Vom Nachweis zur Nutzung

Endnutzer suchen nicht nach Katalogisaten, sie wollen Inhalte.
Bei Bibliotheksbeständen, anders als bei Internet-Ressourcen, bedeutet das: man muss auf das physische Objekt zugreifen können. Wichtig für Endnutzer ist deshalb diese Reihenfolge:
 

Der lokale Bestand

 
Der mit Fernbestellung relativ gut erreichbare Bestand

 
Der Rest der Welt

Und daraus ergeben sich direkt diese Prioritäten:

  1. Jede Bibliothek muss um die Integrität des eigenen Katalogs bemüht sein: keine neuen Brüche eintreten lassen

  2.  
  3. Wir müssen bundesweit an einem Strick ziehen, nicht nur verbundweit, und eine Spaltung unbedingt vermeiden, mindestens unter den leihverkehrsrelevanten und verbundbeteiligten Bibliotheken. Wichtig ist, noch mehr Konsistenz, Austauschbarkeit und Abfragbarkeit zwischen den Verbünden herzustellen.

  4.  
  5. Es sollten auch Wege zur Verbesserung grenzüberschreitender Katalogzugriffe gesucht werden, allerdings so, dass lokale und regionale Integrität der Daten dabei nicht leidet.

  6. Dabei sollte man
  1. zuerst die Möglichkeiten ausschöpfen, die sich programmtechnisch realisieren lassen, also ohne Redaktionsarbeit,

  2.  
  3. erst dann sinnvolle Eingriffe in unsere internen Strukturen vornehmen. Dabei muss auch beachtet werden, mit welchen Kriterien denn in der Realität gesucht wird.
Gute Kataloge sind das Fundament guter Bibliotheksarbeit.

Aus diesen Gründen ist eine geringfügige Modifizierung des Beschlusses vom 6.12.2001 vorzunehmen.


B. Eversberg, UB Braunschweig, 2002-04