Test des  Duden-Korrektor  und anderer Software mit einem fehlerhaltigen Text

 

 

Der nachfolgend zuerst im Original wiedergegebene Problemtext (dort weitere Hinweise) enthält viele Fehler unterschiedlicher Art. Manche davon sind in der einen oder anderen Reformvariante keine Fehler, andere sind in allen Varianten falsch und auch in klassischer Orthographie. Die Reform der Reform von 2006 hat viele neue Varianten zugelassen und etliche Neuschreibungen von 1996 wieder zurückgenommen. Duden versucht nun erstmals (und im Gegensatz zur eigenen Tradition)  mit seiner Software, Orthographie zur Geschmackssache zu machen, indem fünf Einstellungen zur Wahl gestellt werden. Alle bewegen sich auf dem Boden des jetzt Erlaubten, also der Reform von 2006. Man muß hinzufügen: "erlaubt" gilt nur für Schulen - laut BVerfGer von 1998 - nicht für Normalverbraucher, auch z.B. nicht für Behörden. 

Damit ist auch klar: Der Duden-Korrektor ist unbrauchbar für alle, die nicht reformiert schreiben wollen. Das sind laut Umfragen sehr viele, und sie sind genauso im Recht wie die Reformwilligen - die Reform ist kein Gesetz und keine Verordnung, sie bindet nur Schüler und Lehrer. Hier klafft also unversehens eine Marktlücke, die erst noch gefüllt werden will. Das aber nur nebenbei.

Der Duden-Korrektor wurde in allen fünf Einstellungen getestet: Fünf Kopien des Textes wurden mit je einer Einstellung bearbeitet. Die jeweils entdeckten Probleme wurden sodann farbig markiert, und zwar:

 

Blau: Korrektor merkt, daß womöglich etwas nicht stimmt, und stellt eine Frage

 

Rot: Korrektor sieht die Schreibung als Fehler an und macht in manchen (aber nicht in allen) Fällen einen Korrekturvorschlag

 

Der Text selbst ist in allen fünf Fällen unverändert belassen, ohne die Vorschläge umzusetzen - das wäre zu unübersichtlich geworden! Jeder Interessierte könnte per copy&paste leicht alles nachvollziehen.

Keine Variante zeigt an, daß eine Schreibung neu ist und es eine alte (nun nicht mehr reformgerechte) gibt, oder daß sie nur zwischen 1996 und 2006 gültig war. Achtung Wissenschaftler aller Fakultäten: Kopiert man Zitate in einen eigenen Text, muß man auf solche Dinge achten, will man sie nicht verfälschen.

Diese Varianten bietet der Korrektor:

  • Duden-Empfehlung  : Auswahl der Duden-Redaktion aus den erlaubten Varianten
  • Konservativ : Immer alt, wo alt erlaubt ist
  • Progressiv  : Stets die neue Variante, Stand 2006, wo es eine neue gibt
  • Presse  : Auswahl der Nachrichtenagenturen - folgt nicht immer der Duden-Empf.
  • Tolerant  : Alles, was als Variante erlaubt ist, geht durch

Am Ende noch zum Vergleich die Microsoft-Word-Variante, wenn man "Alte Rechtschreibung" einstellt.

Als Alternative, wenn man ansonsten keine Korrektursoftware nutzen will, könnte der Online-Service von canoo interessant sein. Auch dieser wurde getestet, er leistet vergleichsweise weniger.

 

Zuerst folgt aber der Originaltext. Am interessantesten sind vielleicht jene Fehler oder Problemfälle, die der Korrektor in keinem Fall entdeckt hat. Diese sind (womöglich nicht alle) hier im Original grün markiert. Es gibt auch Fehler, wie "Wahlkampfmunizion", die in jeder Variante falsch sind, die aber nicht in jeder erkannt werden! Diese wurden im Original nicht eigens markiert, obwohl das Faktum als solches doch von Interesse ist.

 

 



 

Originaltext (wie gesagt, grün sind hier nur diejenigen Fehler und Varianten- oder Problemfälle, die der Korrektor mit keiner Einstellung bemerkt hat)

Im Pfuhlgau ist, wie außen Stehende überein stimmend fest stellen, der Hund verfroren. Der Hauptort Pfuhlsleben ist unter Konnässören wohl bekannt für sein Renässans-Schlachthaus, dass war’s denn aber auch schon, und sogar dieses ist nicht mehr selbstständig und wird bald still gelegt. Und nun kommen zur unzufrieden stellenden Infrastruktur und zur unerträglichen Schnell-Lebigkeit des Daseins auch noch das Osteuropa-Billigfleisch und die Klimagräuel (höchst Furcht erregende Messergebnisse, nur messerscharf unter der Roten Linie!), und was zu viel ist ist zuviel - die betroffenen machten jetzt ihrem Misssmut Laut stark Luft.

Hunderte Hände ringend Rat suchende Bewohner des schwach bevölkerten Landstrichs - Augen zwinkernd nur noch der GAU genannt - wollten gestern Abend ihren viel versprechenden Europaabgeordneten Voigt-Geßler persönlich kennen lernen (besser gesagt, er sollte sie ein Mal richtig kennenlernen!), um ihm schwer wiegende, nein schwerst wiegende Vorhaltungen wegen seiner vermeindlichen Taten- und sonstigen -losigkeiten zu machen. Nur ein  Paar schwer behinderte Angehörige waren zurück geblieben und verfolgten zu Hause die Heimsuchung des wohl bekannten Politikers auf ihren billigen, schwach auflösenden Schwarz-Weiß-Monitoren.

Sie hatten den lang bewährten, alt bekannten Gewerkschaftler Wim Tell zum Sprecher gemacht. Der 80-Jährige war zwar unter dessen seiner hünenhaften Gestalt verlustiggegangen, an sonsten aber, wie er da so bitter böse seine Stackato-Sätze in’s Megafon bellte, noch ganz der Alte.

Voigt-Geßler, eine hoch gestellte und wohl situierte Persönlichkeit, gleich wohl die Midlifecrisis in höchst eigener Person, hörte sich Besorgnis voll drein blickend die Klagen über vielerlei Miss-Stände im Wahlkreis an, nicht ohne hin und wider eine dunkel-dräuende Augenbraue zu heben und "Nun mal halb lang!" zu murmeln, wenn ihm ein Anwurf zu herbei gesucht vor kam. Was natürlich die nicht Halb-, sondern Ganztagsarbeitslosen keines Wegs beeindruckte. Das er mit Seinesgleichen in den Hauptstädten im trüben fische, während man hier im GAU auf dem trockenen sitze, dass mochte er bei Leibe nicht hin nehmen. Ob man denn noch einen Beweiß brauche, fauchte er giftigen Blick’s, wieviel die Öffentlichen Hände aufzuwänden hätten für die Begrenzung des CO2-Ausstosses, und wie man wahlkreisweit führend sei in der Erkenntniss der globalen Gesamtzusammenhänge. Auf solcherlei wohl feiler Wahlkampfmunizion musste er freilich sitzen bleiben, denn Tell platzierte behände seine Pfeil geschwinden Sticheleien in die Sprechblasen des Abgeordneten, das die nur so auseinander platzten. "Gestatten Sie, dass wir über dumm-dreißte Anbiederungen kommentarlos hinweg gehen", würgte er kalt lächelnd einen stock-konservativen Beschwichtigungsversuch ab. Doch wie Recht die GAUgenossInnen auch haben mochten, V.-G. dachte nichts desto trotz selbst redend nicht im entferntesten daran_ seinen Hut zu nehmen. Stattdessen versicherte er nur, dass er sich auch ferner hin, mit der roen Kraft seines ganzen Schwer-Gewichts, stark machen und ein bringen wolle für die Anliegen des Reform gebeutelten Kleinen Mannes und im Besonderen der allein Stehenden, früh verrenteten Kinder-Reichen.

Weitest gehend unverrichteterdinge zog das Häuflein der Aufgebrachten von Dannen. Wohl waren manche Hoffnungen zu Nichte zerstoben, das Mütchen aber immerhin gekühlt und die rauen Kehlen auch, weil man am "Sündenpfuhl" nicht vorbei ging, ohne da selbst mir-nichts-dir-nichts eine Boden Ständige, wenn gleich Mittel verzehrende Wirtschafts-Förderung zu betreiben. Den neuen Irishpub "Sinners' Pool" gegenüber, möglicher Weise ja auch so ein Ausfluß der Globalisierung mit ihren Rohheiten und Rauigkeiten, lies man schlussendlich Links liegen.

 



Und nun die fünf Kopien mit den vom Korrektor jeweils bemerkten Problemfällen und Fehlern:
(Was schwarz ist, hat der Korrektor alles durchgehen lassen!)

 Duden-Empfehlung

 

Im Pfuhlgau ist, wie außen Stehende überein stimmend fest stellen, der Hund verfroren. Der Hauptort Pfuhlsleben ist unter Konnässören wohl bekannt für sein Renässans-Schlachthaus, dass war’s denn aber auch schon, und sogar dieses ist nicht mehr selbstständig und wird bald still gelegt. Und nun kommen zur unzufrieden stellenden Infrastruktur und zur unerträglichen Schnell-Lebigkeit des Daseins auch noch das Osteuropa-Billigfleisch und die Klimagräuel (höchst Furcht erregende Messergebnisse, nur messerscharf unter der Roten Linie!), und was zu viel ist ist zuviel - die betroffenen machten jetzt ihrem Misssmut Laut stark Luft.

Hunderte Hände ringend Rat suchende Bewohner des schwach bevölkerten Landstrichs - Augen zwinkernd nur noch der GAU genannt - wollten gestern Abend ihren viel versprechenden Europaabgeordneten Voigt-Geßler persönlich kennen lernen (besser gesagt, er sollte sie ein Mal richtig kennenlernen!), um ihm schwer wiegende, nein schwerst wiegende Vorhaltungen wegen seiner vermeindlichen Taten- und sonstigen -losigkeiten zu machen. Nur ein  Paar schwer behinderte Angehörige waren zurück geblieben und verfolgten zu Hause die Heimsuchung des wohl bekannten Politikers auf ihren billigen, schwach auflösenden Schwarz-Weiß-Monitoren.

Sie hatten den lang bewährten, alt bekannten Gewerkschaftler Wim Tell zum Sprecher gemacht. Der 80-Jährige war zwar unter dessen seiner hünenhaften Gestalt verlustiggegangen, an sonsten aber, wie er da so bitter böse seine Stackato-Sätze in’s Megafon bellte, noch ganz der Alte.

Voigt-Geßler, eine hoch gestellte und wohl situierte Persönlichkeit, gleich wohl die Midlifecrisis in höchst eigener Person, hörte sich Besorgnis voll drein blickend die Klagen über vielerlei Miss-Stände im Wahlkreis an, nicht ohne hin und wider eine dunkel-dräuende Augenbraue zu heben und "Nun mal halb lang!" zu murmeln, wenn ihm ein Anwurf zu herbei gesucht vor kam. Was natürlich die nicht Halb-, sondern Ganztagsarbeitslosen keines Wegs beeindruckte. Das er mit Seinesgleichen in den Hauptstädten im trüben fische, während man hier im GAU auf dem trockenen sitze, dass mochte er bei Leibe nicht hin nehmen. Ob man denn noch einen Beweiß brauche, fauchte er giftigen Blick’s, wieviel die Öffentlichen Hände aufzuwänden hätten für die Begrenzung des CO2-Ausstosses, und wie man wahlkreisweit führend sei in der Erkenntniss der globalen Gesamtzusammenhänge. Auf solcherlei wohl feiler Wahlkampfmunizion musste er freilich sitzen bleiben, denn Tell platzierte behände seine Pfeil geschwinden Sticheleien in die Sprechblasen des Abgeordneten, das die nur so auseinander platzten. "Gestatten Sie, dass wir über dumm-dreißte Anbiederungen kommentarlos hinweg gehen", würgte er kalt lächelnd einen stock-konservativen Beschwichtigungsversuch ab. Doch wie Recht die GAUgenossInnen auch haben mochten, V.-G. dachte nichts desto trotz selbst redend nicht im entferntesten daran seinen Hut zu nehmen. Stattdessen versicherte er nur, dass er sich auch ferner hin, mit der roen Kraft seines ganzen Schwer-Gewichts, stark machen und ein bringen wolle für die Anliegen des Reform gebeutelten Kleinen Mannes und im Besonderen der allein Stehenden, früh verrenteten Kinder-Reichen.

Weitest gehend unverrichteterdinge zog das Häuflein der Aufgebrachten von Dannen. Wohl waren manche Hoffnungen zu Nichte zerstoben, das Mütchen aber immerhin gekühlt und die rauen Kehlen auch, weil man am "Sündenpfuhl" nicht vorbei ging, ohne da selbst mir-nichts-dir-nichts eine Boden Ständige, wenn gleich Mittel verzehrende Wirtschafts-Förderung zu betreiben. Den neuen Irishpub "Sinners' Pool" gegenüber, möglicher Weise ja auch so ein Ausfluß der Globalisierung mit ihren Rohheiten und Rauigkeiten, lies man schlussendlich Links liegen.

 


 

Konservativ

 

Im Pfuhlgau ist, wie außen Stehende überein stimmend fest stellen, der Hund verfroren. Der Hauptort Pfuhlsleben ist unter Konnässören wohl bekannt für sein Renässans-Schlachthaus, dass war’s denn aber auch schon, und sogar dieses ist nicht mehr selbstständig und wird bald still gelegt. Und nun kommen zur unzufrieden stellenden Infrastruktur und zur unerträglichen Schnell-Lebigkeit des Daseins auch noch das Osteuropa-Billigfleisch und die Klimagräuel (höchst Furcht erregende Messergebnisse, nur messerscharf unter der Roten Linie!), und was zu viel ist ist zuviel - die betroffenen machten jetzt ihrem Misssmut Laut stark Luft.

Hunderte Hände ringend Rat suchende Bewohner des schwach bevölkerten Landstrichs - Augen zwinkernd nur noch der GAU genannt - wollten gestern Abend ihren viel versprechenden Europaabgeordneten Voigt-Geßler persönlich kennen lernen (besser gesagt, er sollte sie ein Mal richtig kennenlernen!), um ihm schwer wiegende, nein schwerst wiegende Vorhaltungen wegen seiner vermeindlichen Taten- und sonstigen -losigkeiten zu machen. Nur ein  Paar schwer behinderte Angehörige waren zurück geblieben und verfolgten zu Hause die Heimsuchung des wohl bekannten Politikers auf ihren billigen, schwach auflösenden Schwarz-Weiß-Monitoren.

Sie hatten den lang bewährten, alt bekannten Gewerkschaftler Wim Tell zum Sprecher gemacht. Der 80-Jährige war zwar unter dessen seiner hünenhaften Gestalt verlustiggegangen, an sonsten aber, wie er da so bitter böse seine Stackato-Sätze in’s Megafon bellte, noch ganz der Alte.

Voigt-Geßler, eine hoch gestellte und wohl situierte Persönlichkeit, gleich wohl die Midlifecrisis in höchst eigener Person, hörte sich Besorgnis voll drein blickend die Klagen über vielerlei Miss-Stände im Wahlkreis an, nicht ohne hin und wider eine dunkel-dräuende Augenbraue zu heben und "Nun mal halb lang!" zu murmeln, wenn ihm ein Anwurf zu herbei gesucht vor kam. Was natürlich die nicht Halb-, sondern Ganztagsarbeitslosen keines Wegs beeindruckte. Das er mit Seinesgleichen in den Hauptstädten im trüben fische, während man hier im GAU auf dem trockenen sitze, dass mochte er bei Leibe nicht hin nehmen. Ob man denn noch einen Beweiß brauche, fauchte er giftigen Blick’s, wieviel die Öffentlichen Hände aufzuwänden hätten für die Begrenzung des CO2-Ausstosses, und wie man wahlkreisweit führend sei in der Erkenntniss der globalen Gesamtzusammenhänge. Auf solcherlei wohl feiler Wahlkampfmunizion musste er freilich sitzen bleiben, denn Tell platzierte behände seine Pfeil geschwinden Sticheleien in die Sprechblasen des Abgeordneten, das die nur so auseinander platzten. "Gestatten Sie, dass wir über dumm-dreißte Anbiederungen kommentarlos hinweg gehen", würgte er kalt lächelnd einen stock-konservativen Beschwichtigungsversuch ab. Doch wie Recht die GAUgenossInnen auch haben mochten, V.-G. dachte nichts desto trotz selbst redend nicht im entferntesten daran seinen Hut zu nehmen. Stattdessen versicherte er nur, dass er sich auch ferner hin, mit der roen Kraft seines ganzen Schwer-Gewichts, stark machen und ein bringen wolle für die Anliegen des Reform gebeutelten Kleinen Mannes und im Besonderen der allein Stehenden, früh verrenteten Kinder-Reichen.

Weitest gehend unverrichteterdinge zog das Häuflein der Aufgebrachten von Dannen. Wohl waren manche Hoffnungen zu Nichte zerstoben, das Mütchen aber immerhin gekühlt und die rauen Kehlen auch, weil man am "Sündenpfuhl" nicht vorbei ging, ohne da selbst mir-nichts-dir-nichts eine Boden Ständige, wenn gleich Mittel verzehrende Wirtschafts-Förderung zu betreiben. Den neuen Irishpub "Sinners' Pool" gegenüber, möglicher Weise ja auch so ein Ausfluß der Globalisierung mit ihren Rohheiten und Rauigkeiten, lies man schlussendlich Links liegen.

 


Progressiv

 

Im Pfuhlgau ist, wie außen Stehende überein stimmend fest stellen, der Hund verfroren. Der Hauptort Pfuhlsleben ist unter Konnässören wohl bekannt für sein Renässans-Schlachthaus, dass war’s denn aber auch schon, und sogar dieses ist nicht mehr selbstständig und wird bald still gelegt. Und nun kommen zur unzufrieden stellenden Infrastruktur und zur unerträglichen Schnell-Lebigkeit des Daseins auch noch das Osteuropa-Billigfleisch und die Klimagräuel (höchst Furcht erregende Messergebnisse, nur messerscharf unter der Roten Linie!), und was zu viel ist ist zuviel - die betroffenen machten jetzt ihrem Misssmut Laut stark Luft.

Hunderte Hände ringend Rat suchende Bewohner des schwach bevölkerten Landstrichs - Augen zwinkernd nur noch der GAU genannt - wollten gestern Abend ihren viel versprechenden Europaabgeordneten Voigt-Geßler persönlich kennen lernen (besser gesagt, er sollte sie ein Mal richtig kennenlernen!), um ihm schwer wiegende, nein schwerst wiegende Vorhaltungen wegen seiner vermeindlichen Taten- und sonstigen -losigkeiten zu machen. Nur ein  Paar schwer behinderte Angehörige waren zurück geblieben und verfolgten zu Hause die Heimsuchung des wohl bekannten Politikers auf ihren billigen, schwach auflösenden Schwarz-Weiß-Monitoren.

Sie hatten den lang bewährten, alt bekannten Gewerkschaftler Wim Tell zum Sprecher gemacht. Der 80-Jährige war zwar unter dessen seiner hünenhaften Gestalt verlustiggegangen, an sonsten aber, wie er da so bitter böse seine Stackato-Sätze in’s Megafon bellte, noch ganz der Alte.

Voigt-Geßler, eine hoch gestellte und wohl situierte Persönlichkeit, gleich wohl die Midlifecrisis in höchst eigener Person, hörte sich Besorgnis voll drein blickend die Klagen über vielerlei Miss-Stände im Wahlkreis an, nicht ohne hin und wider eine dunkel-dräuende Augenbraue zu heben und "Nun mal halb lang!" zu murmeln, wenn ihm ein Anwurf zu herbei gesucht vor kam. Was natürlich die nicht Halb-, sondern Ganztagsarbeitslosen keines Wegs beeindruckte. Das er mit Seinesgleichen in den Hauptstädten im trüben fische, während man hier im GAU auf dem trockenen sitze, dass mochte er bei Leibe nicht hin nehmen. Ob man denn noch einen Beweiß brauche, fauchte er giftigen Blick’s, wieviel die Öffentlichen Hände aufzuwänden hätten für die Begrenzung des CO2-Ausstosses, und wie man wahlkreisweit führend sei in der Erkenntniss der globalen Gesamtzusammenhänge. Auf solcherlei wohl feiler Wahlkampfmunizion musste er freilich sitzen bleiben, denn Tell platzierte behände seine Pfeil geschwinden Sticheleien in die Sprechblasen des Abgeordneten, das die nur so auseinander platzten. "Gestatten Sie, dass wir über dumm-dreißte Anbiederungen kommentarlos hinweg gehen", würgte er kalt lächelnd einen stock-konservativen Beschwichtigungsversuch ab. Doch wie Recht die GAUgenossInnen auch haben mochten, V.-G. dachte nichts desto trotz selbst redend nicht im entferntesten daran seinen Hut zu nehmen. Stattdessen versicherte er nur, dass er sich auch ferner hin, mit der roen Kraft seines ganzen Schwer-Gewichts, stark machen und ein bringen wolle für die Anliegen des Reform gebeutelten Kleinen Mannes und im Besonderen der allein Stehenden, früh verrenteten Kinder-Reichen.

Weitest gehend unverrichteterdinge zog das Häuflein der Aufgebrachten von Dannen. Wohl waren manche Hoffnungen zu Nichte zerstoben, das Mütchen aber immerhin gekühlt und die rauen Kehlen auch, weil man am "Sündenpfuhl" nicht vorbei ging, ohne da selbst mir-nichts-dir-nichts eine Boden Ständige, wenn gleich Mittel verzehrende Wirtschafts-Förderung zu betreiben. Den neuen Irishpub "Sinners' Pool" gegenüber, möglicher Weise ja auch so ein Ausfluß der Globalisierung mit ihren Rohheiten und Rauigkeiten, lies man schlussendlich Links liegen.

 


 

Presse

 

Im Pfuhlgau ist, wie außen Stehende überein stimmend fest stellen, der Hund verfroren. Der Hauptort Pfuhlsleben ist unter Konnässören wohl bekannt für sein Renässans-Schlachthaus, dass war’s denn aber auch schon, und sogar dieses ist nicht mehr selbstständig und wird bald still gelegt. Und nun kommen zur unzufrieden stellenden Infrastruktur und zur unerträglichen Schnell-Lebigkeit des Daseins auch noch das Osteuropa-Billigfleisch und die Klimagräuel (höchst Furcht erregende Messergebnisse, nur messerscharf unter der Roten Linie!), und was zu viel ist ist zuviel - die betroffenen machten jetzt ihrem Misssmut Laut stark Luft.

Hunderte Hände ringend Rat suchende Bewohner des schwach bevölkerten Landstrichs - Augen zwinkernd nur noch der GAU genannt - wollten gestern Abend ihren viel versprechenden Europaabgeordneten Voigt-Geßler persönlich kennen lernen (besser gesagt, er sollte sie ein Mal richtig kennenlernen!), um ihm schwer wiegende, nein schwerst wiegende Vorhaltungen wegen seiner vermeindlichen Taten- und sonstigen -losigkeiten zu machen. Nur ein  Paar schwer behinderte Angehörige waren zurück geblieben und verfolgten zu Hause die Heimsuchung des wohl bekannten Politikers auf ihren billigen, schwach auflösenden Schwarz-Weiß-Monitoren.

Sie hatten den lang bewährten, alt bekannten Gewerkschaftler Wim Tell zum Sprecher gemacht. Der 80-Jährige war zwar unter dessen seiner hünenhaften Gestalt verlustiggegangen, an sonsten aber, wie er da so bitter böse seine Stackato-Sätze in’s Megafon bellte, noch ganz der Alte.

Voigt-Geßler, eine hoch gestellte und wohl situierte Persönlichkeit, gleich wohl die Midlifecrisis in höchst eigener Person, hörte sich Besorgnis voll drein blickend die Klagen über vielerlei Miss-Stände im Wahlkreis an, nicht ohne hin und wider eine dunkel-dräuende Augenbraue zu heben und "Nun mal halb lang!" zu murmeln, wenn ihm ein Anwurf zu herbei gesucht vor kam. Was natürlich die nicht Halb-, sondern Ganztagsarbeitslosen keines Wegs beeindruckte. Das er mit Seinesgleichen in den Hauptstädten im trüben fische, während man hier im GAU auf dem trockenen sitze, dass mochte er bei Leibe nicht hin nehmen. Ob man denn noch einen Beweiß brauche, fauchte er giftigen Blick’s, wieviel die Öffentlichen Hände aufzuwänden hätten für die Begrenzung des CO2-Ausstosses, und wie man wahlkreisweit führend sei in der Erkenntniss der globalen Gesamtzusammenhänge. Auf solcherlei wohl feiler Wahlkampfmunizion musste er freilich sitzen bleiben, denn Tell platzierte behände seine Pfeil geschwinden Sticheleien in die Sprechblasen des Abgeordneten, das die nur so auseinander platzten. "Gestatten Sie, dass wir über dumm-dreißte Anbiederungen kommentarlos hinweg gehen", würgte er kalt lächelnd einen stock-konservativen Beschwichtigungsversuch ab. Doch wie Recht die GAUgenossInnen auch haben mochten, V.-G. dachte nichts desto trotz selbst redend nicht im entferntesten daran seinen Hut zu nehmen. Stattdessen versicherte er nur, dass er sich auch ferner hin, mit der roen Kraft seines ganzen Schwer-Gewichts, stark machen und ein bringen wolle für die Anliegen des Reform gebeutelten Kleinen Mannes und im Besonderen der allein Stehenden, früh verrenteten Kinder-Reichen.

Weitest gehend unverrichteterdinge zog das Häuflein der Aufgebrachten von Dannen. Wohl waren manche Hoffnungen zu Nichte zerstoben, das Mütchen aber immerhin gekühlt und die rauen Kehlen auch, weil man am "Sündenpfuhl" nicht vorbei ging, ohne da selbst mir-nichts-dir-nichts eine Boden Ständige, wenn gleich Mittel verzehrende Wirtschafts-Förderung zu betreiben. Den neuen Irishpub "Sinners' Pool" gegenüber, möglicher Weise ja auch so ein Ausfluß der Globalisierung mit ihren Rohheiten und Rauigkeiten, lies man schlussendlich Links liegen.

 

 


Tolerant

 

Im Pfuhlgau ist, wie außen Stehende überein stimmend fest stellen, der Hund verfroren. Der Hauptort Pfuhlsleben ist unter Konnässören wohl bekannt für sein Renässans-Schlachthaus, dass war’s denn aber auch schon, und sogar dieses ist nicht mehr selbstständig und wird bald still gelegt. Und nun kommen zur unzufrieden stellenden Infrastruktur und zur unerträglichen Schnell-Lebigkeit des Daseins auch noch das Osteuropa-Billigfleisch und die Klimagräuel (höchst Furcht erregende Messergebnisse, nur messerscharf unter der Roten Linie!), und was zu viel ist ist zuviel - die betroffenen machten jetzt ihrem Misssmut Laut stark Luft.

Hunderte Hände ringend Rat suchende Bewohner des schwach bevölkerten Landstrichs - Augen zwinkernd nur noch der GAU genannt - wollten gestern Abend ihren viel versprechenden Europaabgeordneten Voigt-Geßler persönlich kennen lernen (besser gesagt, er sollte sie ein Mal richtig kennenlernen!), um ihm schwer wiegende, nein schwerst wiegende Vorhaltungen wegen seiner vermeindlichen Taten- und sonstigen -losigkeiten zu machen. Nur ein  Paar schwer behinderte Angehörige waren zurück geblieben und verfolgten zu Hause die Heimsuchung des wohl bekannten Politikers auf ihren billigen, schwach auflösenden Schwarz-Weiß-Monitoren.

Sie hatten den lang bewährten, alt bekannten Gewerkschaftler Wim Tell zum Sprecher gemacht. Der 80-Jährige war zwar unter dessen seiner hünenhaften Gestalt verlustiggegangen, an sonsten aber, wie er da so bitter böse seine Stackato-Sätze in’s Megafon bellte, noch ganz der Alte.

Voigt-Geßler, eine hoch gestellte und wohl situierte Persönlichkeit, gleich wohl die Midlifecrisis in höchst eigener Person, hörte sich Besorgnis voll drein blickend die Klagen über vielerlei Miss-Stände im Wahlkreis an, nicht ohne hin und wider eine dunkel-dräuende Augenbraue zu heben und "Nun mal halb lang!" zu murmeln, wenn ihm ein Anwurf zu herbei gesucht vor kam. Was natürlich die nicht Halb-, sondern Ganztagsarbeitslosen keines Wegs beeindruckte. Das er mit Seinesgleichen in den Hauptstädten im trüben fische, während man hier im GAU auf dem trockenen sitze, dass mochte er bei Leibe nicht hin nehmen. Ob man denn noch einen Beweiß brauche, fauchte er giftigen Blick’s, wieviel die Öffentlichen Hände aufzuwänden hätten für die Begrenzung des CO2-Ausstosses, und wie man wahlkreisweit führend sei in der Erkenntniss der globalen Gesamtzusammenhänge. Auf solcherlei wohl feiler Wahlkampfmunizion musste er freilich sitzen bleiben, denn Tell platzierte behände seine Pfeil geschwinden Sticheleien in die Sprechblasen des Abgeordneten, das die nur so auseinander platzten. "Gestatten Sie, dass wir über dumm-dreißte Anbiederungen kommentarlos hinweg gehen", würgte er kalt lächelnd einen stock-konservativen Beschwichtigungsversuch ab. Doch wie Recht die GAUgenossInnen auch haben mochten, V.-G. dachte nichts desto trotz selbst redend nicht im entferntesten daran seinen Hut zu nehmen. Stattdessen versicherte er nur, dass er sich auch ferner hin, mit der roen Kraft seines ganzen Schwer-Gewichts, stark machen und ein bringen wolle für die Anliegen des Reform gebeutelten Kleinen Mannes und im Besonderen der allein Stehenden, früh verrenteten Kinder-Reichen.

Weitest gehend unverrichteterdinge zog das Häuflein der Aufgebrachten von Dannen. Wohl waren manche Hoffnungen zu Nichte zerstoben, das Mütchen aber immerhin gekühlt und die rauen Kehlen auch, weil man am "Sündenpfuhl" nicht vorbei ging, ohne da selbst mir-nichts-dir-nichts eine Boden Ständige, wenn gleich Mittel verzehrende Wirtschafts-Förderung zu betreiben. Den neuen Irishpub "Sinners' Pool" gegenüber, möglicher Weise ja auch so ein Ausfluß der Globalisierung mit ihren Rohheiten und Rauigkeiten, lies man schlussendlich Links liegen.

 


Traditionelle Schreibung  

[MS Word mit Einstellung „Alte Rechtschreibung“ ]

Die roten Wörter werden von Word rot unterschlängelt, alle anderen Fehler nicht erkannt. Hinweis: ein falsches ", dass" wird nicht erkannt, es wird nur "dass" als Fehler bemerkt, denn früher war "daß" richtig! Der Korrektor erkennt dagegen manchmal, aber nicht immer, ein falsches ", dass", weist aber natürlich in allen Einstellungen "daß" zurück.

Im Pfuhlgau ist, wie außen Stehende überein stimmend fest stellen, der Hund verfroren. Der Hauptort Pfuhlsleben ist unter Konnässören wohl bekannt für sein Renässans-Schlachthaus, dass war’s denn aber auch schon, und sogar dieses ist nicht mehr selbstständig und wird bald still gelegt. Und nun kommen zur unzufrieden stellenden Infrastruktur und zur unerträglichen Schnell-Lebigkeit des Daseins auch noch das Osteuropa-Billigfleisch und die Klimagräuel (höchst Furcht erregende Messergebnisse, nur messerscharf unter der Roten Linie!), und was zu viel ist ist zuviel - die betroffenen machten jetzt ihrem Misssmut Laut stark Luft.

Hunderte Hände ringend Rat suchende Bewohner des schwach bevölkerten Landstrichs - Augen zwinkernd nur noch der GAU genannt - wollten gestern Abend ihren viel versprechenden Europaabgeordneten Voigt-Geßler persönlich kennen lernen (besser gesagt, er sollte sie ein Mal richtig kennenlernen!), um ihm schwer wiegende, nein schwerst wiegende Vorhaltungen wegen seiner vermeindlichen Taten- und sonstigen -losigkeiten zu machen. Nur ein  Paar schwer behinderte Angehörige waren zurück geblieben und verfolgten zu Hause die Heimsuchung des wohl bekannten Politikers auf ihren billigen, schwach auflösenden Schwarz-Weiß-Monitoren.

Sie hatten den lang bewährten, alt bekannten Gewerkschaftler Wim Tell zum Sprecher gemacht. Der 80-Jährige war zwar unter dessen seiner hünenhaften Gestalt verlustiggegangen, an sonsten aber, wie er da so bitter böse seine Stackato-Sätze in’s Megafon bellte, noch ganz der Alte.

Voigt-Geßler, eine hoch gestellte und wohl situierte Persönlichkeit, gleich wohl die Midlifecrisis in höchst eigener Person, hörte sich Besorgnis voll drein blickend die Klagen über vielerlei Miss-Stände im Wahlkreis an, nicht ohne hin und wider eine dunkel-dräuende Augenbraue zu heben und "Nun mal halb lang!" zu murmeln, wenn ihm ein Anwurf zu herbei gesucht vor kam. Was natürlich die nicht Halb-, sondern Ganztagsarbeitslosen keines Wegs beeindruckte. Das er mit Seinesgleichen in den Hauptstädten im trüben fische, während man hier im GAU auf dem trockenen sitze, dass mochte er bei Leibe nicht hin nehmen. Ob man denn noch einen Beweiß brauche, fauchte er giftigen Blick’s, wieviel die Öffentlichen Hände aufzuwänden hätten für die Begrenzung des CO2-Ausstosses, und wie man wahlkreisweit führend sei in der Erkenntniss der globalen Gesamtzusammenhänge. Auf solcherlei wohl feiler Wahlkampfmunizion musste er freilich sitzen bleiben, denn Tell platzierte behände seine Pfeil geschwinden Sticheleien in die Sprechblasen des Abgeordneten, das die nur so auseinander platzten. "Gestatten Sie, dass wir über dumm-dreißte Anbiederungen kommentarlos hinweg gehen", würgte er kalt lächelnd einen stock-konservativen Beschwichtigungsversuch ab. Doch wie Recht die GAUgenossInnen auch haben mochten, V.-G. dachte nichts desto trotz selbst redend nicht im entferntesten daran_ seinen Hut zu nehmen. Stattdessen versicherte er nur, dass er sich auch ferner hin, mit der roen Kraft seines ganzen Schwer-Gewichts, stark machen und ein bringen wolle für die Anliegen des Reform gebeutelten Kleinen Mannes und im Besonderen der allein Stehenden, früh verrenteten Kinder-Reichen.

Weitest gehend unverrichteterdinge zog das Häuflein der Aufgebrachten von Dannen. Wohl waren manche Hoffnungen zu Nichte zerstoben, das Mütchen aber immerhin gekühlt und die rauen Kehlen auch, weil man am "Sündenpfuhl" nicht vorbei ging, ohne da selbst mir-nichts-dir-nichts eine Boden Ständige, wenn gleich Mittel verzehrende Wirtschafts-Förderung zu betreiben. Den neuen Irishpub "Sinners' Pool" gegenüber, möglicher Weise ja auch so ein Ausfluß der Globalisierung mit ihren Rohheiten und Rauigkeiten, lies man schlussendlich Links liegen.


canoo-Online-Service

Neben den hier hervorgehobenen, erkannten Problemen erhält man auch eine Liste von Wörtern, die der Reform entsprechen. In diesem Umfang wird man also auf Abweichungen der neuen von der alten Orthographie hingewiesen, was Duden nicht leistet!


Im Pfuhlgau ist, wie außen Stehende überein stimmend fest stellen, der Hund verfroren. Der Hauptort Pfuhlsleben ist unter Konnässören wohl bekannt für sein Renässans-Schlachthaus, dass war’s denn aber auch schon, und sogar dieses ist nicht mehr selbstständig und wird bald still gelegt. Und nun kommen zur unzufrieden stellenden Infrastruktur und zur unerträglichen Schnell-Lebigkeit des Daseins auch noch das Osteuropa-Billigfleisch und die Klimagräuel (höchst Furcht erregende Messergebnisse, nur messerscharf unter der Roten Linie!), und was zu viel ist ist zuviel - die betroffenen machten jetzt ihrem Misssmut Laut stark Luft.

Hunderte Hände ringend Rat suchende Bewohner des schwach bevölkerten Landstrichs - Augen zwinkernd nur noch der GAU genannt - wollten gestern Abend ihren viel versprechenden Europaabgeordneten Voigt-Geßler persönlich kennen lernen (besser gesagt, er sollte sie ein Mal richtig kennenlernen!), um ihm schwer wiegende, nein schwerst wiegende Vorhaltungen wegen seiner vermeindlichen Taten- und sonstigen -losigkeiten zu machen. Nur ein  Paar schwer behinderte Angehörige waren zurück geblieben und verfolgten zu Hause die Heimsuchung des wohl bekannten Politikers auf ihren billigen, schwach auflösenden Schwarz-Weiß-Monitoren.

Sie hatten den lang bewährten, alt bekannten Gewerkschaftler Wim Tell zum Sprecher gemacht. Der 80-Jährige war zwar unter dessen seiner hünenhaften Gestalt verlustiggegangen, an sonsten aber, wie er da so bitter böse seine Stackato-Sätze in’s Megafon bellte, noch ganz der Alte.

Voigt-Geßler, eine hoch gestellte und wohl situierte Persönlichkeit, gleich wohl die Midlifecrisis in höchst eigener Person, hörte sich Besorgnis voll drein blickend die Klagen über vielerlei Miss-Stände im Wahlkreis an, nicht ohne hin und wider eine dunkel-dräuende Augenbraue zu heben und "Nun mal halb lang!" zu murmeln, wenn ihm ein Anwurf zu herbei gesucht vor kam. Was natürlich die nicht Halb-, sondern Ganztagsarbeitslosen keines Wegs beeindruckte. Das er mit Seinesgleichen in den Hauptstädten im trüben fische, während man hier im GAU auf dem trockenen sitze, dass mochte er bei Leibe nicht hin nehmen. Ob man denn noch einen Beweiß brauche, fauchte er giftigen Blick’s, wieviel die Öffentlichen Hände aufzuwänden hätten für die Begrenzung des CO2-Ausstosses, und wie man wahlkreisweit führend sei in der Erkenntniss der globalen Gesamtzusammenhänge. Auf solcherlei wohl feiler Wahlkampfmunizion musste er freilich sitzen bleiben, denn Tell platzierte behände seine Pfeil geschwinden Sticheleien in die Sprechblasen des Abgeordneten, das die nur so auseinander platzten. "Gestatten Sie, dass wir über dumm-dreißte Anbiederungen kommentarlos hinweg gehen", würgte er kalt lächelnd einen stock-konservativen Beschwichtigungsversuch ab. Doch wie Recht die GAUgenossInnen auch haben mochten, V.-G. dachte nichts desto trotz selbst redend nicht im entferntesten daran seinen Hut zu nehmen. Stattdessen versicherte er nur, dass er sich auch ferner hin, mit der roen Kraft seines ganzen Schwer-Gewichts, stark machen und ein bringen wolle für die Anliegen des Reform gebeutelten Kleinen Mannes und im Besonderen der allein Stehenden, früh verrenteten Kinder-Reichen.

Weitest gehend unverrichteterdinge zog das Häuflein der Aufgebrachten von Dannen. Wohl waren manche Hoffnungen zu Nichte zerstoben, das Mütchen aber immerhin gekühlt und die rauen Kehlen auch, weil man am "Sündenpfuhl" nicht vorbei ging, ohne da selbst mir-nichts-dir-nichts eine Boden Ständige, wenn gleich Mittel verzehrende Wirtschafts-Förderung zu betreiben. Den neuen Irishpub "Sinners' Pool" gegenüber, möglicher Weise ja auch so ein Ausfluß der Globalisierung mit ihren Rohheiten und Rauigkeiten, lies man schlussendlich Links liegen.

Liste der Wörter, die als reformgerecht erkannt wurden - indirekt ein Hinweis, daß sie früher anders geschrieben wurden, ohne daß man aber erfährt, wie.

Furcht erregende
Hunderte
Klimagräuel 
     (klima + gräuel)
Megafon
Messergebnisse
Midlifecrisis
Miss-Stände (Regel 1)
Rat suchende
Rauigkeiten
Rohheiten
Schnell-Lebigkeit
Stattdessen
außen Stehende
behände
dass
gestern Abend
hoch gestellte
kalt lächelnd
kennen lernen
kennenlernen
mir-nichts-dir-nichts 
     (mir- + nichts- + dir- + nichts)
musste
platzierte
rauen
schlussendlich
schwach bevölkerten
schwer behinderte
schwer wiegende
selbstständig
sitzen bleiben
viel versprechenden
wohl bekannt
wohl bekannten
wohl situierte
zu Hause
zu viel

B.E. 2007-08-16