Bericht über das allegro-Expertentreffen

Braunschweig 23./24. April 2002

 
Angereist waren 35 Teilnehmer, darunter viele, die sich seit Jahren zu diesem Anlaß einfinden, deren Namen man aus der Mailliste kennt, aber auch neue Nutzer kamen, um sich aus „erster Hand“ über das System zu informieren. Die Entwicklungsabteilung präsentierte ein gut gemischtes Programm zu Neuigkeiten in der Entwicklung, zum Thema Flexprogrammierung für Anfänger und Fortgeschrittene (zum Teil in parallelen Veranstaltungen). Einige Anwender zeigten ganzunterschiedliche eigene Lösungen.

 

Wie immer traf man sich 19 Uhr zum zwanglosen Beisammensein, wie immerfachsimpelten Teilnehmer bis Mitternacht und wie immer gab es Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, Informationen zu ganz speziellen Fragen und Wünschen einzuholen. 
 

Dieser Bericht über zwei Tage allegro will nicht alle Einzelheiten wiedergeben. Jeder Teilnehmer hat ohnehin ein eigenes Bild. Für alle anderen versuche ich Zusammenfassungen zu geben und bitte darum, sich bei Bedarf genauer bei den Autoren oder in vorliegenden Texten zu informieren. 
 

B. Eversberg präsentierte die Version 22. Daszunächst als Aprilscherz maskierte „minimalistische Design“ mit mausloser Bedienung wird vielleicht nur von wenigen bevorzugt werden. Aber es gibt auch ein neues „Normaldesign“, zu vergleichen unter
 

http://www.allegro-c.de/a99nd.htm
 

Außerdem führte er die Neuigkeiten der Verlautbarung 154 vor und des ergänzten „Spickzettels“ vor, insbesondere den WWW-Katalog mit PHP, neue Flexe und Anzeigeprototypen. Die Verlautbarung 154 sollte aufmerksam gelesen werden, es gibt viele weitere nützliche Dinge. Dazu gehören die Verbesserung des Exportmenüs in Richtung der DOS-Version für die Listenherstellung, der bessere Umgang mit unterschiedlichen Formularen, Belegung von Funktionstasten mit Flexen, die Anzeige des Nichtsortierzeichens bei der Internanzeige und und ...
 

D. Höppner zeigte den Einsatz von allegro für Subito und demonstrierte in seiner gewohnt lockeren Art, wie dieser Dienst in der UB Braunschweigstabilisiert und erforderliche Verwaltungsarbeitenreduziert werden konnten. Hier wurde praktisch gezeigt, wie die Flexibilität von allegro unterschiedliche Schnittstellen bedienen kann. Das System wird bereits in Göttingen, Halle und Bremen eingesetzt. 

Es war eine Abschiedsvorstellung, Höppner nimmt eine Tätigkeit in Hannover auf. Wir wünschen ihm alles Gute und der Entwicklungsabteilung, daß ein geeigneter Nachfolger gefunden wird. 
 

H. Schmid zeigte zwei Client-Programme (unter Linux) für das Kategorienschema MAB2, die für Benediktbeuern entwickelt wurden. Mit dem ersten Programm lassen sich Datensätze (Titel verknüpft mit Exemplaren) bearbeiten, die Bedienfunktionen sind an PRESTO angelehnt. Die Bildschirmaufteilung besticht durch Übersichtlichkeit. Verknüpfte Sätze kann man in einer Baumstruktur anzeigen lassen. 

Das zweite Programm realisiert eine Datenübernahme aus dem Internet direkt in eine Allegro-Datenbank. Man recherchiert wie gewohnt im Internet (die benutzten Datenbanken müssen vorher konfiguriert werden). Sobald man einen Satz im Kategorieschema angezeigt bekommt, aktiviert sich der Schalter zur Übernahme. Die zu übernehmenden Kategorien sind ebenfalls konfigurierbar. Diese Programme können nach vorgesehener Verallgemeinerung durchaus eine Alternative zu a99 werden. Die (noch im Entstehen begriffene) Dokumentation wird auf der Homepage von Schmid zu sehen sein. 

Email-Adresse: harald.schmid@t-online.de
 

S. Koczian, Augsburg demonstrierte eine Funktion aus der bisherherigen Augsburger allegro- Erwerbung. Neuerscheinungen aus der Deutschen Nationalbibliographie und der Buchhandlung Blackwell werden importiert, können von den Fachreferenten nach Fächern und Eingabedatum recherchiert werden und erhalten einen Bearbeitungsvermerk. Die erforderlichen Arbeitsgänge sind über Flexe realisiert worden. Interessant, daß damit das neue Erwerbungssystem SIERA ergänzt wird. 
 

P. Pfeiffer entwickelte für eine Bibliographie eine völlig andere WWW-Lösung als die bisher bekannten, indem er Register, Kurzliste und Satzanzeige als HTML-Listen generiert und damit dem Benutzer die HTML-Funktionalität zur Verfügung stellt. Das System ist geeignet für kleinere Datenbanken, für abgeschlossene Bibliographien und evtl. für Bibliotheken, die selbst keinen Server betreiben. (Provider lassen meist keinen Programmbetrieb auf ihren Webservern zu, d.h. avanti kommt dann nicht in Betracht!)
 

H. Allers führte einen Flex vor, den man benutzen kann, um die Wirkung einzelner Befehle zu testen. Seine Ausführungen zielten darauf hin, Neueinsteigern die Scheu vor einer Flexprogrammierungzu nehmen.

http://home.t-online.de/home/allers/flx/flxueb.flx

B. Eversberg zeigte auch noch die Datenbank der Tübinger Theologen, die sich durch viele originelle Loesungen in den Details auszeichnet
und als Muster einer anspruchsvollen CD-Datenbank gelten kann. (Kollege Weisweiler war leider nicht selber dabei).



Dr. Annemarie Tews, Leipzig