Verlautbarung 328 zur allegro-Entwicklung 2020-12-14 ----------------------------------------- a35 jetzt entdecken! ==================== Adressaten sind haupts„chlich allegro-Kenner, die sich fr die Konstruktion als solche interessieren. Wer die Sache a35 aus Anwendersicht betrachten will, ist besser bedient mit den Beispielen, die auf der Homepage von allegro-b verlinkt sind. Installationspaket und Dokumentation wurden grndlich gesichtet und aktualisiert, zu finden im downloads-Bereich: a35.zip fr Windows und a35.gz fr Linux. Neu erstellt wurde ein instruktiver Start-Text, der jetzt beim Demo-Paket sofort erscheint. Hier zu sehen: http://www.allegro-c.de/db/dem0/ ACHTUNG: hinten am Ende ein kleines o statt 0! (= Maánahme gegen die hier mitlesenden Roboter, die da nichts zu suchen haben) Was sieht man da? Die a35-Oberfl„che erscheint mit einigen erkl„renden Hinweisen in den vier sog. "Quadranten", d.h. den Bereichen, in denen Ergebnisse erscheinen. So gelingt interaktives Entdecken der Funktionsweise. Bei Desinteresse an solchen Hintergrnden geht man so vor: Men "Ansicht", darin "Ohne Hinweise" - die Hinweise gehen weg Bei Interesse: In den 4 "QUadranten" jeweils dem "TIP" folgen, der unter dem Text zu sehen ist. Bei noch mehr Interesse: Auf der Homepage von allegro-b "Dokumentation" klicken, dann gibt's in der šbersicht gleich drei Sachen zur Auswahl: 1. a35-Doku : Erkl„rt auch die Hintergedanken (um nicht "Philosophie" zu sagen) 2. a35-Installation : Sehr ausfhrlich, aber mit Kurzfassung 3. a35 and FLEX : Kurzeinfhrung in englischer Sprache, incl. FLEX Alles das wird nicht dazu fhren, daá sich etliche Allegrologen zu a35 hingezogen fhlen. Denn 1. Als OPAC will inzwischen jeder VuFind oder sowas „hnliches 2. Als Arbeitssystem mag man allegro nicht mehr wirklich pr„ferieren. Man fhlt sich vielmehr zu einem der Verbnde hingezogen, um unter dessen Fittichen ein wasserdichtes Obdach zu finden 3. a35 wird einfach als zu weit abseits von jedem Mainstream empfunden, in dem man gerne schw„mme. In Bibliotheken ist das ein "No go", und facta sunt observanda. Das alles gilt jedenfalls fr die mehr oder weniger klassisch bibliothekarischen Anwender. a35 ist bis dato fast nur bei einigen wenigen Projekten im Einsatz, die nicht in eine der g„ngigen Schubladen passen. Jedenfalls soweit das zu berblicken ist. Doch gibt es auch das Faktum, daá zwar VuFind durchaus im Angebot ist, aber tats„chlich Nutzer auftreten, die sich damit nicht anfreunden m”gen. Zumal bei den Wissenschaftlern dominiert scheint's nicht der Aspekt "Discovery", sondern die Suche nach bereits bekannten Titeln, die man zitiert gefunden hat oder eben schon kennt und gerade schnell mal eben braucht. Dann erleben es einige als l„stig, daá einem bei VuFind immer sofort allerhand Zeugs um die Ohren fliegt, was man alles gar nicht discovern (sagt man so?) wollte. Und *wenn* man auf Entdeckungen aus ist, wohin wird man sofort navigieren? Eben. Nachwort (zum zeithistorischen Kontext, keine Pflichtlektre) -------- Drauáen ist "entdecken" zu einem Modewort in der Werbung verlottert. Man bietet ein neues Produkt nicht einfach ganz normal an, sondern suggeriert extraordin„re Qualit„ten oder appelliert halt unterschwellig an die menschliche Entdeckerlust - wer w„re nicht gerne ein Kolumbus oder Kopernikus geworden? "Jetzt entdecken!" heiát es da oft, den hochwertigen Terminus dreist umnutzend fr das schlichte Kennenlernen eines Industrieprodukts. Nein, "Discovery System" war und bleibt ein Fehlgriff, zu offenkundig einem fragwrdigen Zeitgeist hinterher hechelnd. Und berhaupt "jetzt"! Als ob man sich zum Entdecken einfach spontan entscheiden und es schnell mal eben und mit Spaá dabei erledigen k”nnte. Je nun, Sprache ist ein hohes, aber gemeinfreies Gut, das aus sich heraus keinem Miábrauch etwas entgegensetzen kann. Das k”nnten nur die Adressaten. Bei denen ist sprachliche Sensibilit„t, genau wie Klugheit (deren Assistentin sie ist), eigentlich eine sehr gerecht verteilte Sache: jede(r) ist berzeugt, genug davon bekommen zu haben. Warum wird damit so sparsam umgegangen - sie nutzt sich doch nicht ab?