Wie
immer traf man sich 19 Uhr zum zwanglosen Beisammensein, wie immerfachsimpelten
Teilnehmer bis Mitternacht und wie immer gab es Gelegenheit, Erfahrungen
auszutauschen, Informationen zu ganz speziellen Fragen und Wünschen
einzuholen.
Dieser
Bericht über zwei Tage allegro will nicht alle Einzelheiten wiedergeben.
Jeder Teilnehmer hat ohnehin ein eigenes Bild. Für alle anderen versuche
ich Zusammenfassungen zu geben und bitte darum, sich bei Bedarf genauer
bei den Autoren oder in vorliegenden Texten zu informieren.
B.
Eversberg präsentierte die Version 22. Daszunächst
als Aprilscherz maskierte „minimalistische Design“ mit mausloser Bedienung
wird vielleicht nur von wenigen bevorzugt werden. Aber es gibt auch ein
neues „Normaldesign“, zu vergleichen unter
http://www.allegro-c.de/a99nd.htm
Außerdem
führte er die Neuigkeiten der Verlautbarung 154 vor und des ergänzten
„Spickzettels“ vor, insbesondere den WWW-Katalog mit PHP, neue Flexe und
Anzeigeprototypen. Die Verlautbarung 154 sollte aufmerksam gelesen werden,
es gibt viele weitere nützliche Dinge. Dazu gehören die Verbesserung
des Exportmenüs in Richtung der DOS-Version für die Listenherstellung,
der bessere Umgang mit unterschiedlichen Formularen, Belegung von Funktionstasten
mit Flexen, die Anzeige des Nichtsortierzeichens bei der Internanzeige
und und ...
D.
Höppner zeigte den Einsatz von allegro für Subito und demonstrierte
in seiner gewohnt lockeren Art, wie dieser Dienst in der UB Braunschweigstabilisiert
und erforderliche Verwaltungsarbeitenreduziert
werden konnten. Hier wurde praktisch gezeigt, wie die Flexibilität
von allegro unterschiedliche Schnittstellen bedienen kann. Das System wird
bereits in Göttingen, Halle und Bremen eingesetzt.
Es
war eine Abschiedsvorstellung, Höppner nimmt eine Tätigkeit in
Hannover auf. Wir wünschen ihm alles Gute und der Entwicklungsabteilung,
daß ein geeigneter Nachfolger gefunden wird.
H.
Schmid zeigte zwei Client-Programme (unter Linux) für das Kategorienschema
MAB2, die für Benediktbeuern entwickelt wurden. Mit dem ersten Programm
lassen sich Datensätze (Titel verknüpft mit Exemplaren) bearbeiten,
die Bedienfunktionen sind an PRESTO angelehnt. Die Bildschirmaufteilung
besticht durch Übersichtlichkeit. Verknüpfte Sätze kann
man in einer Baumstruktur anzeigen lassen.
Das
zweite Programm realisiert eine Datenübernahme aus dem Internet direkt
in eine Allegro-Datenbank. Man recherchiert wie gewohnt im Internet (die
benutzten Datenbanken müssen vorher konfiguriert werden). Sobald man
einen Satz im Kategorieschema angezeigt bekommt, aktiviert sich der Schalter
zur Übernahme. Die zu übernehmenden Kategorien sind ebenfalls
konfigurierbar. Diese Programme können nach vorgesehener Verallgemeinerung
durchaus eine Alternative zu a99 werden. Die (noch im Entstehen begriffene)
Dokumentation wird auf der Homepage von Schmid zu sehen sein.
Email-Adresse:
harald.schmid@t-online.de
S.
Koczian, Augsburg demonstrierte eine Funktion aus der bisherherigen Augsburger
allegro- Erwerbung. Neuerscheinungen aus der Deutschen Nationalbibliographie
und der Buchhandlung Blackwell werden importiert, können von den Fachreferenten
nach Fächern und Eingabedatum recherchiert werden und erhalten einen
Bearbeitungsvermerk. Die erforderlichen Arbeitsgänge sind über
Flexe realisiert worden. Interessant, daß damit das neue Erwerbungssystem
SIERA ergänzt wird.
P.
Pfeiffer entwickelte für eine Bibliographie eine völlig andere
WWW-Lösung als die bisher bekannten, indem er Register, Kurzliste
und Satzanzeige als HTML-Listen generiert und damit dem Benutzer die HTML-Funktionalität
zur Verfügung stellt. Das System ist geeignet für kleinere Datenbanken,
für abgeschlossene Bibliographien und evtl. für Bibliotheken,
die selbst keinen Server betreiben. (Provider lassen meist keinen Programmbetrieb
auf ihren Webservern zu, d.h. avanti kommt dann nicht in Betracht!)
H.
Allers führte einen Flex vor, den man benutzen kann, um die Wirkung
einzelner Befehle zu testen. Seine Ausführungen zielten darauf hin,
Neueinsteigern die Scheu vor einer Flexprogrammierungzu
nehmen.
http://home.t-online.de/home/allers/flx/flxueb.flx
B. Eversberg zeigte auch noch die Datenbank der Tübinger Theologen,
die sich durch viele originelle Loesungen in den Details auszeichnet
und als Muster einer anspruchsvollen CD-Datenbank gelten kann. (Kollege
Weisweiler war leider nicht selber dabei).