An ihren
Sonderzeichen sollt ihr
sie erkennen!
Trotz
des gemeinsamen, lateinischen Grundalphabets hat fast jede Sprache
irgendein
Alleinstellungsmerkmal, mit dem auch derjenige einen Text zuordnen
kann, der
kein einziges Wort der Sprache kennt. Es folgt eine Liste solcher
Merkmale für
viele europäische Sprachen mit Lateinschrift. Es gibt noch
viele hier nicht
berücksichtigte Dialekte! Diese Liste kann nicht
annähernd die gesamte Schrift-
oder gar Lautvielfalt darstellen, es geht hier nur um die wirklich charakteristischen
Zeichen, die eine sichere Erkennung
ermöglichen. In manchen Fällen sind
typische Kombinationen angegeben, wenn es keine eindeutigen
Einzelzeichen gibt!
Manche Sprachen haben noch viel mehr Diakritika, etwa Lettisch,
Litauisch und
Tschechisch, doch kommen diese auch in etlichen anderen Sprachen vor.
Referenz
für die Sonderbuchstaben: http://www.unicode.org/charts/PDF/U0100.pdf
Viel Material
über
Sprachen findet sich auch bei YourDictionary
und bei The
Ethnologue.
Rot hervorgehoben
sind die Zeichen,
die nur
in der betreffenden Sprache verwendet werden.
|
Albanisch |
ë, -xh-, shq- |
|
Baskisch |
-tx- auch am Wortanfang, ohne c q v w y |
|
Bretonisch |
ñ,
-c’h-, -ilh-, -zh- |
Cornish |
keine Diakritika, -ow (Pluralendung), kein z |
Dänisch+Norwegisch |
æ ø å Å |
|
Deutsch+Österr. |
ß ä ö ü, Dreifachkonsonanten |
|
Deutsch (Schweiz) |
ä
ö ü, kein
ß |
|
Englisch |
keine Diakritika oder
Sonderbuchstaben |
|
Esperanto |
Ĉ ĝ ĥ ĵ ŝ ŭ |
Estnisch
|
ä õ
nicht
c q w x y z, seltener
ö ü
|
|
Färöisch |
ð
ý ø nicht
Þ |
|
Finnisch |
ä
ö, nicht b f
ü |
|
Französisch |
è
é à á â ô
œ ç |
|
Friesisch |
â
û, -ii- |
|
Gälisch (Irisch) |
á é í ó ú, ohne j k q v w x y z Endungen -bh,
-dh, -igh, |
|
Grönländisch,
alt |
ĩ ĸ ũ |
| Irisch s. Gälisch | |
|
Isländisch |
ð
ý Þ |
|
Italienisch |
à
è ì ù
alle nur am Wortende |
|
Katalanisch |
l· í ú
ç kein
ñ häufig
-ix- |
|
Kroatisch |
đ und
Kombinationen wie „hrv“,
„trg“ |
|
Latein |
ohne J U W
Y Z |
|
Lettisch |
ķ
ļ ņ ŗ |
|
Litauisch |
į
ų ė |
|
Maltesisch |
ħ
ċ ģ |
|
Manx |
Die Wörter
„yn“ und
„ny“ (Artikel sg/pl) |
| Maori | ā ū ō ē ī, ohne b c d f g j l q s v x y z |
|
Luxemburgisch |
ë
é ä –äi- |
|
Niederländisch |
-ij-, typische Endung
–ijk |
|
Occitan |
-lh,
-mb, -nh am Wortende,
ohne k y |
|
Polnisch |
ń
ź ż ł
ó ś ć ą ę, ohne q v x |
Portugiesisch |
ã õ ç |
|
Raeto-Romanisch |
wie Italienisch, aber è
auch
im Wortinnern |
|
Rumänisch |
ţ
ă |
|
Saamisch (Lappisch) |
Ŧ
á č š, -vv-
keine anderen Diakritika |
|
Sardisch |
tz auch am Wortanfang |
|
Schottisch |
-aich,
-mh |
|
Schwedisch |
ä
ö å |
|
Slowakisch |
ĺ
ä ô l´ sonst wie Tschechisch, ohne ě ř ů |
|
Slowenisch |
č
š ž, ohne q w x y |
|
Sorbisch |
ł
š Obersorbisch noch dazu
ó |
|
Spanisch |
ñ, keine Diakritika außer
áéíóú |
|
Tschechisch |
ě
ř ů |
|
Türkisch |
ı
İ ğ |
|
Ungarisch |
ő
ű |
|
Venet (Norditalien) |
£ |
|
Vietnamesisch |
ơ
ư |
|
Walisisch |
ŵ
ŷ
â, ohne j k q x
z |
Viele
außereuropäische Sprachen nutzen gleichfalls
lateinische Buchstaben, vor allem
wenn sie von Europäern verschriftet wurden. Dabei treten noch
jede Menge andere
Besonderheiten auf, die wir uns hier aus Zeitnot nicht vornehmen
können. Nur
Vietnamesisch ist als Beispiel mit zwei originellen Buchstaben
aufgeführt.
B. Eversberg
2005-03-21