Version 10.4 wird, wenn alles glatt geht, zur Jahreswende 90/91 ausgeliefert. In dieser Ausgabe erfahren Sie einiges über inzwischen bekanntgewordene Probleme der Version 10.3 und wie man ihnen begegnet. Außerdem gibt es verschiedenes mitzuteilen über laufende Entwicklungsarbeiten und die kommende Version.
ist das Handbuch zur Version 10.3, und zwar wiederum fest eingebunden, aber im Format 17x24, was in etwa den üblichen Software-Handbüchern entspricht. Preis: unverändert DM 50.- je Exemplar.
Eingearbeitet ist der Inhalt der allegro-news bis zur Nummer 19.
Neben vielen kleineren Korrekturen und Ergänzungen in allen Kapiteln und typographischer Vereinheitlichung, wodurch die Übersichtlichkeit erhöht wird, gibt es folgende Neuerungen:
wird gegenwärtig die neue "Oberfläche", das Steuerprogramm allegro CockPit. Mehrere verwegene Testpiloten haben sich hinter die Steuerknüppel geklemmt und sind mit ihren Maschinen zu unbekannten Ufern aufgebrochen. Vom Tower aus analysiert die Entwicklungscrew alle Bruch- und Bauchlandungen. Jede neue Erkenntnis bringt Verbesserungen, die auch Ihnen zugute kommen, wenn Sie spätestens Anfang Januar Ihr eigenes CockPit besteigen können, denn alle registrierten Abonnenten werden mit Version 10.4 ihr Exemplar erhalten. Auf den Seiten 5 und 6 dieser Ausgabe finden Sie weitere Einzelheiten.
Die mit Version 10.3 eingeführten Datumskategorien (siehe news 19)
funktionierten im Oktober (aber nur im Oktober) nicht. In der Version 10.4 (die vor dem Oktober 1991 erscheint),
wird der Fehler behoben sein. Wer will, kann die Korrektur selbst ausführen, z.B. mit PCTools: man
ersetze in den .EXE-Dateien, besonders in PRESTO.EXE, die Zeichenfolge oct durch
okt (kommt nur an einer Stelle vor), dann geht es.
Dieses Programm ist bei 10.3 als Folge interner Umbaumaßnahmen leider mit einigen gravierenden Problemen behaftet. Bei 10.4 werden sie alle behoben sein:
werden fälschlich mit exportiert. Manchmal ist das dem Anwender völlig unerklärlich: bei der Bearbeitung im Schnellzugriff entstehen ungültige Aufnahmen ganz automatisch, wenn wegen einer Verlängerung ein Datensatz umgelagert werden muß. Der ungültige Text bleibt dann nämlich zunächst an seiner alten Stelle stehen; der Platz wird im Verlauf der Arbeiten irgendwann wieder benutzt. Wenn jedoch vorher eine Selektion stattfindet, nimmt das SRCH-Programm von 10.3 die ungültigen Sätze mit. Man meint dann zunächst, man hätte Dubletten.
kommt immer derselbe Titel, weiter geht es nur, wenn man zuerst mit 'x' in den Editor springt und dann mit Befehl #r weitersuchen läßt.
Die Sonderkategorie #nr kommt in seltenen Fällen falsch heraus.
Wenn man .cLD-Dateien mit SRCH exportiert, fällt oft die erste Kategorie weg.
Verwenden Sie bis zum Erscheinen der Version 10.4 das Programm SRCH der Version 10.2. Legen Sie die Lieferdiskette von 10.2 in das Laufwerk A:, schalten Sie auf Ihr Programmverzeichnis und geben Sie dann den Befehl
lharc x a:ac102 srch.exe .
Einziges Problem: Die Version 10.2 kann die neuen Exportbefehle (f, F, t, T, ... siehe news 19) nicht ausführen. Wenn Sie solche Dinge schon in Exportparameterdateien eingebaut haben, dann gibt es mit 10.2 Fehler.
Auch im neuesten Handbuch steht (==> Kap.0.2), daß jede Datenbankdatei (Typ .cLD) bis zu 32 MB
groß sein könne. Leider ist es nur halb so viel, also 16 MB. Da eine Datenbank aber bis zu 255
Dateien umfassen kann, ist die maximale (theoretische) Größe 4 GB (Rohdaten, der Index ist davon
unabhängig). Bisher hat niemand auch nur die 16 MB erreicht, aber das wird sich bald ändern. In der
Version 10.4 werden diejenigen Programme, die eine Datenbankdatei vergrößern können
(PRESTO, INDEX und UPDATE) beim Abspeichern "aufpassen", daß 16 MB nicht überschritten
werden und eine Warnung produzieren, falls diese Gefahr droht, und/oder automatisch eine neue Datei beginnen.
Insbesondere beim Neuaufbau einer Datenbank mit INDEX -f7 wird es so sein,
daß automatisch eine neue Datei angefangen wird, wenn die Grenze erreicht ist.
Wenn man allzuviele Kopfbefehle hat ("ak-Zeilen" ==> 10.2.1), gibt es unerklärlich falsche Einträge im Index. Das ist z.B. bei CCI.API der Fall, wenn alle ak-Zeilen aktiviert werden. Intern war für den Inhalt dieser Zeilen bisher ein Bereich von zusammengenommen 512 Zeichen reserviert. Diese Grenze wird für 10.4 auf 2048 erhöht.
ist jetzt die Regelung durchgesetzt, daß zwei Leerzeichen einen Kommentar
einleiten (==> 10.2). In den Zeilen der Kategorieliste war bisher noch an einigen Stellen ein
Doppelleerzeichen zulässig. Das stand zwar nirgends, aber in manchen alten Parameterdateien kamen solche
Zeilen vor. In ganz alten Dateien gab es noch Zeilen mit "----" hinter der
Kategorienummer; auch das geht nicht mehr. Die Folge konnte z.B. sein, daß in der Bildschirmanzeige alle
Kategorien (oder fast alle) ohne Interpunktion hintereinandergesetzt wurden. Abhilfe: Untersuchen Sie Ihre
Parameterdateien (z.B. die P1.APR für die Bildschirmanzeige) und beseitigen Sie alle Doppelleerzeichen
sowie die 4 Bindestriche. Kommentare innerhalb einer Zeile müssen
weiterhin mit zwei Leerzeichen abgetrennt sein, zwischen den Teilen eines Exportbefehls (==> 10.2.6.1)
darf jetzt jeweils nur noch eines stehen.
hat in den Manipulationsbefehlen bX und eX eine
Sonderfunktion (==> 10.2.6.3 unter "Maskierung etc."), wenn sie als erstes Zeichen hinter dem
Anführungszeichen steht.
Z.B. bedeutet e"[.,:;-/]", daß der Arbeitstext am ersten Interpunktionszeichen enden
soll. Aus diesem Grund funktioniert e"[" nicht. Wenn man den Arbeitstext an der
öffnenden eckigen Klammer beenden will, muß man statt dessen e"[[]"
schreiben. Jedoch würde e" [" (Ende an der Kombination "Leerzeichen eck.Kl.")
funktionieren, da hierbei die Klammer nicht das erste Zeichen ist.
Die Option -e Par/Fil bzw. -e Par+Fil bei einem
Programmaufruf (==> Kap.12) bewirkt bekanntlich, daß die Parameterdatei
Par.cPR geladen und Exportergebnisse in die Datei Fil
ausgegeben bzw. an diese angehängt werden. Schon in Version 10.3 kann man Par
weglassen (also -e/Fil bzw. -e+Fil schreiben) dann erscheint
nach dem Programmstart die Auswahlliste der verfügbaren Parameterdateien. Der Vorteil ist, daß
man die Parameterdatei in einem Makro nicht fest vorgeben muß, sondern daß der Endbenutzer die
Wahl hat, wie er exportieren will. Nutzbar ist das bei Produktionen, die hinsichtlich
der Ausgabeparameter variabel sein sollen, so z.B. Listenproduktionen mit unterschiedlichen Sortierfolgen.
Die neue Klammerregelung (siehe news 19) funktioniert noch nicht hinter dem
Befehl "/" (Übergehung der nächsten Zeile). Ab 10.4 wird das gehen.
Beispiel aus einem MARC-Import:
#75 Die Verlagsangabe s 0 "260" steht normalerweise im Fremdfeld 260 c 31 "b" wenn Teilfeld 'b' vorkommt (MARC subfield [!tfz] b ) / dann übergehe die geklammerten Zeilen: ( wenn es also nicht vorkommt, w"s.n." dann schreibe "s.n." in die Kategorie #75 l 0 und übernimm sonst nichts aus Feld 260 (Länge 0) +Jahr sondern mach weiter bei Sprungmarke -Jahr ) b 31 "b" Sonst übernimm den Inhalt von Teilfeld b in #75 e 31 -Jahr #76 ....
Der Dateityp einer Phrasendatei ist ab 10.3 immer .APH , denn diese Dateien sind
unabhängig vom Kategoriesystem. Eine unter A.CFG angelegte Phrasendatei kann ohne Umstände
sofort unter jedem anderen Schema benutzt werden. (==> 0.3, 3.3 Befehl #p)
Das Programm sucht seine UIF-Datei (UIFQGER) auf Laufwerk C:. Wenn man auf einem anderen Laufwerk,
z.B. E:, arbeitet, gibt man entweder QRIX -cE als Option beim Aufruf, oder man setzt
die Environment-Variable -c mit dem Befehl set -c=E .
Wenn man eine eigene UIF-Version hat oder in anderer Sprache (also z.B. mit UIFQENG) arbeiten will, geht das
mit dem Aufruf QRIX -leng. Ab Version 10.4 wird auch set -
l=eng funktionieren.
Gegenwärtig laufen an mehreren Stellen Vorbereitungen für neue allegro-Projekte.
allegro-C ist seit seinen bescheidenen Anfängen 1985 in seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten derart angeschwollen, daß man leicht die Ü
bersicht verliert, wenn man nicht einen beträchtlichen Teil seiner Zeit mit dem System verbringt (und wer kann oder will das schon!). Vor dem Einsteiger türmt sich ein Gebirge von Begriffen auf und öffnet sich ein Labyrinth von Pfaden, deren Nutzen und Zusammenhänge sich nicht sehr schnell offenbaren. Die Entwicklungsabteilung gibt das ja alles zu. Die Prioritätenliste bei der Entwicklung sieht aber so aus:
Nachdem in den Punkten 1 und 2 nach Fertigstellung des Handbuchs zu 10.3 ein akzeptabler Stand erreicht war, wurde das "user interface" als sehr dringliche Angelegenheit empfunden. Aus zwei Gründen war es ganz richtig, damit nicht zu früh zu beginnen (selbst wenn man Zeit dafür gehabt hätte):
Auf dieser Grundlage war innerhalb weniger Wochen die erste arbeitsfähige Version eines Oberflächenprogramms erstellt. Anfang November konnte es zum Testen an mehrere unerschrockene Anwender gegeben werden.
CockPit realisiert effektiv nur wenige, aber wichtige Elemente der SAA- Spezifikationen:
CockPit ist keine graphische Benutzeroberfläche, arbeitet also zeichenorientiert und nicht mit Icons und graphisch aufbereiteter Schrift wie Windows. Zwar gibt es Tools, mit denen man echte Windows-Software mit den bekannten Finessen schreiben kann, aber die Anforderungen an den Rechner sind so hoch, daß die meisten derzeitigen allegro-Anwender dann nicht oder nicht mit akzeptabler Geschwindigkeit damit arbeiten könnten. Auß
erdem sind Windows-Programme nicht auf UNIX portabel.
Und so sieht der erste Bildschirm aus, mit dem CockPit sich präsentiert:
Funktionen Routinen Makros Dateien Optionen HELP EXIT
+CockPit-----------------------+
¦ Sie möchten eine Datenbank ¦
¦ ¦
¦ benutzen ¦
¦ anlegen ¦
¦ sichern ¦
¦ wiederherstellen ¦
¦ löschen ¦
¦ reorganisieren ¦
¦ ¦
¦ neue Version installieren ¦
¦ ¦
¦ eigene Routinen: ¦
¦ MS-DOS ¦
¦ andere Datenbanken ¦
¦ Listenproduktionen ¦
¦ Import-Aktionen ¦
+------------------------------+
Datenbank mit den unten angegebenen Optionen starten; Änderungen: ALT+O
Datenverzeichnis = C:\ALLEGRO\BEISPIEL Progr.Verz. = C:\ALLEGRO
Konfiguration = A Datenbank = CCI Sprache = GER Laufwerk = C
wenn man Enter drückt, wird auf die Datenbank CCI auf C:\ALLEGRO\BEISPIEL zugegriffen. Die Angaben auf den zwei Statuszeilen unten sind per Menü "Optionen" (mit Alt+o zu aktivieren) änderbar.
Wenn man Alt+d drückt, erscheint das Pulldown-Menü "Dateien", von dem aus man alle Parameter- und sonstigen Dateien erreichen und bearbeiten kann:
Funktionen Routinen Makros Dateien Optionen HELP EXIT
+------------------------------+
¦ Export-Parameter-Dateien ¦
¦ Export-Hilfstabellen ¦
¦ Index-Parameter-Dateien ¦
¦ ¦
¦ ALLE Export-Parameterdateien ¦
¦ Sämtliche Dateien ¦
¦ ¦
¦ Import-Parameter-Dateien ¦
¦ Phrasendateien ¦
¦ SRCH-Tabelle S1.ASP ¦
¦ Menütexte (UIF-Dateien) ¦
¦ Hilfstexte (H-Dateien) ¦
¦ Verzeichnis wechseln ¦
+------------------------------+
>Kap.10< Typ .cPR : Parameter für Anzeige, Druck, Ausgabe
Datenverzeichnis = C:\ALLEGRO\BEISPIEL Progr.Verz. = C:\ALLEGRO
Konfiguration = A Datenbank = CCI Sprache = GER Laufwerk = C
Datum der letzen Änderung: 19.11.90
© 1995, UB Braunschweig
Bernhard Eversberg (b.eversberg@tu-bs.de)