleitung | Exemplar
#-H | Liste Erinnerungen Eintrag | Exemplar
#-C | Gebührenmahnung | Summen
#-D | Belehrung | Mahngebühren
| |
|
Kontoauszug |
|
#-b | Entleihungen Einleitung | Leser
#-T | Entleihungen Listeneintrag | Ex. mit Leihdaten
#-c | Reservierungen Einleitung | (unbestimmt)
#-U | Reservierungen Eintrag | Ex. mit Reservierungsdaten
#-d | Vormerkungen Einleitung | (unbestimmt)
#-V | Vormerkungen 'Eintrag' | Vormerkung
#-k | Gebühren Einleitung | (unbestimmt)
#-W | Gebühren Eintrag | Gebührensatz
| |
------|-------------------|----------------------
Diese Sprungmarken dürfen in einer mit dem Ausleihprogramm geladenen
Parameterdatei nicht für andere Zwecke benutzt werden. Eine verkürzte
beispielhafte Parametrierung findet sich bei der Referenzdatenbank.
Es folgen einige nähere Erläuterungen. Die Beschreibung der Produktion von
Mahnbriefen findet man im Kapitel 'Mahnungen'.
-------------------------------------------------
10.2 Quittungen für den Leihverkehr
-------------------------------------------------
In praktisch jedem der Datensätze, die sich zu einem Export im Arbeistspeicher
befinden, sind die Informationen enthalten, die man benötigt um eventuell
zugeordnete Datensätze NACHZULADEN. Es ist aber zu bedenken, daß ein Export, der
einen oder mehrere Datensätze nachlädt entsprechend mehr Zeit benötigt.
Die benötigt Zeit hängt zuallererst von der Geschwindigkeit der ARBEITSSTATION
ab.
Aus einem Exemplardatensatz mit Leihdaten entnimmt man z.B. sowohl die
Titelidentifikation, die man benutzen könnte, um in der Regel über Register '9'
den Titelsatz nachzuladen, als auch der Leserbarcode, über den man an den
Lesersatz gelangt oder das Medientypkürzel, über das man an den Klartext zum
Medientyp gelangt.
#-f "Leihquittung"
Sprungmarke #-f wird abgearbeitet, sobald nach dem Einlesen des Exemplarbacrodes
in der Ausleihschleife der mit den Leihdaten versehene Datensatz abgespeichert
wurde. Dieser Satz befindet sich dann im Arbeitsspeicher. Dasselbe gilt analog
für die Verlängerung.
#-L "Abspann Leihquittung
Verläßt man die Dialogbox zum Einlesen des
Exemplarbarcodes, wird als Abspann der Leihquittung #-L abgearbeitet. Dafür wird
zuvor der Datensatz des Lesers in den Arbeitsspeicher zurückgeholt.
#-q "Rückgabe" ----------------------------------------
Bei der Rückgabe wird nach dem Einlesen des Exemplarbarcodes aber VOR dem
Entfernen der Leihdaten Sprungmarke #-q abgearbeitet. Dabei befindet sich der
Exemplardatensatz im Arbeitsspeicher.
#-v "Reservierungsnotiz" ----------------------------------
Wird während der Rückgabe eine Reservierung vorgenommen, dann wird nachdem das
betroffene Exemplar mit den Reservierungsdaten versehen zurückgeschrieben wurde,
die Sprungmarke #-v abgearbeitet. In der Regel wird man hier nur eine Notiz für
das Regal mit den reservierten Exemplaren produzieren. Es ist möglich, eine
Vorlage für einen Benachrichtigungsbrief in einem zweiten Export in eine LOKALE
oder PRIVATE Datei zu leiten. Benachrichtigungsbriefe können aber auch in einem
normalen Export durch Bilden einer Ergebnismenge oder noch besser in einer
Batchprozedur mit Hilfe des Programms SRCH außerhalb des Leihverkehrs produziert
werden.
-------------------------------------------------
10.3 Gebührenquittung
-------------------------------------------------
Wird der Dialog zum Tilgen der Gebühren (vgl. Kap. 'Gebühren') durch Stunden
oder Tilgen des gesamten oder eines Teilbetrags verlassen, dann werden drei
Sprungmarken abgearbeitet, die für das Produzieren einer Gebührenquittung
vorgesehen sind.
Dabei werden jeweils sämtliche am selben Tag getilgten Einzelgebühren geladen
und verarbeitet. Dies ist u.U. ein zeitkritischer Vorgang, der zuerst von der
Geschwindigkeit der Arbeitsstation beeinflußt wird.
#-R "Einleitung Gebührenquittung" ---------------------------
Der LESERSATZ ist geladen. Die Daten daraus können verarbeitet werden, um eine
Einleitung der Liste der EINZELGEBÜHREN zu schreiben.
#-r "Einzelgebühr" ------------------------------------
Für jede EINZELGEBÜHR, aus der sich die Summe der zu bezahlenden Gebühr
zusammensetzt, wird diese Marke angesprungen.
Bei Verzugsgebühren könnte man neben den Angaben zum Datum der Rückgabe,
Entleihung, der Zahl der Öffnungstage Verzug etc. auch Titelangaben nachladen.
#-S "Abspann" ---------------------------------------
Wenn nur eine TEILSUMME oder NICHTS bezahlt wurde, wird jetzt der Gebührensatz
für die gestundete RESTGEBÜHR geladen.
Andernfalls bleibt der letzte Satz für eine Teilgebühr im Speicher.
Man unterscheidet beide Sätze am Status. Die Teilgebühr ist GETILGT.
Der Abschnitt in der Quittungsparameterdatei KÖNNTE folgendermaßen aussehen.
-------------------------------------------------
#-R * Einleitung Lesersatz
#t{C "GEBÜHRENQUITTUNG FÜR"}
#9B ²n C C B", "
#9B ²n e"," p" "
#9B ²s C
#9B ²p C C
#9B ²o " "
#9B ²t C C "Tel.: "
#t98
#+#
#-r
#9GF +# ²G c"S" e0 * Wichtig! Nichts ausgeben
#t{C C "EINZELGEBÜHR" C} * Einzelgebühren
#9GF +#J2f i4,0 e0
#9GF ²d p{C "Getilgt am" &30} =ad
#>D
#J2f
#9GF ²D p{C "Erfaßt am" &30} =ad
#>D
#t{C C "Gebührenart" &30 }
#9GF +#J2j ²G c"0" p"Verzug " e7
#9GF +#J2i ²G c"9" p"Extra " e7
#9GF +#J2k ²G c"7" p"Mahnung" e7
#+#
#J2j * Verzugsgebühr mit Titel
#t{C C}
#9GG ²T y0 |92 * Titel nachladen
#40 e";" F" " P": " * Verfasser, Signatur und...
#90 >S e0 * Anfang des Sachtitels
#20 e60 0 #69 9 #zz 8 * Kürzen
#60 0 #69 3 #76 8 * Urheber?
#71 0 #75 0 #77 8 #zz 0
#74 +#75 C #75 0 #76 2 #77 8 #zz 0
#75 ": " #76 2 #77 8 #zz 0
#76 0 #77 8 #zz 0
#77
#87 C p"ISBN "
#<
#nr +#J2h e0
#J2k * Mahngebühren
#nr +#J2h e0
#J2i
#9GG ²G p{C "Grund" &30}
#J2h
#9GG ²S p{C C} t2
#9GG ²S T2 p"." P" EUR"
#t98
#+#
#-S * Gestundete Restgebühr
#9GF +#J2z i4,T e0 * GETILGT, d.h. keine Stundung
#t{C C "GESTUNDETE RESTGEBÜHR" C}
#9GF ²D p{C "Erfaßt am" &30} =ad
#>D
#9GG ²S p{C C} t2
#9GG ²S T2 p"." P" EUR"
#J2z
#nr C C "Vielen Dank!" e"!"
#t98
#+#
-------------------------------------------------
10.4 Kontoauszug
-------------------------------------------------
Durch Aktivieren des gleichnamigen Menüpunktes im Lesermenü wird ein Export
angestoßen, in dem eine ausführliche Übersicht über die aktuellen Entleihungen,
die bereits reservierten, d.h. zurückgelegten Exemplare, die Vormerkungen, sowie
die ausstehenden und die AN DEMSELBEN TAG getilgten Gebühren produziert werden
kann.
Die Beispielparametrierung zur Referenzdatenbank macht Gebrauch von anderen
Teilen derselben Parameterdatei, z.B. Listeneintrag 'Exemplar' als
Unterprogramm, Gebührenquittung, Mahnbrief etc.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #34 1?--- Hauptmenü Leser ----|
| 1. Ausleihe |
LESERDATENSATZ | 2. Rückgabe |
------------------------------ |------------------------|
ae001 |*3. Konto » |
|------------------------|
Anton Erwachsen | 1. Verlängern |
Altewiekring 1 | 2. Vormerkung aufheben |
| 3. Reservierung aufh. |
38102 Braunschweig |------------------------|
| 4. Gebühren tilgen |
Tel.: 0531/12345 | 5. Gebühren erfassen |
|------------------------|
| 6.*Kontoauszug |
|------------------------|
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
>>> philosophische studien analyti |------------------------|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
#-b | Entleihungen Einleitung | Leser
#-T | Entleihungen Listeneintrag | Ex. mit Leihdaten
#-c | Reservierungen Einleitung | (unbestimmt)
#-U | Reservierungen Eintrag | Ex. mit Reservierungsdaten
#-d | Vormerkungen Einleitung | (unbestimmt)
#-V | Vormerkungen 'Eintrag' | Vormerkung
#-k | Gebühren Einleitung | (unbestimmt)
#-W | Gebühren Eintrag | Gebührensatz
#-b "Entleihungen Einleitung"
Nach Betätigen von [3.] und [6.] wird zunächst #-b abgearbeitet, wobei sich der
angezeigte Leserdatensatz noch im Arbeitsspeicher befindet. Es kann jetzt z.B.
ein Listenkopf erzeugt werden, der die Leserdaten verarbeitet.
#-T "Entleihungen Eintrag"
Danach wird mit Hilfe der Schlüssel zum Leserkonto für jedes Exemplar die
Sprungmarke #-T abgearbeitet.
#-c "Reservierungen Einleitung"
Um den Abschnitt der Entleihungen von dem der Reservierungen zu trennen, wird
vor der Liste der Reservierungen diese Sprungmarke abgearbeitet. Welcher
Datensatz sich jetzt im Arbeitsspeicher befindet, hängt davon ab, on es
Entleihungen gab. Wenn ja, dann ist dies das letzte entliehene Exemplar, wenn
nein, dann immer noch der Lesersatz.
#-U "Reservierungen Eintrag"
Wird analog nacheinander für jedes reservierte Exemplar abgearbeitet, unabhängig
davon, ob diese Reservierung bereits abgelaufen ist.
#-d "Vormerkungen Einleitung"
Trennt den Abschnitt 'Vormerkungen' von den vorhergehenden. Welcher Datensatz
sich im Arbeitsspeicher befindet, hängt davon ab, welche Exporte vorher
tatsächlich stattgefunden haben.
#-V "Vormerkungen Eintrag"
Wird für jede Vormerkung abgearbeitet, unabhängig davon, ob die Vormerkung
abgelaufen ist. Abgelaufene Vormerkungen müssen eventuell erneuert werden. Eine
abgelaufene Vormerkung ist kein Hindernis für eine erneute Vormerkung desselben
Titels durch denselben Leser.
#-k "Gebühren Einleitung"
Trennt den Abschnitt Gebühren analog vom Rest.
#-W "Gebühren Eintrag"
Hierhin gelangen zunächst alle ausstehenden Einzelgebühren und danach die an
demselben Tag getilgten Einzelgebühren.
Man variiert den Eintrag, indem man auf den Status des Gebührensatzes prüft.
-------------------------------------------------
11. Ergänzende Themen
-------------------------------------------------
11.1 Zurückbuchen oder Freigeben?
-------------------------------------------------
In der Regel wird man ZURÜCKBUCHEN, was man an NORMALE Leserklassen entliehen
hat und FREIGEBEN, was z.B. im Geschäftsgang, in der Ausstellung oder beim
Buchbinder war.
In jedem Fall FREIGEBEN muß man Exemplare, die vorläufig auf VERLUST gesetzt
oder RESERVIERT sind.
n jedem Fall zurückbuchen muß man Exemplare, die den Status ENTLIEHEN haben.
Diesen Status erhalten die Exemplarsätze, wenn sie an eine der NORMALEN
Leserklassen '0'..'9' ausgeliehen werden.
Beim 'Entleihen' an die Leserklassen 'a'..'z' erhalten die Exemplarsätze einen
Status, der dem Code der Leserklasse entspricht.
Jedes andere ZURÜCKBUCHEN oder FREIGEBEN ist erlaubt, wenn auch nicht immer
sinnvoll.
Was passiert nämlich im Einzelnen?
ZURÜCKBUCHEN :
1. Barcode des Exemplars abfragen und Exemplarsatz laden.
2. Status '0' (VERFÜGBAR)?
Abbruch OHNE Meldung.
3. Status 'W' (RESERVIERT) oder 'v' (VERLUST)?
Abbruch mit Meldung.
4. Fehlen Ausleihdaten?
Abbruch mit Meldung.
5. Quittungszettel drucken.
6. Status 'l' (AUSGELIEHEN)?
Ausleihdaten in #9DI retten.
7. Status VERFÜGBAR setzen und Exemplarsatz zurückschreiben.
8. Vormerkung auf diesen Titel oder dieses Exemplar?
Meldung.
Vormerksatz löschen.
Status RESERVIERT und Reservierungsdaten schreiben.
9. Verzugsgebühren?
Meldung.
Gebührensatz anlegen.
Bem.: Dafür ist es notwendig, daß in den Ausleihdaten die Leserklasse vermerkt
wurde.
Fehlt die Leserklasse, dann wird die STANDARDLESERKLASSE herangezogen,
das ist schlicht diejenige Leserklasse, die im Register zuerst gefunden
wird, weil sie den niedrigsten Code, in der Regel '0', hat.
FREIGEBEN:
1. Exemplarsatz in die Anzeige holen und AKTUELL machen.
2. Status VERFÜGBAR oder AUSGELIEHEN?
Abbruch mit Meldung.
3. Ausleihdaten in #9DI retten.
4. Status VERFÜGBAR setzen und Exemplarsatz zurückschreiben.
5. Vormerkung auf diesen Titel oder dieses Exemplar?
Meldung.
Vormerksatz löschen.
Status RESERVIERT und Reservierungsdaten schreiben.
-------------------------------------------------
11.2 Wie werden Fristen festgelegt?
-------------------------------------------------
11.2.1 Leihfrist
-------------------------------------------------
Zuerst wird die VERFÜGBARKEIT des Exemplars geprüft.
NORMAL :
Gibt es eine EXEMPLARLEIHFRIST?
JA. Setze diese als Leihfrist.
NEIN.
Gibt es einen MEDIENTYPSATZ für Exemplar + Leserklasse?
JA: Setze Feld Leihfrist hieraus als Leihfrist.
NEIN: Setze Leihfrist aus Leserklasse als Leihfrist.
Fehlt hier das entsprechende Teilfeld oder hat es den Wert '0', gilt die
Entleihung als 'unbefristet' in dem Sinne, daß das Rückgabedatum auf den
letzten im Kalendersatz des Folgejahres registrierten Öffnungstag gesetzt
wird.
KURZLEIHE :
Gibt es eine EXEMPLARLEIHFRIST?
JA: Setze diese als Leihfrist.
NEIN:
Gibt es einen MEDIENTYPSATZ für Exemplar und Leserklasse?
JA. Setze Feld Kurzleihfrist hieraus als Leihfrist.
NEIN: Setze Kurzleihfrist aus LESERKLASSE als Leihfrist.
WERTVOLL :
Ausleihen ist nicht möglich.
PRÄSENZ :
Ausleihen ist ausnahmsweise möglich. Die Frist wird per Hand eingegeben.
GIFTSCHRANK :
Es wird abgefragt, ob wirklich entliehen werden soll. Wenn ja, dann wird die
normale Leihfrist wie oben berechnet.
-------------------------------------------------
Wird allerdings während der Ausleihe in der Dialogbox zum Erfassen des
Exemplarbarcodes mit <F4> auf den Status 'Ausnahmefrist' umgeschaltet, dann wird
die Leihfrist in den Fällen NORMAL, KURZLEIHE und GIFTSCHRANK mit der Hand
eingetragen und bestätigt.
-------------------------------------------------
11.2.2 Verlängerungsfrist
-------------------------------------------------
Wie bei der Leihfrist wird zunächst die Verfügbarkeit unterschieden.
NORMAL :
Gibt es eine EXEMPLARLEIHFRIST?
JA. Setze diese als V.frist.
Gibt es einen MEDIENTYPSATZ für Exemplar und Leserklasse?
JA. Setze Feld V.frist hieraus als V.frist.
Gibt es das Feld nicht oder ist es '0', dann setze
Feld Leihfrist als V.frist.
NEIN:
Setze V.frist aus Leserklasse als V.frist.
Gibt es das Feld nicht oder ist es '0', dann setze
Feld Leihfrist als V.Frist.
Eventuell gilt wie oben die Entleihung als unbefristet.
KURZLEIHE :
Wie bei der Erstentleihung, d.h. es gibt keine 'Kurzverlängerungsfrist'.
PRÄSENZ :
Wenn ein ausnahmsweise entliehenes Exemplar verlängert werden
soll, muß erneut per Hand die Frist eingegeben werden.
GIFTSCHRANK :
Es wird abgefragt, ob wirklich entliehen werden soll. Falls ja, wird die
normale Verlängerungsfrist wie oben berechnet.
-------------------------------------------------
11.2.3 Gültigkeit Vormerkung
-------------------------------------------------
Gibt es einen MEDIENTYPSATZ zu Exemplar und Leserklasse, wird die Frist daraus
entnommen.
Andernfalls wird die Frist aus dem LESERKLASSENSATZ entnommen.
Eventuell gilt wie oben die Vormerkung als unbefristet gültig. Vormerkungen,
deren Gültigkeit abgelaufen ist, werden nicht mehr berücksichtigt.
-------------------------------------------------
11.2.4 Gültigkeit Reservierung
-------------------------------------------------
Gibt es einen MEDIENTYPSATZ zu Exemplar und Leserklasse, wird die Frist daraus
entnommen.
Andernfalls wird die Frist aus dem LESERKLASSENSATZ entnommen.
Eventuell gilt wie oben die Reservierung als unbefristet gültig.
-------------------------------------------------
11.2.5 Mahnfrist
-------------------------------------------------
Es wird unterschieden zwischen Exemplar- und Gebührenmahnungen.
Exemplarmahnung :
Gibt es einen MEDIENTYPSATZ für das Exemplar, dann wird für die 1. Mahnung bzw.
Folgemahnung die u.U. unterschiedliche Frist aus dem MEDIENTYPSATZ auf das
Rückgabedatum aufgerechnet.
Fehlt das entsprechende Teilfeld oder ist es 0, dann gilt KEINE FRIST als
gesetzt, d.h. das Exemplar wird nie gemahnt.
Andernfalls werden die entsprechenden Teilfelder aus dem LESERKLASSENSATZ
entnommen.
Gebührenmahnung :
Es wird in jedem Fall die für Folgemahnungen geltende Frist aus dem
LESERKLASSENSATZ entnommen.
-------------------------------------------------
11.3 Medientypen
-------------------------------------------------
Es möglich, in der Ausleihverwaltung bei Fristen, Gebühren und Grenzen nach
Medientypen zu differenzieren.
Die dazu notwendigen Angaben sind in MEDIENTYPSÄTZEN enthalten (vgl. Kap.
'Konfiguration').
Die Verbindung von Titel, Exemplar und Medientyp geschieht über einen CODE und
ein KÜRZEL des Medientyps.
Das Kürzel des Medientyps, z.B. 'CD', muß dafür zumindest im Exemplarsatz
(#9DG ²m) und im MEDIENTYPSTAMMSATZ (#9A ²C) enthalten sein und zwar in einer
VERBINDLICH EINHEITLICHEN Schreibweise.
Besondere Vorteile bringt es, wenn man bereits eine Kategorie im Titelsatz
(Standard #770) mit einem Medientypkürzel gefüllt hat.
In jedem Fall muß der Medientyp des Titels erkennbar sein.
Im MEDIENTYPSTAMMSATZ ist dann der CODE des Medientyps enthalten, über den der
MEDIENTYPSATZ, dessen Daten ständig gebraucht werden, schnell gefunden werden
kann.
-------------------------------------------------
11.3.1 Inventarisierung
-------------------------------------------------
Beim Erfassen neuer Exemplare zu einem Titel kann man dafür sorgen, daß der
Inhalt einer Titelkategorie als Medientypkürzel in den Exemplarsatz übernommen
wird.
Fehlt eine solche Kategorie, kann über ein Auswahlmenü der Medientyp des
Exemplars bestimmt werden. Der Inhalt des Auswahlmenüs hängt von den in der
Datenbank angelegten MEDIENTYPSTAMMSÄTZEN ab.
-------------------------------------------------
11.4 Provisorische Inventarisierung
-------------------------------------------------
Wird während der Ausleihe eine Exemplarbarcode gelesen, der zwar ein gültiges
Format besitzt, zu dem aber kein Datensatz gefunden werden kann, dann wird dem
Operator eine PROVISORISCHE Erfassung des Exemplars angeboten.
Der Unterschied zur REGULÄREN Inventarisierung besteht lediglich darin, daß das
Exemplar KEINEM TITEL zugeordnet ist.
Dafür MUSS das zusätzliche Feld 'Titel-Memo' gefüllt werden, in dem diejenigen
Titeldaten notiert werden können, die für eine Identifikation wichtig sind.
An diesem zusätzlichen Teilfeld im Exemplarsatz wird bei der Rückgabe erkannt,
daß es sich um ein provisorisch inventarisiertes Exemplar handelt und eine
Warnung ausgegeben. Das Exemplar kann zur Nachbearbeitung beiseite gelegt
werden.
Das nachträgliche ZUORDNEN des korrekten Titelsatzes zu diesem Exemplar
geschieht mit Hilfe der Menüpunkte 'Ex. zuordnen.../Titel merken' im TITELMENÜ
bzw. 'Ex. zuordnen.../Exemplar zuordnen im EXEMPLARMENÜ.
Die Zuordnung kann jederzeit geschehen, also nicht erst nach der RÜCKGABE des
Exemplars.
Um die provisorisch inventarisierten Exemplare in der Datenbank aufzufinden,
sind die folgenden beiden Wege denkbar.
Man verschlüsselt das Teilfeld 'Titel-Memo' im Exemplarsatz mit einem
signifikanten PRÄFIX.
Bei der provisorischen Erfassung wird das Exemplar automatisch einem Titel mit
der Identifikation '000000000' zugeordnet. Man muß also nur einen solchen Titel
in der Datenbank vorhalten.
-------------------------------------------------
11.5 Ausweisende
-------------------------------------------------
Im LESERKLASSENSATZ kann die Gültigkeit des Leserausweises begrenzt werden.
Die Angaben des Teilfelds ²A können in der Form z.B. 20051231 für das Ende der
Gültigkeit zum Datum ODER in der Form z.B. @1 für das Ende des laufenden
VIERTELJAHRES (@2 für HALBJAHR, @4 für JAHR) ODER in der Form z.B. $360 für eine
Gültigkeit von 360 Tagen (nicht Öffnungstagen).
Ist die Gültigkeit überschritten, erscheint eine Warnung, sobald der betreffende
Leser erneut auszuleihen beabsichtigt.
Der Operator bekommt dann die Möglichkeit, die Daten des Lesers, z.B. die
LESERKLASSE, zu ändern.
Dabei wird das neue Ablaufdatum der Gültigkeit in den Lesersatz übernommen.
-------------------------------------------------
11.6 Barcodes lesen
-------------------------------------------------
Das Lesen des Barcodes wird durch einen FIFO Stack gepuffert und sollte auch bei
schnellen Lesestiften sicherer funktionieren.
Die Verzögerung des SCHREIBENS nach dem LESEN kann mit der Option aBD in der
.CFG Datei eingestellt werden. Z.B. entspricht
-------------------------------------------------
aBD2000
-------------------------------------------------
der STANDARDEINSTELLUNG. Mit
-------------------------------------------------
aBD0
-------------------------------------------------
würde jedes gelesene Zeichen sofort geschrieben (und geprüft etc.) Bei
bestimmten Barcodelesern führt das zum Verlust von Zeichen.
Die SICHERSTE Einstellung hängt sowohl vom Barcodeleser als auch vom Rechnertyp
ab.
-------------------------------------------------
11.7 Menüwechsel
-------------------------------------------------
Man kommt vom TITELMENÜ in das Exemplarmenü, indem man ein Exemplar per Menü
über die Auswahl zu diesem Titel oder per Barcode IN DIE ANZEIGE LÄDT.
Man kommt vom EXEMPLARMENÜ ins Titelmenü, indem man den Menüpunkt 'Titel zum
Exemplar' wählt.
Man kommt aus beiden Menüs in das LESERMENÜ, indem man per Menü einen Leser aus
dem Register wählt oder per Barcode in die Anzeige lädt.
Man kommt aus dem LESERMENÜ ins EXEMPLARMENÜ, indem man ein Exemplar per Barcode
in die Anzeige lädt.
-------------------------------------------------
11.8 Verlängern
-------------------------------------------------
Liegt das Exemplar vor, kann so verlängert werden, als ob ausgeliehen würde,
also indem man den Barcode einliest.
Die Maximalzahl an Verlängerungen wird geprüft. Ausnahmen sind möglich.
Auch bei einer Verlängerung wird die Ausleihfrequenz hochgesetzt.
Unechte Verlängerungen werden ignoriert, d.h. es ist erlaubt, mehrmals denselben
Exemplarbarcode einzulesen.
Bei der Verlängerung per BELASTUNGSAUSWAHL werden nur die Entleihungen
angezeigt. Für das Löschen von Vormerkungen und Reservierungen gibt es GETRENNTE
Menüpunkte.
In der Auswahl werden bereits verlängerte Exemplare markiert.
-------------------------------------------------
11.9 Zugriffsprivilegien
-------------------------------------------------
Mit der Aufrufoption -Zn, n=0,1,2 kann gesteuert werden, welche Aktionen dem
Operator erlaubt sind.
Für n=0,1 sind die üblichen Aktionen aus der Katalogisierung, z.B. das direkte
Löschen oder Ändern eines Datensatzes, untersagt.
Die Standardeinstellung, die angenommen wird, wenn Option -Z fehlt, ist n=1 und
erlaubt alles, was für den normalen Leihverkehr notwendig ist.
Die Stufe n=0 schränkt das Programm im wesentlichen auf das Entleihen und
Zurückgeben ein.
Die Stufe n=2 ist die 'Supervisor' Privilegstufe. Beim Start des Programms wird
dann in jedem Fall nach einem Paßwort gefragt. Die Menüpunkte zum Ändern des
Supervisor Paßworts sind erreichbar.
Sämtliche Aktionen, die in der Katalogisierung möglich sind, sind für n=2
ebenfalls möglich.
Das Standardpaßwort lautet 'alf', wobei die Schreibung in Kleinbuchstaben
beachtet werden muß.
-------------------------------------------------
11.10 Konsistenzchecks
-------------------------------------------------
Im Programm AlfS gibt es die Möglichkeit diverse Überprüfungen der durch das
Ausleihprogramm angelegten und benutzten Datensätze durchzuführen.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #97 |--- Menü Systemverwaltung -------|
| Konfiguration... |
TITELSATZ | 1. Leserklassen |
------------------------------ | 2. Medientypstämme |
Bach, Johann Sebastian: | 3. Medientypen |
Weihnachtsoratorium BWV 248: Auszüge / J? 4. Kalender |
Hamburg: Phonogram, 1980. - |---------------------------------|
------------------------------ | Statistik... |
EXEMPLARE | 5. Monatsstatistik |
| 6. Jahresstatistik |
[1] 000005 MC-E |---------------------------------|
| Protokolle... |
|*7. Auswählen » |
| 8. Starten |
| |
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| |
| |
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| |
>>> weihnachtsoratorium bwv 248 au |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ---|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nach Auswahl von [7.] erscheint ein Untermenü, in dem die zu testenden
Datensatzuntermengen 'angekreuzt' werden können.
-------------------------------------------------
Stadtbücherei Datei ALF 1 #97 |--- Menü Systemverwaltung -------|
| Konfiguration... |
TITELSATZ | 1. Leserklassen |
------------------------------ | 2. Medientypstämme |
Bach, Johann Sebastian: | 3. Medientypen |
Weihnachtsoratorium BWV 248: Auszüge / J? 4. Kalender |
Hamburg: Phonogram, 1980. - |---------------------------------|
------------------------------ | Statistik... |
EXEMPLARE | 5. Monatsstatistik |
| 6. Jahresstatistik |
[1] 000005 MC-E |---------------------------------|
| Protokolle... |
| 7. Auswählen » |
||--------------------------------|
|| » Entleihungen |
|| » Vormerkungen |
|| » Reservierungen |
|| » Gebühren |
||--------------------------------|
| |
| |
| |
>>> weihnachtsoratorium bwv 248 au |- ENTER Auswahl/ESC Abbrechen ---|
Ausleihverbuchung mit <Tab>
Nachdem man die gewünschten Datensatztypen mit <Enter> ausgewählt und das Menü
mit <Esc> wieder zugeklappt hat, wählt man [8.], um die Überprüfungen zu
starten.
Die Ausgabe der Ergebnisse erfolgt in eine Datei namens 'Tagesdatum'.chk, z.B.
'20050703.CHK', die in das aktuelle Datenbankverzeichnis gelegt wird. Mit der
Aufrufoption -B, bzw. mit der Umgebungsvariablen 'BPATH' kann ein alternatives
Verzeichnis angegeben werden.
-------------------------------------------------
11.10.1 Entleihungen
-------------------------------------------------
Es werden nicht alle noch in der Datenbank gespeicherten entliehenen
Exemplarsätze geprüft, sondern nur diejenigen mit einem Rückgabedatum 'in der
Nähe' des aktuellen Tagesdatums, nämlich am aktuellen, am nächsten oder an den
letzten 3 Öffnungstagen.
Bei den Prüfungen werden z.B. Datumsangaben im Schlüssel mit solchen im
Datensatz verglichen.
Es wird allgemein geprüft, ob der Datensatz eine korrekte Struktur hat.
Es wird geprüft, ob ein passender Leserdatensatz in der Datenbank existiert und
ob der Leser abgemeldet oder gesperrt ist.
-------------------------------------------------
11.10.2 Vormerkungen
-------------------------------------------------
Es werden alle vorhandenen Vormerksätze überprüft.
Datumsangaben werden auf Konsistenz geprüft, d.h. solche im Schlüssel mit
solchen im Datensatz verglichen.
Es wird allgemein geprüft, ob der Datensatz eine korrekte Struktur hat.
Es wird geprüft, ob der Datensatz gelöscht ist.
Es wird geprüft, ob die Vormerkung abgelaufen ist.
Es wird geprüft, ob es sich um eine 'doppelte' Vormerkung handelt, d.h. um eine
solche zu demselben Leser und demselben Titel.
Es wird geprüft, ob die Vormerkung erfüllbar ist.
Es wird geprüft, ob ein Leserdatensatz existiert und ob der Leser abgemeldet
oder gesperrt ist.
-------------------------------------------------
11.10.3 Reservierungen
-------------------------------------------------
Es werden alle vorhandenen Exemplarsätze mit Reservierungsdaten überprüft.
Das Ablaufdatum wird auf Konsistenz überprüft.
Es wird geprüft, ob die Reservierung abgelaufen ist.
Es wird geprüft, ob ein Leserdatensatz existiert und ob der Leser gesperrt oder
abgemeldet ist.
-------------------------------------------------
11.10.4 Gebühren
-------------------------------------------------
Es werden alle ausstehenden Einzelgebühren überprüft.
Das Erfassungsdatum wird auf Konsistenz geprüft.
Der Status, d.h. 'getilgt', 'storniert' oder 'offen', wird auf Konsistenz
geprüft.
Es wird geprüft, ob ein Leserdatensatz existiert und ob der Leser gesperrt oder
abgemeldet ist.
B.Eversberg, 2007-05-31 / 2008-10-13