Eine Einführung in die Makrosprache des Systems allegro

4   Benutzung von fertigen FLEXen

FLEX ist jedoch weitaus mehr als nur die Eingabe von Befehlen oder verknüpften Befehlsketten im Eingabefeld von allegro. Wie bereits einleitend beschrieben, besteht ein FLEX aus einer Vielzahl von FLEX-Befehlen, die abgearbeitet werden. Die bislang beschriebene Vorgehensweise, im Schreibfeld einzelne oder verkettete FLEX-Befehle einzugeben, eignet sich gut als Anschauungsbeispiel zum Testen und Ausprobieren.

Normalerweise werden die FLEX-Befehle aber zeilenweise in eine Datei geschrieben, die dann die Endung flx erhält. FLEXe sind also reine Textdateien, die mit einem Editor ihrer Wahl bearbeitet werden können (mehr dazu siehe Kapitel 6).

Wie Sie bereits erfahren haben, liefert allegro einige fertige FLEXe mit, die beispielsweise aus ViewListen oder aus Hilfetexten automatisch aktiviert werden. So wird zum Beispiel beim Betätigen des 'Drucken'-Buttons der FLEX onprint.flx ausgelöst. Alle diese mitgelieferten und vorgefertigten FLEXe finden Sie im Unterverzeichnis '\flex' ihrer allegro-Installation. Jede dieser Dateien ist mit Kommentaren versehen, damit Sie den Ablauf des FLEXes besser nachvollziehen können.

Man kann einige FLEXe aber auch von Hand in Betrieb setzen. Welche FLEXe dies genau sind, ist der Tabelle 4 in Kapitel 9.4 zu entnehmen. Um einen FLEX von Hand zu starten, gibt man im Schreibfeld als Präfix ein 'X' ein und darauf folgend den Namen des FLEXes, der ausgeführt werden soll. Hierbei ist es wichtig, daß es ein großes 'X' ist, da die folgende Zeichenkette ansonsten als simpler FLEX-Befehl und nicht als FLEX interpretiert werden würde.

Geben Sie nun im Schreibfeld einmal folgenden Befehl ein:

X kalender

Das allegroSystem erkennt am groß geschriebenen 'X', daß es sich hierbei um einen FLEX handelt, der ausgeführt werden soll und sucht in folgenden Verzeichnissen nach dem angegebenen FLEX:

1. Datenbankverzeichnis: DbDir
2. Unterverzeichnis \flex im Programmverzeichnis: <ProgDir>\flex
3. Programmverzeichnis: <ProgDir>
4. Startverzeichnis

Dort, wo allegro die Datei zuerst findet, wird sie verwendet.

Merke: FLEXe sind reine Textdateien, in denen zeilenweise FLEX-Befehle abgearbeitet werden. Einige der mitgelieferten FLEXe können auch manuell gestartet werden. Dies geschieht, indem man dem FLEX ein 'X' und ein Leerzeichen im Schreibfeld voranstellt. Das allegro-System hat fest definierte Verzeichnisse, in denen es den aufgerufenen FLEX sucht!

Hat das System den FLEX kalender.flx gefunden, so wird er ausgeführt und Sie sollten im Anzeigefeld von allegro folgendes dargestellt bekommen.

Abbildung 6: Der FLEX kalender.flx

Sie sehen, wie vielfältig FLEX einsetzbar ist. Mit diesem FLEX ist eine komplette Kalenderfunktion im allegro System integriert!

Der Quelltext des FLEXes kalender.flx ist jedoch für den Anfänger noch etwas zu komplex, als daß er an dieser Stelle ausführlich kommentiert werden könnte.

 




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