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allegro - news Nr. 24 (91/4)

15. Dez. 1991

Universitätsbibliothek der Technischen Universität Braunschweig, Universit√§tsplatz 1, W-3300 Braunschweig, Tel. (0531)391- 5026, FAX 391-5836


Die perfekte Version ...

steht noch nicht vor der Tür - die Praxis wartet mit immer neuen Wünschen und Forderungen auf, und die Welt der Hardware und Systemsoftware ist auch noch nicht gerade stabil zu nennen, eher im Gegenteil. Wenn letztendlich Windows und/oder OS/2 sowie X- Windows oder OSF/Motif die Maßstäbe sein sollen, muß noch viel Wasser die Oker hinunterfließen. Momentan sind solche Ansprüchenoch außerhalb des Planungshorizonts, der bis etwa Ende 1993 reicht und zunächst die Funktionen "Erwerbung" und "Ausleihe" umfaßt. Erst wenn die Datenstrukturen für diese Bereiche ausgereift und die internen Abläufe stabil und optimiert sind, kann man an die Weiterentwicklung der Oberfläche gehen. Vorläufig muß man auch noch berücksichtigen, daß die meisten Anwenderhardwaremäßig noch gar nicht angemessen ausgestattet sind, um mit den genannten Oberflächensystemen wirklich effizient arbeiten zu können. Die AT-Rechner haben offenbar noch nicht ausgedient, mindestens als Endgeräte in einem LAN möchte man sie durchaus noch einsetzen können, und deshalb verbietet sich einstweilen eine konsequente Umstellung auf graphische Oberflächen, diebekanntlich Speicher fressen und hohe MHz-Werte fordern.

Diese Ausgabe wird noch nicht von einer Diskette mit Version 12.1 begleitet, soll aber die meisten Neuerungen und Verbesserungen schon einmal ankündigen. In der Version 11.2 sind bislang keine gravierenden Fehler bemerkt worden. Wirberichten in dieser Nummer über einige kleinere Probleme und wie man sie umgeht. In 12.1 werden diese Probleme alle behoben sein. Auslieferung: Februar '92.

Außerdem in dieser Nummer: eine neue Tabelle der Export-Manipulationsbefehle, Ergebnisse der Umfrage, und ein Überblick zumErwerbungsprogramm, das dieser Tage an einigen Stellen in den Einsatz geht.

Abo-Erneuerung

Die Überlassungsperiode beginnt jetzt mit dem Januar und umfaßt dann ein Kalenderjahr. Die Monate November und Dezember 1991 lassen wir ohne Berechnung unter den Tisch fallen. Sie erhalten mit dieser Nummer ein Formular für die Erneuerung, sofern Sie das Abo für '92 nicht schon in der Tasche haben. Die Bedingungen beruhen auf Vorgaben des Niedersächsischen Ministeriums fürWissenschaft und Kultur. Neu ist, daß jetzt Großanwender (in der Regel Universitäten) für die "Campuslizenz" ein wenig tiefer in die Tasche greifen müssen. Wir sind aber sicher, daß das jeder einsehen wird. Auch kommerzielle Anwender (Firmen) können nicht zu dem Billigtarif bedient werden, der für die Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft gilt.

Die Entgelte sehen jetzt so aus:

Öff.Einrichtg. in Nieders. Öff.Einrichtg. außerhalb Nds Campuslizenz in Nieders. Campuslizenz außerhalb Nds. Firma Privat
Neu- Abonnement 1992 incl. Handbuch 270.- 350.- 850.- 950.- 950.-- 350.-
Fortsetzung

(ohne Handbuch)

180.- 250.- 700.- 800.- 800.-- 250.-
Systemhandbuch,

je Exemplar

50.- 50.- 40.- 40.- 50.- 50.-

Für die neuen Programme "Erwerbung" und "Ausleihe" gilt zunächst, daß sie für das Jahr 1992 nur auf gesonderte Bestellung fürje DM 300.- (bzw. 220.-) ausschließlich an Abonnenten des Kernsystems überlassen werden.

Die niedersächsischen Entgelte werden im übrigen auf Veranlassung des Ministeriums bis auf weiteres auch für Einrichtungen in Sachsen-Anhalt angewendet.

Um unerfreuliche Benachteiligungen zu vermeiden, gilt ferner dieses: Wer im letzten Quartal beliefert wird, erhält gleich das Abonnement für das Folgejahr. Wer ein Jahr ausfallen läßt, gilt als Neu-Abonnent.

PRESTO

Speicherbedarf

Mit <Alt>+F7 , vom Anzeigemenü aus (Handbuch S. 53+99), bekommt man eine Anzeige der wichtigsten Arbeitsspeicherbereiche. (Dasselbe ging bislang nur mit dem Befehl #s im Editor.) In der ersten Zeile wird der freie Arbeitsspeicherangegeben: soviel ist innerhalb des 640K-Bereichs noch außerhalb von PRESTO frei. Wenn PRESTO nach dem Start mit der Meldung "nicht genug Arbeitsspeicher..." abbricht, muß man die neuen m-Befehle in der .CFG-Datei einsetzen (==> Anh.A). Die sinnvollste Maßnahme ist, zunächst den Befehl mr1000 in die .CFG einzusetzen, dann mit<Alt>+F7 den freien Platz zu ermitteln und die Zahl 1000 dann dementsprechend heraufzusetzen. Die Ergebnismenge braucht 4 Byte je Datensatz; wenn also z.B. noch 32.000 Bytes frei sind, kann man die Ergebnismenge noch um 8.000 vergrößern. Das Maximum ist 16.000. Um dieses zu erreichen, müssen evtl. bestimmte residente Programme (besondere Gerätetreiber, Hilfsmittel wie NortonCommander) vermieden werden. Zu empfehlen ist ein Umstieg auf MS-DOS 5.0 oder DR-DOS 6.0, denn beide räumen über 600 K Arbeitsspeicher frei.

Umschaltung zwischen Registern

Die Umschaltung über eine Referenz xxx -> |iyyy auf ein anderes Register funktioniert zwar, aber die Überschrift des Registers wird nicht sofort gewechselt. Dieser Schönheitsfehler ist beseitigt.

OPAC-Programm ohne Schreibanspruch

Das neue Programm AKAT (Ersatz für AC) braucht keinerlei Schreibberechtigung. Falls es in einem Netzwerk eingesetzt wird,braucht man also dem Benutzer kein Schreibrecht für das Datenverzeichnis einzuräumen. Die Funktionstasten schalten direkt auf die Register 1 - 9 um. Starten Sie mit akat -f1 -lkat , um die geeigneten Menütexte zu laden.

Sacherschließung

Das "Referentenprogramm" REF.EXE, das über zwei Menüs die Eingabe aller Sacherschließungselemente bzw. die Bearbeitung von Stammsätzen für verschiedene Zwecke ermöglicht, wurde flexibilisiert: die Menütexte und die Nummern der zu belegendenKategorien stehen in einer Datei UIFRGER. Daher läßt es sich jetzt auch für andere Kategoriesysteme umkonfigurieren. Es handelt sich um eine Erweiterung von PRESTO und hat ansonsten dieselben Funktionen. Das Konzept der Sacherschließung und die Benutzung des Programms sind erläutert in einem eigenen, 23seitigen Papier "allegro-Sacherschließung", das auf Anfrage von der UB zu erhalten ist.

Erfassung und Bearbeitung

Für die Spezialisten, die bei der Erfassung auf optimale Effizienz aus sind, wurde die Verwaltung des Hintergrundspeichers verbessert: man kann dort wieder, wie früher schon, Kategorien stapeln lassen. Mit <Alt>+F5 (statt <Shift>+F5) im Anzeigemenü stapelt man die aktuelle Aufnahme auf die evtl. schon im Hintergrundspeicher vorhandenenund hat anschließend die Kategorien aus beiden Aufnahmen für die Übernahme zur Verfügung. Daten aus bis zu 3 Aufnahmen können im Hintergrund stehen. Prüfen Sie mit dem Befehl #a , wie das konkret aussieht. Dasselbe passiert, wenn man vom Editor mit #rn bzw. #rj statt mit F8 bzw. F10 ins Menü zurückspringt (==>Kap.1.5.4, S.51)

Noch eine Kleinigkeit: auch die Kategorie #00 wird jetzt, wie alle anderen, im Hintergrund aufbewahrt.

Ausdruck mit Kategorienummern

geht jetzt mit F2 t statt vorher mit F2 k (denn k macht jetzt etwas anderes; ==> Kap.3.3, S.80).

CockPit

Option -q

Wenn man eine separate Druckparameterdatei hat, z.B. unter dem Namen KARTE.APR, kann CockPit diese auch an PRESTO übergeben. Dazu ist in der Datei DEFAULT.OPT die Eintragung q KARTE vorzunehmen, und zwar am Ende in demAbschnitt 1 für PRESTO. (==> 0.11.6, S.34.)

Programmverzeichnis

Der Name des Programmverzeichnisses wird nicht an die Programme weitergereicht, wenn man sie über das Menü Funktionen aufruft (==> 0.11.1). Das macht sich nur bemerkbar, wenn man von woanders aus startet und das Verzeichnis nicht \ALLEGRO heißt.

Export-Parameter

Umcodierung erzwingen/unterdrücken

Nur unvollständig ist im Handbuch der neue y-Manipulationsbefehl beschrieben (S. ...). Mit y0 erreicht man,daß der aktuelle Arbeitstext nicht umcodiert wird. Dagegen erzwingen y1 bzw. y2 die sofortige Umcodierung des aktuellen Arbeitstextes mit den p- bzw. q-Befehlen, bevor die Zeile weiter bearbeitet wird. (Es ist in jedem dieser Fälle gleichgültig, ob die Zeile mit '#' oder '!' anfängt.) Sinnvoll ist das, wenn man anschließendz.B. noch direkte Prä- oder Postfixe anfügt, die ihrerseits nicht umcodiert werden sollen.

Globales Endezeichen

(Verfügbar ab Version 12.1.) Während der Arbeiten an einer Parametrierung für chinesische Bücher entstand die Idee, man müßte zweigeteilte Datenfelder haben, so daß man generell in jedes Feld bei Bedarf einen chinesischen und einen transliterierten Teil mit gleichem Inhalt eingeben könnte. Andernfalls bräuchte man die doppelte Anzahl Kategorien.Daraufhin wurde das "globale Endezeichen" geschaffen. Jedem Zeichen, das man sonst nicht braucht, kann man diese Rolle zuteilen. Man setzt in den Parameterdateien p x 0 , wenn x das globale Endezeichen sein soll. Die Wirkung ist diese: jede Kategorie wird bei der Ausgabe automatisch an dem Zeichen x beendet, soals ob man jeweils e"x" geben würde. Mit dem Befehl b"x" kann man jederzeit auch gezielt den hinteren Teil exportieren. Ausnahme: wenn das erste Zeichen der Kategorie ein globales Endezeichen ist, der erste Teil also leer ist, wird für die Ausgabe automatisch der zweite Teil genommen. Empfohlen wird das Zeichen = <Ctrl>+r.

Index-Parameter : Register 10 und 11

wurden ermöglicht, weil tatsächlich manchmal 9 Register noch als zu wenig empfunden wurden, aber hauptsächlich, um Verwaltungsregister für die Erwerbungs- und Ausleihfunktionen einrichten und deren Benutzung leicht beschränken zu können. Folgendermaßen arbeitet man mit den neuen Registern:

p"|:" bzw. p"|;" sind die Präfixe für die Generierung (= ASCII 58 bzw. 59) (evtl. davor den Befehl y1 oder y2 setzen, um die Ausblendung von ':' bzw. ';' zu verhindern)
<Alt>+0 bzw. <Alt>+ß zum Umschalten
|10m bzw. |11m zum Nachladen aus diesen Registern (m = Modus, ==> 10.2.6.7, S.181ff)

Probleme beim Nachladen

gibt es im Programm SRCH (nicht bei PRESTO), wenn mit Schlüsseln einer Länge > 60 gearbeitet wird. Man setze den Befehl il=72 in die Export-Parameterdatei, wenn die Schlüssellänge z.B. 72 ist, dann funktioniert es. Derselbe il -Befehl also, der in der Index-Parameterdatei steht, muß auch in der Export-Parameterdatei stehen. Die erstere wird nämlich von SRCH nicht gelesen.

Wenn man SRCH von Hand oder aus einem Batchfile startet: Option -b nicht vergessen, sonst weiß SRCH nicht, aus welcher Datenbank es nachladen soll - es sei denn, die Suche erfolgt direkt in den .ALD-Dateien dieser Datenbank. Beispiel: -b KATALOG\KAT , wenn die Datenbank KAT auf dem am Programmverzeichnis hängendenUnterverzeichnis KATALOG benutzt werden soll.

Wichtig ist beim Nachladen, daß der zu suchende Schlüssel exakt dem entspricht, der im Index steht, einschließlich Groß- oder Kleinschreibung und Umcodierung. Bei Namen und anderen verbalen Elementen kann das Schwierigkeiten machen, denn manbraucht dann in der Export-Parameterdatei dieselbe Umcodierung wie in der Index-Parameterdatei ( y1 bzw. y2 einsetzen vor dem Ladebefehl |im ). Unproblematisch sind in der Regel Zahlen, Identifikationsnummern und Notationen, vorausgesetzt, die Groß-Kleinschreibung stimmt mit dem Index überein.

Rechenbefehle

Fehler treten beim Durchrechnen größerer Ergebnismengen auf, wenn nur eine einzige Anwendervariable benutzt wird. Sobaldman pro forma eine zweite hinzunimmt (wie in SUMME.APR), läuft alles richtig. Man braucht nur eine Zeile wie z.B. #nr =zz Z zum Kopfabschnitt zu ergänzen.

Die Wertzuweisung x"=Wert" funktioniert bei den ersten Auslieferungen von 11.2 nicht. Man umgeht dies, indem man statt dessen x"*0" x"+Wert" schreibt.

Kartennummer

Die obsolete Sonderkategorie #cn bewirkt keine Ausgabe, sondern nur, daß auf die interne Kartenzählung 1 aufaddiert wird. Folglich macht die automatisch produzierte Kartennummer dann Sprünge. Man verzichte deshalb auf #cn . Wenn die automatische Nummer zu weit rechts erscheint, liegt das meist an Druckersteuerungen, die man im Kopf verwendet. Die Position der Nummer wird automatisch ermittelt; beeinflußbar ist nur der Kopf der Fortsetzungskarte (==> 10.2.6.4, Steuerbefehl #wh).

Kommentare

sollte man besser nur mit Leerzeichen (mindestens zwei) innerhalb einer Zeile von den Befehlen absetzen, nicht mit Tabulatorzeichen!

Positionierung

Der Strukturbefehl $ in einem Zwischenteil (Kap.10.2.0, S.145) funktioniert nur dann zuverlässig, wenn eine Einrückung von mindestens einem Zeichen eingestellt ist (Parameter zi=1 ). Wenn man in dem Parameter as noch ein Leerzeichen unterbringt, wird auch die erste Zeile eingerückt, so daß alles normal aussieht.

ALLEGRO

Interpunktion fällt aus

Beim Redigieren oder offline-Erfassen klappt der Kartendruck nicht, weil keine Zwischenteile vorhanden sind. Das Programm lädt automatisch die P1.APR für Bildschirmanzeige und Druck. Dabei gehen die Zwischenteile verloren, deshalb erscheint dann alles ohne Interpunktion. Abhilfe: Mit Befehl #p e die Parameterdatei P1.APR nochmal "von Hand" laden, dann geht es.

Optionen

Export

Bei SRCH kann man -e/filename geben, dann wird die Liste der vorhandenen Exportparameter zur Auswahl angezeigt. Bei PRESTO geht das noch nicht, es gibt dann einen Abbruch mit "error 116".

Operator

Wenn man PRESTO (und davon abgeleitete Programme wie REF und ORDER) mit der Option -Ooperator startet (mit einer Bearbeiterkennung operator , ==> 12.1, S.236), dann wird die Kennung angehängt an die Datumskategorien, die man mit den Befehlen cn und ce in der .CFG-Datei deklariert hat. So wird dann zusätzlich zum Erfassungs- bzw. Bearbeitungsdatum auch die bearbeitende Person registriert. Mit den Manipulationsbefehlen b17 bzw. e17 kann man den Bearbeiter bzw. das Datum getrennt exportieren.

Import

Mehrfach-Leerzeichen

beseitigt man mit dem Globalbefehl S . (Kap.11.2.2.4, S.209). Der Befehl kann nicht lokal, d.h. auf einzelne Felder, angewendet werden. Statt dessen könnte man einen lokalen Ersetzungsbefehl benutzen, der schlicht zwei Leerzeichen durch eines ersetzt (==> 11.2.3.4).

Es gibt ein Problem bei Sätzen mit fester Länge: am Ende eines Feldes, das Mehrfachleerzeichen enthält, kann nach der Umwandlung ein überflüssiges Zeichen auftreten, und zwar genau das erste Zeichen des nächsten Feldes. Diese Ungenauigkeit wurde behoben.

Groß-Klein-Umwandlung

Ein komplett in Großbuchstaben vorliegender Fremdtext wird durch y A/Z a global in Kleinschrift umgesetzt (==> 11.2.2.1, S.208). Mit dem Standard-Unterprogramm u11 (==> 11.2.3.4, S.220) kann man erreichen, daß in einem Feld der Anfangsbuchstabe jedes Wortes wieder in einen Großbuchstaben verwandelt wird. Was aber soll man tun, wenn in eimem Fremdformat nur bestimmte Felder in Großschrift vorliegen, die anderen aber normal? Dazu wurde für Version 12.1 das Unterprogramm u12 geschaffen. Es leistet die Groß-Klein-Wandlung auf Feldebene.

Export-Manipulationsbefehle : Übersicht

Vorbemerkungen

Die Manipulationsbefehle der allegro-Exportsprache (Handbuch ==> 10.2.6.3,6,7) bilden eine Sammlung von Werkzeugen zur Gestaltung des Exporttextes. Im Laufe der Jahre ist diese Sammlung etwas unübersichtlich geworden. Als Ergänzung zum Handbuch werden nachfolgend alle Befehle in einer alphabetischen Liste zusammengestellt. In der nächsten Ausgabe soll eine entsprechende Liste für die Importsprache folgen.

Folgende Begriffe werden im hier erläuterten Sinne benutzt:

Anweisung
eine Zeile in der Export-Parameterdatei, die mit # oder ! und einer gültigen Kategorienummer eingeleitet wird;
Arbeitstext
(Abkürzung AT) = Zeichenkette, die aus einem Kategorie-Inhalt gebildet wurde; er wird in der Regel mit der Kopie einer Kategorie belegt, wenn eine Anweisung beginnt, und wird ausgegeben, wenn in der Regel die Anweisung abgearbeitet ist. Der Passus "in der Regel" deutet daraufhin, daß es Ausnahmen gibt, die im Handbuch im einzelnen erläutert werden. Jeder Manipulationsbefehl bewirkt, daß eine neue, irgendwie veränderte Kopie des AT entsteht. Erst nach dem letzten Befehl der Zeile erfolgt die Ausgabe:
Ausgabe
Übergabe des AT an die Zeilenumbruch-Prozedur - also noch nicht die physische Ausgabe;
Befehl
ein oder mehrere Manipulationsbefehle; getrennt durch jeweils genau ein Leerzeichen.

Unter der Bezeichnung "Manipulationsbefehle" werden Befehle mit unterschiedlichen Wirkungen zusammengefaßt. Es erscheint vernünftig, folgende Klassifizierung vorzunehmen :

Gruppe 1:
Manipulationsbefehle im engeren Sinne - sie manipulieren den Arbeitstext und sind in der Regel wiederholbar - ihreWirkungen erfolgen in der gegebenen Reihenfolge;
Gruppe 2:
Befehle zum Umgang mit Anwendervariablen (Abkürzung AV) - diese Befehle sind ebenfalls in einer Anweisung wiederholbar und ihre Wirkungen erfolgen in der gegebenen Reihenfolge - da sie den Arbeitstext nicht verändern, können sie in die Folge der Befehle der Gruppe 1 problemlos integriert werden;
Gruppe 3:
Befehle mit scheinbarer Manipulationswirkung - die sog. indirekten Prä- und Postfixe. Sie manipulieren den Arbeitstextnicht, aber sie veranlassen Ausgaben vor bzw. nach der Ausgabe des Arbeitstextes - alle Befehle der Gruppe 3 in einer Anweisung werden in der Reihenfolge ihres Auftretens realisiert - es können also Befehle der Gruppe 3 wiederholt werden. Alle Befehle der Gruppen 1 oder 2 werden entweder vor oder nach der Realisation der Befehle dieser Gruppe ausgeführt; die meisten sind nicht wiederholbar.
Gruppe 4:
Prüfbefehle; bei positivem Prüfergebnis wird die Anweisungszeile fortgesetzt, bei negativem wird sie ohne Ausgabe abgebrochen. C und N sind wiederholbar.
Gruppe 5:
Steuerbefehle - sie haben keine Wirkung auf den Arbeitstext.

Im Umgang mit dem Arbeitstext kann folgende Regel hilfreich sein:

Entsteht durch eine Manipulation ein Arbeitstext der Länge 0, wird i.a. die Bearbeitung abgebrochen und es erfolgt keine Ausgabe - auch nicht von indirekten Prä- und Postfixen (Ausnahme: e0 bzw. Z).

Manipulationsbefehle - alphabetische Übersicht

(Die kursiv angegebenen Bezeichnungen entsprechen den Konventionen des Handbuchs, S.141)


       * = nicht wiederholbar

+-------+---+--------------------------------------------------------------------+---+

|Befehl |Gr.|Funktion                                                            |HB |

+-------+---+--------------------------------------------------------------------+---+

|=xy    | 2 |Vergleichen AT mit AV #uxy und Speichern in #uxy                    |172|

|Axy    | 2 |Anfügen AT ans Ende der AV #uxy, Speichern in #uxy                  |172|

|axy    | 2 |Anfügen der AV #uxy an den AT, Speichern in #uxy                    |172|

|BX     | 1 |Beginne AT hinter Zeichenkette X ; wenn nicht vorh., AT unverändert |170|

|bn     | 1 |Beginne AT nach Position n  (wenn er kürzer ist: Abbruch)           |169|

|bX     | 1 |Beginne AT hinter Zeichenkette X ; wenn nicht vorh., Abbruch        |170|

|C      | 5 |Zeilenvorschub vor Ausgabe des AT                                   |169|

|cX     | 4 |Prüfe, ob AT die Zeichenkette X enthält. Ja: Anweisung fortsetzen   |171|

|dxy    | 2 |AV #uxy löschen                                                     |173|

|En     | 1 |Beende AT nach Position n, letztes Wort weglassen, wenn zerschnitten|170|

|EX     | 1 |Beende AT hinter der Zeichenkette X; wenn nicht vorh., AT unveränd. |170|

|en     | 1 |Beende AT hinter dem n. Zeichen (Sonderfall n=0, siehe Z)           |170|

|eX     | 1 |Beende AT vor Zeichenkette X ; wenn nicht vorh., AT unverändert     |170|

|Fx     | 1 |Entferne Zeichen x am Ende des AT                                   |170|

|Fk     | 1 |Entferne ASCII-Code k am Ende des AT                                |170|

|FX     | 1 |Entferne alle in X enthaltenen Zeichen am Ende des AT               |170|

|fx     | 1 |Entferne Zeichen x am Anfang des AT                                 |170|

|fk     | 1 |Entferne ASCII-Code k am Anfang des AT                              |170|

|fX     | 1 |Entferne alle in X enthaltenen Zeichen am Anfang des AT             |170|

|ik,x   | 4 |Anweisung nur fortsetzen, wenn auf Position k das Zeichen x steht   |171|

|Ik,x   | 4 |Anweisung nur fortsetzen, wenn auf Position k nicht  x steht        |171|

|mX    *| 1 |Direktes Mehrfachpräfix (wenn Wiederholungsbefehl ++ gegeben wurde) |168|

|mz    *| 3 |Indirektes Mehrfachpräfix (Zwischenteil)                            |168|

|m{CS} *| 3 |Indirektes Mehrfachpräfix (Steuerkette)                             |168|

|m>K   *| 3 |Indirekter Mehrfachpräfix-Unterprogrammruf                          |168|

|N      | 5 |Seitenumbruch vor Ausgabe des AT                                    |169|

|PX     | 1 |Direktes Postfix: X hinten an den AT anfügen                        |169|

|Pz    *| 3 |Indirektes Postfix (Zwischenteil Nummer z                           |169|

|P{CS} *| 3 |Indirektes Postfix (Steuerzeichenkette CS)                          |169|

|P>K   *| 3 |Indirekter Postfix-Unterprogrammruf (nach Ausgabe UP #(K ausführen) |169|

|pX    *| 1 |Direktes Präfix: X vorn an den AT anfügen                           |168|

|pz     | 3 |Indirektes Präfix (Zwischenteil Nummer z                            |168|

|p{CS} *| 3 |Indirektes Präfix (Steuerzeichenkette CS)                           |168|

|p>K    | 3 |Indirekter Präfix-Unterprogrammruf (vor Ausgabe UP #(K ausführen)   |168|

|R      | 1 |AT rechtsbündig in aktuelle Zeile stellen                           |171|

|rk,x   | 1 |AT auf k Stellen nach rechts mit x auffüllen                        |171|

|sk,x   | 1 |AT auf k Stellen nach links mit x auffüllen                         |171|

|Tk     | 1 |k Zeichen vom Ende des AT als neuen AT nehmen                       |169|

|TX     | 1 |hinteren Teil des AT ab Zeichenkette X als neuen AT nehmen          |169|

|tk     | 1 |k Zeichen vom Ende des AT entfernen                                 |169|

|tX     | 1 |vom AT hinten den mit X beginnenden Teil entfernen                  |169|

|U[xy]  | 1 |Entfernen der Übergehwörter - erstes Wort des AT dann groß schreiben|171|

|u[xy]  | 1 |Entfernen der Übergehwörter bzw. zwischen xy eingeschlossenen Teile |171|

|x"OpW" | 1 |Rechenbefehl: AT als Zahl nehmen, Operation Op mit Wert W ausführen |180|

|y0     | 1 |Verhindern der Umkodierung des AT, dann Anweisung fortsetzen        |171|

|y1/2   | 1 |Codierung mit p- bzw. q-Befehlen sofort ausführen, Anw. fortsetzen  |   |

|Z     *| 5 |Unterdrücken der Ausgabe des AT  (gleiche Wirkung wie e0 )          |171|

||im   *| 5 |AT als Schlüssel nehmen, in Index i mit Modus m suchen, Aufn. laden |183|

+-------+---+--------------------------------------------------------------------+---+

Man verwechsle die "Strukturbefehle" (==> 10.2.0) nicht mit den Manipulationsbefehlen. Sie können nur innerhalb von Zwischenteilen auftreten. Identisch sind allerdings die Befehle C und N, auch in der Wirkung.

In Vorbereitung befindet sich eine Einführung in die Export-Parametrierung. Jeder dieser Befehle wird darin ausführlich und in einheitlicher Form erklärt und seine Wirkung mit Beispielen veranschaulicht.

Erwerbung

Wir geben hier einen ganz knappen Überblick, damit Sie die Eignung für Ihre Zwecke abschätzen können. Falls Sie schon eigene Ansätze zur Verwaltung von Erwerbungsdaten mit den normalen Programmen gemacht haben, werden Sie Ihre Datenelemente per Export oder/und Import in die nötige Form bringen müssen, um mit dem allegro-Erwerbungssystem weiterzuarbeiten. Eine vollständige Dokumentation und eine Parametrierung für das Standardschema stehen vor der Fertigstellung. Es kann in einigen Punkten noch Änderungen geben, denn die ersten Praxiserfahrungen sind noch abzuwarten. Die Vorgaben des bekannten Pflichtenheftes wurden herangezogen, ferner gab es Gespräche mit etlichen kompetenten Anwendern.

Das allegro-Erwerbungssystem basiert auf dem Programm PRESTO und verfügt auch über dessen Eigenschaften. Zusätzlich enthält das Programm ORDER die Routinen für die Erwerbung, und zwar zunächst für die Monographienerwerbung, noch nicht Fortsetzungsverwaltung und Zeitschriftenzugang. Es sind dies in der jetzt verfügbaren Fassung diese Funktionen:

  1. Vorauswahl / Desiderat-Erfassung
  2. Vorakzession,
  3. Bestellung,
  4. Stornieren,
  5. Reklamieren,
  6. Inventarisieren,
  7. Abschließen,
  8. Freigabe (für Überführung in OPAC),

Parametrierung des Erwerbungssystems

Ebenso wie die anderen allegro-Komponenten wird auch ORDER durch Aufrufoptionen und durch Parameterdateien gesteuert. Zusätzlich werden zur Programmsteuerung popup-Fenster eingesetzt, deren Inhalt aus der Datenbasis - aus sog. Verwaltungskategorien - selbst entstammt und damit ebenfalls für Anpassungen zugänglich ist.

Bestelldaten werden in eigenen Datensätzen, nicht innerhalb der Titelsätze gehalten. Dadurch werden Mehrfachbestellungen möglich. Alle notwendigen Verknüpfungen werden vom Programm über den Index ausgeführt bzw. sind durch die Nachladetechnik auch der Parametrierung zugänglich.

Alle Aufrufoptionen von PRESTO sind weiterhin gültig. Darüberhinaus werden folgende Optionen neu eingeführt:

-G#vv identifiziert die Kategorie #vv als Verwaltungskategorie (Standard #9A),
-T#tt identifiziert die Kategorie #tt als Titelkategorie (Standard #9C), (#tt identifiziert den Titelsatz innerhalb des Bestellsatzes)
-E #ee identifiziert die Kategorie #ee als Erwerbungskategorie (Standard #9D).
-O operator durch operator wird der das Erwerbungssystem bedienende Nutzer identifiziert
-W währungstabelle durch währungstabelle wird die zu benutzende, aktuelle Währungstabelle bezeichnet (Pflichtoption; es handelt sich dabei um einen besonderen Datensatz in der Datenbank)
-V index durch index wird der Index für Verwaltungsdaten festgelegt (Standard 11),
-U index durch index wird der Index für Erwerbungsdat festgelegt (Standard 10),
-I sign durch sign wird ein Signaturgenerator fest ausgewählt.

Die Optionen -G, -T und -E erlauben den Einsatz des Programms für jedes Kategoriesystem. Die einzelnen Datenelemente werden dann innerhalb dieser drei Kategorien als Teilfelder gespeichert, einheitlich identifiziert durch den "Teilfeldcode" (= ASCII 31) und ein nachfolgendes Zeichen. Diese Methode spart Speicherplatz, und man würde sonst eine größere Zahl von neuen Kategorien brauchen.

Die im folgenden beschriebenen Kategorien und deren Teilfelder werden nicht direkt wie normale Kategorien eingegeben, sondern über Menüs und Masken, so daß man die vielen Bezeichnungen normalerweise nicht kennen muß. Wichtig sind sie natürlich für die Parametrierung.

Eine Verwaltungskategorie ist ein Datensatz des Erwerbungssystems, der Systemdaten enthält. Systemdaten sind solche, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb des Gesamtsystems bedeutungsvoll sind und nur vom Systemverwalter inhaltlich verändert werden dürfen (Zugriffsberechtigung -a4).

Die Titelkategorie ist ein Bestandteil des Titelsatzes und identifiziert den Titel im Erwerbungssystem eindeutig. Innerhalb jedes Titelsatzes, der für die Erwerbung relevant ist, muß die Kategorie #tt vorkommen und eine eindeutige Indentifikation enthalten. Wenn man keine eigenen Indentifikationsnummern hat, könnte man z.B. im Normalfall die ISBN hineinschreiben, und wenn es keine gibt, eine andere, selbst vergebene Nummer. Der Inhalt von #tt wird vom Programm in jeden zugehörigen Bestellsatz in das Teilfeld T der Kategorie #eeA übernommen. So werden die Sätze zusammengehalten.

Die Erwerbungskategorie ist eine sonst im System nicht benutzte Kategorie. Die durch diese Angabe spezifizierte Kategorie wird zur Bildung von Bestell-, Stück- und Exemplarsätzen verwendet.

Das Erwerbungssystem benutzt die Register 10 und 11 als Erwerbungs- und Verwaltungsregister, um auf alle erwerbungsrelevanten Daten über spezielle Schlüssel zugreifen zu können.

Verwaltungskategorien

Mit Hilfe des Aufrufparameters -G wird dem Programm ORDER mitgeteilt, welche Kategorie als Verwaltungskategorie verwendet wird. Im folgenden wird diese Kategorie durch #vv dargestellt. Verwaltungskategorien bilden jeweils selbständige Datensätze (nur aus dieser einen Kategorie bestehend) und sind dann Bestandteil der Datenbank.

Sie dienen zur Aufnahme von

Fensterinhalten #vv F...
Währungstabellen #vv W...
Kontingentdaten #vv K...
Signaturgeneratoren #vv S...
Lieferantendaten #vv L...
Auftraggeberdaten #vv A...
Passwörter und Benutz.rechte #vv P...
Bestellnummerngenerator #vv B...

Als Beispiel sei hier aufgeführt, welche Verwaltungssätze es für die Fensterinhalte gibt: folgende Fenster werden vom Programm ORDER eingerichtet und sind dem Nutzer für Anpassungen zugänglich:

Publikationsform #vv FPFORM ...
Erwerbungsart #vv FERWART ...
Bestellungsart #vv FBSTART ...
Erwerbungland #vv FLAND ...
Fachgebiet #vv FFACH ...
Währungen #vv FWAEHR ...
Signaturen #vv FSIGNATUR ...
Kontingente #vv FKONTING ...
Auftraggeber #vv FAUFTR ...
Lieferanten #vv FLIEF ...
Bestellweg #vv FWEG ...

Das Symbol "..." steht für den Fensterinhalt. Er wird eingeleitet durch die Zeichenfolge F gefolgt von den Fensterzeilen, die mit Hilfe des Zeichens % voneinander separiert werden.

Nachfolgend wird als Beispiel der Datensatz für das Auswahlfenster abgebildet, das die zulässigen Währungen enthält:

#vv FWAEHR FDM__Deutsche Mark%$____US-Dollar%CDN_Kanad. $%...

Aus o.a. Übersicht ist zu entnehmen, daß die zu übernehmenden Werte aus drei Zeichen bestehen. D.h., der zu übernehmende String ist im Fall $ durch (3+1) ' _ ' zu ergänzen. Falls die Währung Kanadische $ ist (CDN), ist nur ein ' _ ' einzufügen. Die Umrechnungsbeträge stehen in einem eigenen Datensatz, der Währungstabelle ( #vv W... ).

Erwerbungskategorien

Mit Hilfe von Erwerbungskategorien werden Bestell-, Stück- und Exemplarsätze beschrieben.

1. Bestellsätze

Bestellsätze haben nur zwei Kategorien, und zwar


     #eeAgenerierteBestellNr Ttitelident...    (Kopf)

und

     #eeBindikator...                                           (Körper)

      

Die Kopfkategorie identifiziert die Bestellung und den Titelsatz, auf den sie sich bezieht ( titelident ist der Inhalt der Kategorie #tt des Titelsatzes). Die Körperkategorie enthält die eigentlichen Bestelldaten. In der Kopfkategorie können anstelle der Punkte diese Angaben über die Bestellungshistorie stehen:

V datum(referenten/vorakz.identifikation)
B datum(bestelleridentifikation)
S datum(identifikation des stornierenden)
R datum(identifikation des reklamierenden)
I datum(identifikation des inventarisierenden)
A datum(identifikation des abschließenden)
F datum(identifikation des freigebenden)

Diese Eintragungen können u.U. mehrfach auftreten. Die Datumsangaben werden im Register 10 indexiert und ermöglichen dann die Bildung von Ergebnismengen, z.B. von bis zu einem bestimmten Datum bestellten, aber noch nicht inventarisierten Büchern oder etwa zur Durchsicht älterer Desiderate eines bestimmten Referenten...

Beispiel:

#9DA0010227 T333-333-333 V911002(kra) B911012(sch) I911210(mue)

Interpretation:

Am 12.10.91 wurde durch die Erwerbung der Titel mit der Identifikation 333-333-333 durch den Verantwortlichen (sch) bestellt. Die Bestellung basiert auf einem Vorschlag des Referenten (kra) vom 02.10.91. Mitarbeiter (mue) hat am 10.12.91 die eingegangene Lieferung inventarisiert. Die Rechnung ist noch nicht beglichen worden (es fehlt der Zusatz A... ), eine Freigabe ist auch noch nicht erfolgt (es fehlt der Zusatz F... ).

Der indikator in der Körperkategorie kennzeichnet den Status der betreffenden Bestellung:

1 durch den Referenten vorgeschlagen,
2 durch die Erwerbung vorakzessioniert,
3 bestellt,
4 Bestellung reklamiert,
5 storniert (Desiderat).
6 Bestellung inventarisiert,
7 Bestellung abgeschlossen,
8 Desiderat,

Die eigentlichen Bestelldate sind Teilfelder ("subfields", dargestellt durch "...") und folgen dem indikator. Jedes Teilfeld beginnt mit dem Zeichen ' ' (ASCII-Code 31) und einem Buchstaben als Kennung. Diese Art deeer Kennzeichnung von Teilfeldern ist international gebräuchlich, vor allem im MARC-Format. Folgende Teilfelder sind eingerichtet:

s ... zusammengefaßtes Feld, das Publikationsform, Erwerbungsart, Fachgebiet und Bestellart in verschlüsselter Form enthält,
j ... Lieferantencode,
c ... Währung, in der die Bestellung erfolgt,
p ... Preis je Exemplar in der Währung, in der bestellt wird,
P ... DM-Preis,
n ... Anzahl der Exemplare,
v ... Anzahl der Bände/Stücke,
d ... Bestelldatum in der Form jjmmtt,
D ... Fälligkeitsdatum in der Form jjmmtt,
A ... Auftraggebercode,
a ... Kontingentcode,
T ... Titelzusatz,
C ... Anmerkung, Quelle,
I ... Kommentar,
f ... 1. Mahnfrist,
g ... 2. Mahnfrist,
h ... 3. Mahnfrist,
M ... Mahnungszähler,
o ... Datum der letzten Mahnung in der Form jjmmtt,
l ... Nummer des Lieferscheins,
q ... Preis bei Lieferung,
Q ... Kommentar zur Lieferung,
e ... Eingangsdatum in der Form jjmmtt,
u ... Reklamationsgrund,
U ... Reklamationsdatum in der Form jjmmtt,
i ... Rechnungsbetrag,
R ... Rechnungsdatum in der Form jjmmtt,
N ... Rechnungsnummer,
K ... Rechnungskommentar,
m ... Mehrwertsteuersatz in %,
r ... Rabatt in %,
t ... Sonstige Nebenkosten.
..... (weitere können noch hinzukommen)

Es gibt keine festgelegte Reihenfolge der Teilfelder. Natürlich können einzelne auch fehlen.

Ein Tip: Bei der Parametrierung für die Erwerbung braucht man zwangsläufig oft das Zeichen ' ' in b"..."- und e"..."- Befehlen. Wenn man den X-Editor benutzt, kann man sich die Eingabe dieses Zeichens sehr erleichtern, indem man es auf eine Funktionstaste legt, z.B. F1. Das geht so: man tippt während einer Bearbeitung im X-Editor die Tastenfolge

<Esc> m r F1 \ 31 <Enter> m <Esc>

m s

dann hat man die Taste F1 sogar schon dauerhaft programmiert, auch für künftige Sitzungen. (Der X-Editor wird im übrigen in der Datei X.DOC genau beschrieben. Drucken Sie sich diese Datei aus.)

2. Stücksätze

Stücksätze werden bei der Inventarisierung erzeugt - und zwar wird für eine einbändige Monographie ein Stücksatz erzeugt, für jeden Band einer mehrbändigen Monographie ebenfalls. (Für Serien ist vorgesehen, einen Stücksatz für jede Unterserie zu erzeugen. Hierzu sind jedoch noch genauere Festlegungen erforderlich.)

Stücksätze bestehen aus den beiden Kategorien

#eeCtitelident ssignatur

und

#eeD... .

Die Kategorie #eeE ist als Vormerkkategorie für das Ausleihsystem vorgesehen.

Nachfolgend werden die Unterfelder der Kategorie #eeD genauer beschrieben.

b ... Bezeichnung des Stücks (Titel, Bandbezeichnung, Heftnummer etc.),
a ... Zugangsnummer,
n ... Kommentar,
e ... Ausgabe,
y ... Erscheinungsjahr,
z ... Datum der Anlieferung beim Buchbinder in der Form jjmmtt ,
v ... Datum der Rücklieferung durch den Buchbinder in der Form jjttmm ,
d ... Zugangsdatum (für Stücke - z.B. Hefte),
D ... erwartetes Zugangsdatum (für Stücke - z.B. Hefte),
M ... Mahnungsdatum (für Stücke - z.B. Hefte),
m ... Mahnungszähler (für Stücke - z.B. Hefte).

Einige Unterfelder haben zur Zeit keine Bedeutung - sie sind für die Fortsetzungsverwaltung vorgesehen. Veränderungen als Folge der Entwicklung dieser Komponente sind wahrscheinlich.

3. Exemplarsätze

Exemplarsätze werden ebenfalls bei der Inventarisierung erzeugt und zwar je ein Satz für jedes Exemplar eines Stücks. Exemplarsätze enthalten immer die Kategorien

#eeFtitelident ssignatur eexemplarnummer

und

#eeGindikator...

Der indikator in der Kategorie #eeG spezifiziert die Exemplarverfügbarkeit. Bei der Inventarisierung wird er auf 'g' (im Geschäftsgang) gesetzt. Andere Indikatorwerte werden durch Folgeprojekte (Zeitschriften- und Serienfortsetzung, Ausleihe) erzeugt.

Die Unterfelder der Kategorie #eeG werden nachfolgend erläutert.

l ... Standort,
b ... Bereitstellungszeit,
a ... Signaturersatz.

Der Signaturersatz ist der auf einem vorgefertigten Etikett enthaltene Barcode, der (im Rahmen einer möglichen Form der Ausleihe) auf das Exemplar zusätzlich oder anstelle der Signatur aufgeklebt und beim Ausleihen mit dem Lesestift überstrichen wird. Dieses Verfahren gestattet gegebenenfalls eine Heftausleihe sowie die Ausleihe von Titeln, die (noch) nicht mit einer maschinenlesbaren Signatur ausgestattet sind.

Ferner ist eine Kategorie #eeH für das Ausleihsystem vorgesehen. Sie soll Angaben über den Entleiher des Exemplars aufnehmen.

Umfrage-Ergebnisse

Mit der Nummer 22 vom Mai '91 wurde ein Fragebogen verschickt, der Aufschluß über die allegro- Landschaft vermitteln sollte. Genau 100 ausgefüllte Bögen kamen zurück. Die nachfolgend genannten Zahlen können deshalb unmittelbar als Prozentwerte gelten.

Datenart 30 Anwender verwalten (auch) andere als Literaturdaten, z.B. AV-Medien, Mikroformen, Autographen, Dias, Adressenmaterial, Normdateien, Thesauri etc.
CockPit wurde erst von 30 benutzt, inzwischen wird diese Zahl gestiegen sein. Es gibt etliche selbstentwickelte Benutzeroberflächen, meist auf Batchfiles beruhend.
Parametrierung an über 50 Stellen gibt es MitarbeiterInnen, die sich damit auskennen. Auch diese Zahl steigt mit Sicherheit, vor allem aufgrund der Seminare.
Rechner 49 waren (auch) mit 386er-Geräten ausgerüstet, 45 hatten höchstens ATs, 6 nur XTs.
UNIX dringend erwünscht an 9 Stellen, 24 weitere sind stark interessiert.
Netzwerke es gab schon 24mal Novell (!), nur je 1mal DEC, TokenRing, Banyan, Inlan, VPIX.
Konfiguration 49mal wurde das Standardschema (A.CFG) genannt, 15mal M.CFG, 7mal N.CFG und 47mal ein "Eigenfabrikat". Hier spiegelt sich die Vielfalt der Anforderungen (s.a. "Datenart"), denen eine Bibliothekssoftware gewachsen sein muß, und die eine strenge Standardisierung unmöglich macht.
Register 33 Anwender bevorzugen Kreuzregister, die anderen getrennte Register
Datenbankgröße 20 Anwender hatten Datenbanken mit über 10.000 Sätzen, darunter mehrere zwischen 40.000 und 60.000.
OPAC 8 hatten einen im Netzbetrieb, 21 auf Einzelgeräten.
Katalogabbruch an 19 Stellen bereits erfolgt, 14 wollen den Schritt bald tun
Sachkatalog 48 haben eine Klassifikation, 24 RSWK, 30 andere verbale Systeme
Normdateien sind an 19 Stellen im Einsatz, 15 planen es. Genannt werden Personen, Körperschaften, Serien, Schlagwörter, Thesaurus, Einheitssachtitel, Zeitschriften, Klassifikation, Zeiträume.
Import wird an 40 Stellen eingesetzt
Verbund nur wenige betreiben bisher allegro mit Anbindung an einen Verbund
Schulung großer Bedarf wurde sowohl für Experten- wie Einsteigertreffen gemeldet. Die UB hat inzwischen mehrere solche Veranstaltungen durchgeführt, einige in den neuen Bundesländern. Weitere sind geplant. (Veröffentlichung der Termine erfolgt im "Bibliotheksdienst")
Funktionen 24 Anwender haben auf eigene Faust Funktionen in den Bereichen Erwerbung, Ausleihe und Zeitschriftenverwaltung realisiert. Der Bedarfkonzentriert sich auf die Erwerbung, die39mit erster Priorität nannten, insgesamt interessieren sich 53 dafür. 48 wollen Zeitschriftenverwaltung machen, aber nur 18 sehen hier die erste Priorität. Bei der Ausleihe sind es 40 bzw. 15. An diesem Ergebnis wurde die Entwicklungsarbeit ausgerichtet: das erste Erwerbungsmodul geht jetzt in die Anwendung.

Nächste Einsteigerseminare: 27./28.1.92 und 23./24.3.92 in Braunschweig

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Datum der letzen Änderung: 15.12.91

© 1995, UB Braunschweig

Bernhard Eversberg (b.eversberg@tu-bs.de)