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Was
ist
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autonomes ,Es kann auch (aber nicht nur) als Client-Server-System betrieben werden.plattformunabhängiges ,Datenbanksystem.objektorientiertes
Darin stecken mehrere Begriffe, die
ausführlicher erklärt
werden sollten:
(Sie können auch oben die blauen Wörter
anklicken)
Das bedeutet: allegro ist kein spezialisiertes Anwendungsprogramm, sondern es kann für viele Anwendungen eingesetzt werden, wo Daten eingegeben, gespeichert, verwaltet und abrufbar gemacht werden müssen. Ein solches Programmsystem braucht mehrere Eigenschaften, unter anderem diese:
Die Struktur der Daten ist nicht fest ins System eingebaut, sondern kann vollständig konfiguriert und parametriert werden: MAB oder MARC sind nicht verpflichtend, es kann mit ganz anderen Datenformaten gearbeitet werden. Eigentlich ist allegro gar nicht auf bibliothekarische Daten und Aufgaben im engeren Sinne fixiert, sondern kann ein weites Spektrum von Strukturen und Funktionen abdecken. Ab Version 23.2 kann voll mit Unicode gearbeitet werden. Dabei können dank der Parametrierung sogar z.B. kyrillische Daten in Registern oder Textanzeigen auch automatisch transliteriert erscheinen.
Mehrplatzfähigkeit
Auf allen Plattformen (incl. DOS und Novell) kann eine allegro-Datenbank von mehreren Plätzen aus gleichzeitig mit schreibendem Zugriff benutzt werden. Es gibt keine getrennten Einzel- und Mehrplatzversionen
Fehlersicherheit
Alle Transaktionen (Dateneingaben, Korrekturen etc.) werden zusätzlich protokolliert. Ist nach einem Absturz, z.B. durch Stromausfall, eine Datenbank nicht mehr benutzbar, kann deshalb der Zustand unmittelbar vor dem Zusammenbruch schnell und exakt rekonstruiert werden.
Für den Einsatz von allegro
ist keine zusätzliche
Software als Grundlage erforderlich, insbesondere kein
Standard-Datenbanksystem. Das heißt auch: Keine Zusatzkosten.
allegro macht, schlicht gesagt, alles selbst.
allegro ist plattformunabhängig
Auf allen gängigen Plattformen kann gearbeitet werden: MS-DOS, UNIX, Linux, Windows'95/98 und NT. Nicht nur das, sondern die Datenstruktur ist auf allen diesen Plattformen exakt dieselbe. Daher braucht man eine Datenbank nur zu kopieren, um sie auf einer anderen Plattform benutzen zu können. Hat man von zwei Plattformen aus, z.B. DOS und Windows, Zugriff auf dieselbe Platte (z.B. mit Samba), kann man auch gleichzeitig an derselben Datenbank arbeiten. (Das Problem der unterschiedlichen Zeichencodes wird durch eine für den Nutzer unsichtbare Tabellensteuerung gelöst.)
Wenn man eine Datenbank auf CD-ROM
publizieren will, braucht man sie
nur auf die CD zu kopieren. Die Programme APAC (für DOS-Benutzung)
und alcarta (für
Windows'95 und NT) können darauf direkt
zugreifen. Diese Programme sind zur kostenlosen Verbreitung
freigegeben, d.h. Käufer der CD zahlen keine Lizenzgebühr
für die Software.
allegro ist objektorientiert, nicht relational
Die allegro-Datenbank kann
Datensätze verschiedenster
Typen in ein und derselben Datei enthalten. Das Verhalten der
Sätze, z.B. ihre Indexierung und ihr Erscheinungsbild am
Bildschirm, wird vollständig durch die Parametrierung gesteuert,
also nicht durch fest eingebaute Funktionen des Programms. Die
Windows-Programme können darüber hinaus durch eine
Makrosprache auch den verschiedenen Satztypen ein eigenes, funktionales
Verhalten verleihen.
Die Freiheit von den Zwängen einer (relationalen) Tabellenstruktur
hat schon viele Anwendungen ermöglicht, die mit
Standard-Datenbanksystemen schwer realisierbar wären, sorgt aber
auch für eine sehr kompakte Speicherung und hohe Leistung. Zum
Beispiel ist das Einführen eines neuen Feldes sehr einfach: man
schreibt es in die Konfigurationsdatei und kann ab sofort dieses Feld
in jedem Satz besetzen, auch in schon vorhandenen Sätzen, ohne
Reorganisation der Datenbank o.ä. Jedes Feld ist wiederholbar,
kann bis zu 3000 Byte lang werden, keine maximale Länge ist im
Vorhinein festzulegen. (Gespeichert werden nur die wirklich
vorhandenen Zeichen.) Jedes Feld kann als Text behandelt, es kann aber
auch damit gerechnet werden.
Ab Version 25 (2005) gibt es eine sehr leicht zu nutzende
Möglichkeit, Daten in Form von Tabellen zwischen allegro und relationalen Systemen
in beiden Richtungen auszutauschen: aresqa.
Das Konzept der Parametrierung macht allegro
generell zu einem offenen
System: es ist keine Black Box, sondern der interessierte Anwender
kann alles bis ins Kleinste konfigurieren bis hin zur Konvertierung von
Fremddaten ins eigene Format oder von allegro-Daten in fremde
Formate. Die Parametrierung betrifft auch die Indexierung: Welche
Felder in welche Register kommen, in welcher Form und Zusammensetzung
(mehrteilige Schlüssel!) und mit welcher Zeichenumcodierung, alles
ist frei gestaltbar. In der Windows-Version ist die Parametrierung oft
tiefer unter der Oberfläche verborgen, damit man z.B. bei
Listenproduktionen (Auswertungen, Reports, Tabellen) ein gutes
Stück weit
kommt ohne Insider-Kenntnisse.
Die alphabetischen Register,
in denen man nach beiden Richtungen
blättern kann (und die sogar trunkiert angezeigt werden
können) sind ein zentrales allegro-Prinzip. Etwas
vergleichbares ist in der SQL-Welt nicht vorhanden. Die
Windows-Programme und der avanti-Server bieten jedoch zusätzlich
auch die Boolesche Verknüpfung, wie bei anderen Systemen.
Ist allegro ein Client/Server-System?
Ja und nein. Zum System gehört ein Datenbankserver namens avanti. Dieser wird für WWW-Anwendungen eingesetzt. Eine Link-Liste verzeichnet Datenbanken, die auf diese Weise ans Netz angebunden sind. Dieser Server spielt auch eine wichtige Rolle in der Kommunikation über Z39.50.
Es gibt insgesamt vier Wege, mit einer allegro-Datenbank zu
arbeiten. Nur einer davon ist die Client/Server-Arbeitsweise.
Zwar kann man avanti auch in einem Intranet einsetzen, aber man braucht es nicht. Viel häufiger werden die "monolithischen" Programme der DOS- und Windows-Plattformen auf Novell- oder NT-Netzen eingesetzt. Sie bieten mehr Funktionen und höhere Leistung als ein Client/Server-System, weil sie unmittelbar auf die Datenbank zugreifen können und die Fähigkeiten der jeweiligen Plattform viel besser ausnutzen. Insbesondere wäre es unnötig schwerfällig, wollte man auf Einzelplatzsystemen eine Client/Server-Lösung betreiben. Es geht zwar, aber man hätte viel mehr Verwaltungsaufwand und langsamere Reaktionen. Wo es jedoch nötig ist, kann avanti gleichzeitig mit den direkt zugreifenden Programmen an derselben Datenbank arbeiten, d.h. im WWW kann die "lebendige" Datenbank angeboten werden.
Zum Bereitstellen einer Datenbank im
Inter- oder Intranet gibt es
neben avanti noch eine zweite Methode, die ganz salopp "RuckZuck" heißt. Diese ist
ausdrücklich für Schnellschüsse gedacht und nur auf
Windows-95/98 oder NT anwendbar. Es sind keine zeitraubenden Arbeiten,
etwa in Perl oder dergl., notwendig, sondern mit einem speziellen
dafür entwickelten Dateipaket in HTML und einigen FLEX-Makros kann
eine Datenbank schon in einer Stunde "am Netz" sein. Auch diese Methode
ist, wie alles andere am System, anpassungs- und ausbaufähig.
Ist allegro vollständig dokumentiert?
Es gibt für den Systemverwalter
das Systemhandbuch
(aktuelle Neuauflage V20 erschien im April 2000), das auch dem
Endanwender und Einsteiger einiges an Hilfestellung bietet. Die
Windows-Programme a99
(Hauptprogramm) und alcarta
(OPAC-Programm) können umfangreiche Hilfetexte bereitstellen, in
denen man wie mit
einem Web-Browser blättern kann. Neben vielem anderen sind
große Teile des Handbuches jetzt im Programm direkt abrufbar, bei
Bedarf kann man die benötigten Teile sofort aus der Anzeige heraus
drucken oder mit Cut-and-Paste kopieren. Ein eigenes Browser-Fenster , JanaS (Janus-allegro-System)
verbindet seit Version 24 allegro
mit dem Internet.
Anders als beim Windows-Standard-Hilfesystem können alle
Hilfetexte anwendungsseitig erstellt und manipuliert, aber auch
mehrsprachig vorgehalten werden. Die
Hilfetexte können nicht nur Hyperlinks (auch zum Internet!)
enthalten, sondern auch
eingebettete Makros, geschrieben in der allegro-eigenen
Makrosprache FLEX. Damit können umfangreiche Funktionen realisiert
werden; so gibt es bereits Erwerbungs- und Ausleihroutinen, die allein
auf dem FLEX-Konzept beruhen. Auch die Methode zur Sicherung und
Restaurierung der Daenbank ist mit FLEX-Makros realisiert. Die
FLEX-Sprache ist außerdem kompatibel mit der Befehlssprache des
"avanti"-Servers.
Mehr über die vier verschiedenen Wege zu einer "allegro"-Datenbank
steht in einer speziellen Übersicht.
Ist allegro eher ein System für kleinere und mittlere Datenbanken?
Das wäre ein Understatement. Es gibt inzwischen etliche Datenbanken mit mehr als 1 Million Sätzen, die größte ist wohl diejenige, die aus den Daten des ehemaligen VK erstellt wurde: sie hat 15 Millionen Sätze, die Register enthalten 180 Millionen Einträge.
A. Systemverwaltung
Dazu gehören das Erstellen von Sicherungskopien (im laufenden
Betrieb) und das Restaurieren nach einem Zusammenbruch, aber auch noch
einige andere. Sogar für das Einrichten eines WWW-Zugriffs gibt es
eine sehr leicht zu realisierende Standardlösung
mit PHP als Skriptsprache. Eine Anzahl von verschiedenen Beispiel-Datenbanken kann
man sich sofort anschauen.
B. Exportfunktionen
Auf diesem Gebiet war wohl die Komplexität am größten.
Unter der Oberfläche ist das immer noch so, und das ist auch
unvermeidlich, aber man sieht nichts mehr davon: Tabellen, sortierte
Listen, statistische Auswertungen, Exporte in anderen Formaten - alles
das kann nun über bequeme Menüs mit Mausklicks abgewickelt
werden. Sowohl beliebige Ergebnismengen als auch die gesamte Datenbank
können auf diese Weise jederzeit behandelt werden.
Ein umfangreiches Hilfesystem, das sogar die wichtigen Teile
des Systemhandbuchs einschließt, ist ins System integriert. Die
Hilfetexte sind interaktiv, d.h. es können (wie bei einem
Web-Browser) durch anklickbare Links weitere Texte sofort aufgeschlagen
werden und man kann vorwärts- und rückwärts
blättern, die Hilfetexte können aber auch Funktionen
auslösen, d.h. sie helfen tatsächlich aktiv. Die
Funktionspakete bieten jeweils ein
übersichtliches Menü an, von dem aus jede Funktion sofort mit
der Maus zu starten ist. Welcher FLEX jeweils dahinter steckt und wie
er arbeitet, braucht der Normalanwender nicht zu wissen - für ihn
scheint es eine eingebaute Funktion zu sein.
C. Eingabesystem
Dank einer neuen Formulartechnik wird auch das Eingeben neuer
Datensätze noch weiter als früher unterstützt. Hier ist
es nicht schwierig, neue Formulare zu schaffen oder vorhandene zu
modifizieren, um das Ganze auf den eigenen Bedarf einzurichten. Das
sofortige Umschalten auf eine Fremddatenbank und das Kopieren daraus
gab es schon in der DOS-Version, unter Windows ist es gleichfalls
realisiert.
Aber angenommen, man will nichts Aufwendiges, sondern nur eine ganz
einfache Datenbank mit wenigen Elementen, z.B. nur den 15 Elementen des
Dublin Core. Ist dann allegro nicht ein zu großes
Geschütz? Nicht mehr. Man kann die vielen zusätzlichen
Möglichkeiten des Standards auch ignorieren und nicht nutzen, das
kostet keine Leistung und keinen Platz. Es gibt sogar ein
Eingabeformular für Dublin Core - dann nutzt man eben nur dieses.
Das Installieren ist nun durch
die Schaffung eines
"Gesamtpakets" ebenfalls radikal vereinfacht worden. Jeder kann es
sofort ausprobieren: Es gibt eine Demo-Version
mit Vollfunktion, die Sie in fünf Minuten auf Ihrem Rechner haben
können (Win'95, 98, NT, 2000, ME). Danach noch ein paar
Mausklicks, und Sie haben Ihre erste eigene Datenbank. Oder Sie
experimentieren ausgiebig mit der Demo-Bank. Platzbedarf für die
Demo-Installation: unter 8 MB.
Kein Risiko: mit der UnInstall-Funktion werden Sie alles
schnell wieder los. Oder aber Sie beschaffen sich nach einer Weile eine
ordnungsgemäße Lizenz. Dann
installieren Sie die aktuellste Version einfach über die
Demoversion und arbeiten weiter. Das bedeutet, ganz richtig, Sie
können schon mit der Demoversion regulär anfangen zu
katalogisieren und alles zu machen, was sie anbietet, mit Ihren eigenen
Daten. Das Hilfesystem erklärt auch, wie man eigene Daten
hineinbringt, die man in anderer Form bereits vorliegen hat.
Abschließend darf aber
eines nicht verschwiegen werden:
Oben steht mit Überlegung: "Im Prinzip ja." Man ist gut beraten,
ob
man nun allegro oder
irgend etwas anderes anwendet, sich
gewisse Grundkenntnisse
der Computerei anzueignen. Besonders dann, wenn
kein "Systemverwalter" ständig in der Nähe und erreichbar
ist. Denn sonst bleibt man in gewisser Weise immer unmündig,
abhängig und anfällig für falsche Versprechungen und
Übervorteilungen. Bücher und anderes Material oder auch Kurse
für Anfänger gibt's wahrlich genug. Das Hilfesystem des
Windows-Programms bietet aber schon selbst eine Menge an
einführenden Texten, darunter auch die der erfolgreichen E-Mail-Fortbildung 2004, die
sich in mehreren Kursen der Initiative Fortbildung bewährt haben.
© Universitätsbibliothek Braunschweig, Bernhard Eversberg 2000-05-22 / 2005-02-16
B.Eversberg@tu-bs.de,