Seitentitel:    allegro Expertentreffen

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Ort: Universitätsbibliothek Braunschweig
Zeit: 9.-11. Juni 2005
Kostenbeitrag: 25 EUR
Stadtplan mit Hotels
Bericht von Heinrich Allers

Tagesordnung:

Do., 9.6.

 11:00    Begrüßung durch Prof.Dr. Dietmar Brandes, Leiter der UB

 11:10    Vorstellung der neuesten Entwicklungen im Kernsystem: V25.5

 13:00    Mittagspause

 14:00    Vorstellung verschiedener Spezialdatenbanken

 15:00    Erwerbungsfunktionen mit FLEX (ORDER)

 16:00    Ausleihfunktionen mit FLEX  (aLF)

 19:00    Gesprächsabend mit Buffet (in der Bibliothek)
             Mit Feier des silbernen Jubiläums

Fr., 10.6.

 09:30    FLEX für Fortgeschrittene

 11:00    Vorstellung von Anwenderprojekten

 12:30    Mittagspause

 14:00    Neue Entwicklungen im Serverbereich (avanti, Z39)

 15:00    Abschlußdiskussion

 19:00    optional: Treffen in einer Braunschweiger Gaststätte
             zum Gespräch über Rand- und Sonderthemen

Sa., 11.6.  optional

09:30    Sonderseminar zum Thema Web-Anbindung
            Installation, Administration, PHP-Skripte, Beispiele
             Ende offen



Bericht von Heinrich Allers an die Listen allegro und INETBIB am 16.6.05

"allegro" wurde 25 - Silbernes Jubiläum für ein Bibliotheksprogramm!


Zugleich mit dem Allegro-Expertentreffen vom 9.-11.6.2005 feierte die
Universitätsbibliothek Braunschweig ein spezielles Jubiläum: Die
Software "allegro" kann auf ein Vierteljahrhundert Entwicklungsarbeit
zurückblicken! Daher die Versionsbezeichnung V25...

Dieses Jubiläum nahm der Direktor der Universitätsbibliothek, Dietmar
Brandes, zum Anlaß, zu Beginn ihres dreitägigen Treffens einige Worte
an die versammelten Allegro-Experten zu richten. (Bild 1:
http://www.goethe.de/z/82/acwww25/ha/alc25/482.htm)

Er sprach dabei die Geschichte von allegro an, wie er sie aus seiner
Sicht erlebte, und die von den ersten Anfängen unter dem Namen "allegro
'84" (84 ist das Sigel der UB Braunschweig) über den Auftritt einer
ministeriellen Prüfgruppe in der Universitätsbibliothek bis hin zur
Entscheidung des zuständigen Ministeriums in Hannover reichte, die
Entwicklung von allegro als staatlichen Auftrag der UB zu übergeben.

Zum Abschluß seiner Begrüßung wies er darauf hin, daß allegro mit
seinen 25 Jahren schon so manches viel oder gar viel mehr versprechende
andere Produkt überlebt habe und sich ungebrochener Beliebtheit
erfreue.

Die anschließende Arbeitstagung der Experten zeigte, daß allegro, dem
silbernen Jubiläum zum Trotz, durchaus keine Anzeichen erkennen läßt,
in die Jahre gekommen zu sein. Seitens der Entwicklungsabteilung wird
dafür durch das Angebot immer wieder neuer und teils in Diskussion mit
den Anwendern entstehender Erweiterungen und Verbesserungen des
Programms sowie ganzer Anwendungspakete gesorgt.

Eine solche Anwendung überraschte die Allegrologen als erstes: dem
besonderen Termin zu Ehren stellte Chefentwickler Bernhard Eversberg
eine Online-Chronik nicht nur der Allegro-Ereignisse der vergangenen 25
Jahre vor.

Grundlage dieser Anwendung bildet eine Datenbank, aus der die hier
sichtbare Darstellung generiert wird:
http://www.allegro-c.de/chronik/

Die Datenbankstruktur (mit einer neuen J.CFG) ist so angelegt, daß sich
mit ihr Chroniken für beliebige Zwecke und Objekte erstellen lassen -
allegro dient hier nur als erstes Beispiel. Zu jedem Jahr des
Chronik-Zeitraums gibt es einen Datensatz, der beliebig viele Aspekte
aufnehmen kann. Zu jedem Aspekt kann per FLEX eine Übersicht erzeugt
werden - man schaut sich das am besten selber an! Klicken Sie z.B.
in einem der Jahresblätter auf "Literaturnobelpreis" oder auf
"Anwender des Jahres".

Unter den weiteren Neuheiten, die anschließend vorgestellt wurden,
zogen die neuen Kalenderfunktionen besondere Aufmerksamkeit auf sich,
nicht nur ihrer Einsetzbarkeit in Ausleihanwendungen wegen, sondern
auch, weil diese Funktionen ganz allgemein sehr brauchbar und in dieser
Form auch neu zu sein scheinen (bis hin zur Verwaltung eigener Termine)
und auch gut aussehen: für jeden Monat von 1901 bis 2099 kann man
sofort das Kalenderblatt abrufen, auf dem dann auch alle Feiertage
erscheinen, plus Feiertagsliste für das betr. Jahr; Näheres unter
http://www.allegro-c.de/kalender.htm

Wer mit diesen Kalenderfunktionen einmal praktisch umgehen möchte,
zieht sich - sofern er nicht eh eine Allegro-Lizenz besitzt - am besten
gleich die Demo-Version herunter
(http://www.allegro-c.de/download.htm), die auf dem aktuellen Stand ist
und auch alle sonstigen (eigentlichen) Leistungen des Systems
demonstriert.

Noch zu den Kalender-Anwendungen, mit Einzelheiten: Darin enthalten
sind umfassende Datums- und Tagesberechnungen. Für die Ausleihe werden
die Arbeitstage berücksichtigt! Dafür sind freilich Kalenderdatensätze
erforderlich. - Siehe auch im "Füllhorn" den interessanten Menüpunkt
"Kalender"! Damit erhält man das Kalenderblatt des laufenden Monats und
kann sofort weiterblättern oder ein Kalenderblatt zu jedem Monat des
Zeitraums 1901 bis 2099 abrufen.

Weitere Neuheiten sowie deren Details, die auf dem Expertentreffen in
10 Abschnitten vorgestellt wurden, finden sich in der am 13.6.2005
verschickten Verlautbarung 183!

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Anwenderentwicklungen:

Ausleihsystem; die von Regine Panski an der Bibliothek des Berliner
Kammergerichts vorangetriebene Umstellung von alf auf Windows-Basis
(Bild 2: http://www.goethe.de/z/82/acwww25/ha/alc25/491.htm)

"Zeitschrifteninhaltsdienst Theologie", vorgestellt von Hilger
Weisweiler aus Tübingen. Bisher alcarta-Anwendung, Web-Angebot geplant.

Vorstellung einer Lösung für WEB-Gesamt-OPAC von auf verschiedenen
Rechnern im Netz der Netze liegenden Katalogen durch Herrn Niemeyer
(mit V. Rosink, Ahrensburg).

Thomas Berger stellt Implementierung für OAI-PMH-Repositories (Open
Archives Inititative Protocol for Metatadata Harvesting,
http://www.openarchives.org) für allegro-Datenbanken mit avanti vor,
die als Open Source unter der GPL verfügbar sein wird.- Das aktuelle
Testpaket enthält fertige Beispielanwendungen für $A.CFG
(nur Dublin Core als Metadatenformat), allegro-HANS (DC und HansXML)
sowie allegro-NRW (DC, MABXML). Mehr Informationen unter
http://www.gymel.com/populo/oai-pmh.html.

Heinrich Allers stellt das von Harald Schmid (Benediktbeuern)
entwickelte Programm INDA3 zur komfortablen Fremddatenübernahme via
z39,50-Schnittstelle vor.

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Unterbrochen wurden die Diskussionen sowie die Vorstellung von
Anwenderentwicklungen am zweiten Tage des Treffens von einer
historischen Einlage, nämlich der Enthüllung der Anlage, auf der 1980
die Entwicklung ihren Anfang nahm. (Bild 3:
http://www.goethe.de/z/82/acwww25/ha/alc25/3b.htm):

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Sehr informativ und lehrreich war ferner die Vorstellung neuerer
Entwicklungen im Serverbereich. Martin Butkus vom allegro-
Entwicklungsteam stellte den Stand des Avanti-Datenbankservers sowie
der in Braunschweig ursprünglich als DFG-Projekt entwickelten z39.50-
Schnittstelle zu Allegro-Datenbanken dar (Bild 4:
http://www.goethe.de/z/82/acwww25/ha/alc25/7b.htm) - ein Thema, dessen
Vertiefung der dritte und letzte Tag des Treffens ganz gewidmet war.

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Der gemütliche Abend mit Büffet in der Bibliothek war, wie
immer bei solchen Treffen, die Gelegenheit zum ausführlichen
Gedankenaustausch über alles mit jedem. Eine rundum gelungene Sache.


Mit besten Grüßen vom Berichterstatter

Heinrich Allers

[i] zuletzt aktualisiert:08.11.2007