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BlueChyp
V27.2
BlueChyp
Neuer- und Verbesserungen

7. Mai 2007
Bewährtes bewahren,
Ererbtes erwerben,
Sinnreiches ersinnen,
Verbindendes finden,

Was trennt, überwinden.


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Null Aufwand
Eines haben alle neuen Funktionen, Programme und Eigenschaften gemeinsam:
Der Umstellungsaufwand ist Null. Vorhandene FLEXe, Batchdateien, Parameter etc. funktionieren unverändert weiter, an vorhandenen Daten ist keine Änderung nötig.


Volltextsuche mit Regulären Ausdrücken

Schon mit V27.0 vorgestellt: Die reformierte Volltextsuche. Kein DOS-Programm mehr, sondern mit einem neuen FLEX-Befehl realisiert, der einen Text mit der Syntax der "Regulären Ausdrücke" durchsuchen kann. Das DOS-Programm SRCH.EXE hat damit ausgedient, funktioniert aber weiter, und damit auch die darauf angewiesenen Batchdateien.

MultiX
Bereits 2005 angekündigt, endlich umgesetzt: Statt nur einer Indexdatei kann eine Datenbank jetzt mehrere zugleich haben. Dadurch ist die bisherige Obergrenze von 2GB durchbrochen worden. An der Benutzungsoberfläche ist davon nichts zu bemerken oder zu beachten. Sogar die DOS-Programme PRESTO/APAC können auf die neuen Indexe zugreifen, denn sie wurden entsprechend erweitert.

Rechenfunktionen in FLEX
Die Rechenfähigkeiten in der Skriptsprache FLEX waren arg begrenzt. Das ist nun grundlegend anders mit dem neuen Befehl  
evaluate, der beliebige Rechenausdrücke auswerten kann. Nicht nur die Erwerbungs- und Ausleihfunktionen können davon profitieren. Nützliche Anwendungsbeispiele werden mitgeliefert, so z.B. Zins- und Tilgungsrechnung sowie eine Funktion zum Umrechnen diverser Maßeinheiten, wie etwa Celsius<->Fahrenheit oder Benzinverbrauch in Liter/100 km <-> Miles/Gallon.
 
Import mit FLEX
Zur Datenumwandlung wird nun nicht mehr in jedem Fall das alte DOS-Programm IMPORT.EXE gebraucht. In FLEX kann man bequem ganze Datensätze aus Fremdformaten einlesen und mit den erweiterten Möglichkeiten der Zeichenkettenbehandlung bequem umwandeln. Auch das Konvertieren unterschiedlicher Zeichensätze bis hin zu Unicode ist damit kein Problem mehr. Damit kann man z.B. unmittelbar die Daten des Verbundes Ohionet nutzen (die Titelaufnahmen enthalten Inhaltsverzeichnisse!).
Für Normalanwender besonders interessant ist eine neue Z39-Clientfunktion, mit der man, ohne das Programm a99 zu verlassen, Daten aus entsprechenden Quellen abrufen kann. Die Datensätze erscheinen dann sofort im eigenen Format, nicht zuerst in MAB oder MARC. Auch hierbei ist die Umwandlung in FLEX realisiert und daher sehr leicht abzuwandeln. Eine Liste der interessantesten Server mit ihren Zugriffsdaten wird mitgeliefert, z.B. LC, DNB, GBV, Melvyl. Man wählt sich daraus die geeigneten aus.
Das alte IMPORT.EXE und die darauf angewiesenen Batchdateien arbeiten problemlos weiter!

Sortierprogramm jetzt 32bit
asort.exe ist nun ein echtes Windows-Konsolprogramm. Es ersetzt voll das alte DOS-Programm und kann in derselben Weise benutzt werden, ist jedoch viel schneller (das alte machte 20mal mehr Zwischendateien). Zusätzlich kann man damit aber auch Externdateien sortieren, nicht nur Grunddateien der speziellen allegro-Internstruktur. Das neue Programm funktioniert nur auf Windows ab '95, das alte bleibt unbeschränkt lauffähig. Besonders wichtig ist aber, daß damit nun beim normalen Datenbankbetrieb keine DOS-Programme mehr gebraucht werden: die besonders häufigen Vorgänge des Sortierens und Exportierens von Dateien etwa für Listen- und Tabellen können nun ohne Batchdatei und ohne die alten Programme SRCH.EXE und ASORT.EXE ablaufen. Dafür werden neue FLEX-Unterprogramme bereitgestellt, die eine Ergebnismenge oder auch eine externe allegro-Datei nach jedem Kriterium sortieren können.

Neues FLEX-Lehrbuch
Die Skriptsprache FLEX ist zu einem mächtigen Werkzeug geworden, mit dem sich alle allegro-spezifischen Aufgaben bewältigen lassen. Auch die Windows-Versionen der Erwerbungs- und Ausleihfunktionen sind komplett mit FLEX realisiert. Um dieser zentralen Bedeutung Rechnung zu tragen, wurde eine neue Einführung geschrieben, die dem Einsteiger die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln soll. Dazu gibt es eine Konfigurierung des Texteditors NotePad++, mit der die FLEX-Dateien per Syntax-Highlighting besonders leicht und übersichtlich bearbeitet werden können - auch für "FLEXperten" interessant. Hat man den Einstieg mit diesem neuen Lehrbuch geschafft, wird man die vollständige, offizielle Dokumentation umso besser nutzen können.
Praktische, kompakte Problemlösungen für vielerlei Zwecke werden in einer Serie von Tricks über die E-Mail-Liste verbreitet.

PHPAC
Die PHP-Schnittstelle wurde weiter verbessert und erweitert:
a) Ein universelles Skript autoform.php erstellt Formulare für die Bearbeitung oder Neueingabe von Datensätzen
b) Eine User-Datenbank kann eingerichtet werden, um die Nutzerfunktionen wie Anmeldung, Login und Passwortverwaltung zu übernehmen. Die eigene Datenbank muß nicht mehr mit solchen Aufgaben belastet werden. Am Beispiel der ClassiX-Datenbank (Komponisten klassischer Musik und ihre Werke) wird dies praktisch demonstiert.
c) AJAX-Implementierung: Die Methodik wird genau dargestellt, wie man die sog. AJAX-Funktionalität realisieren kann. Beispiele dazu sind schon im PHPAC-Standard zu finden: ALFA-Ausleihe; Anzeige von Datensätzen wird im Index eingeblendet.

aLF und ORDER
Die "Geschäftsgangsprogramme" aLF (Ausleihe) und "ORDER" (Erwerbung) haben sich als DOS-Programme lange Zeit in der Praxis bewährt. Bei der Umstellung auf Windows wurde deshalb angestrebt, die Datenstrukturen und die Indexierung unverändert beizubehalten, aber alle Vorgänge mit FLEX neu zu programmieren. Der Übergang soll damit so problemarm wie nur möglich sein, ja man soll sogar auch noch parallel z.B. den DOS-aLF und die neuen aLF-FLEXe einsetzen können.
Als Vorstufe gab es schon seit Jahren einfache Grundversionen mit den wichtigsten Funktionen: ALFA und ORDA. Diese sind in vielen kleineren Spezialbibliotheken sehr beliebt. Sie sind aufwärtskompatibel zu den FLEX-Paketen von aLF und ORDER, die nun weitgehend ausgebaut sind und die DOS-Programme ablösen können.
Mit der Umstellung auf FLEX fiel die Notwendigkeit weg, eigene Programmversionen pflegen und betreiben zu müssen! Das Windows-Basisprogramm a99 dient nun als Allround-Programm, und alle Funktionen sind lokal für jedwede Anpassung zugänglich, was unter DOS nicht möglich gewesen wäre, denn eine Skriptsprache wie FLEX existierte nicht.
Engagierte Anwender, das muß hier erwähnt werden, haben die entstehenden FLEX-Pakete bereitwillig und ausgiebig getestet und Verbesserungsvorschläge gemacht. Anders wäre eine hohe Praxisnähe kaum zu erreichen.
Windows-aLF geht in einem Punkt andere Wege als DOS-aLF: Die Statistik wird nicht mehr mit Hilfe von Datensätzen geführt, die in der Datenbank angelegt werden, sondern ein neues Konzept arbeitet mit eigenen Statistikdateien.
(Die eigentlichen Vorgänge des Ausleihgeschäfts werden in der Datenbank nicht dauerhaft gespeichert!) Dadurch wird die Datenbank entlastet und es werden beliebige Kumulationsstufen ermöglicht. Das Statistikkonzept kann nicht nur für die Ausleihe zur Anwendung kommen, sondern es läßt sich auch einsetzen, wenn man andere Vorgänge statistisch erfassen will, die mittels FLEX in der Datenbank ablaufen.
Tip: In a99  
h statist  eingeben, dann kommt die Beschreibung.

ZAboM : Zeitschriften-Abo-Management
Die Verwaltung von Zeitschriften-Abonnements einschließlich des Heftzugangs und der Umläufe gehört zu den kompliziertesten Funktionen in der Bibliotheksverwaltung. Schon mit den DOS-Programmen gab es dafür mehrere Lösungsansätze, die aber alle unvollkommen waren. Mit dem FLEX-System wurde ein neues Konzept namens ZAboM entwickelt, das im Juli 2007 erstmals erprobt werden kann und dann für den Jahrgang 2008 voll einsatzfähig sein soll.

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Bernhard Eversberg, UB Braunschweig 2007-05-03